Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
375
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Vom alten Baronet Hugh haben wir noch zu berichten, daß er vor zwei Jahren von ſeinen irdiſchen Qualen erlöſt worden. In wahrer Reue hat er ſeine letzten Lebenstage verlebt. Die einzige Freude, die der von Gewiſſensqualen tiefgebeugte Mann in dieſer Zeit erfahren, war der Beſuch ſeines Sohnes Toni.

Dieſer hatte durch ſein kindliches Benehmen ihm einige Ruhe in ſeinem Schmerze gebracht. Auch hatte er in den Armen dieſes Sohnes ſein Leben ausge⸗ haucht.

Einige Wochen vor ſeinem Tode hatte er noch den tiefen Kummer, ſeinen Sohn Hugh durch einen ſündhaften Tod zu verlieren. Dieſer war, ſeitdem wir ihn in Reichheim den Anfall auf Hedwig haben ausführen ſehen, in alle mögliche Laſter verſunken. Das Spiel war zur wahrhaften Leidenſchaft in ihm geworden, und dieſer war er auch zum Opfer gefallen. Nachdem er große Summen verloren, hatte er zuletzt keine andere Rettung, als im Selbſtmorde zu finden gewußt.

Dieſer Schlag hatte den Vater ganz gebeugt. Demüthig hatte er ihn aber von höchſter Hand als gerechte Strafe ſeines Thuns empfangen, und in tie⸗ fer, wahrer Buße war er, als reuiger Sohn auf eine gnädige Vergeltung ſeines himmliſchen Vaters hoffend, von dieſer Erde abgerufen worden.

Pflicht und Liebe.

Eine Erzählung von

Gottfried Kaufmann. (Schluß.)

Der Saal im Hauſe des Generals von T. ge⸗ hörte zu den geräumigſten und eleganteſten der Stadt. Heute war er beſonders prächtig ausgeſtattet. Das Licht von zahlreichen Candelabern fiel magiſch auf den Wald von ſüdlichen Gewächſen, die rings in den Niſchen aufgeſtellt waren und einen berauſchenden Wohlgeruch verbreiteten, in einemfort begoſſen von einem Staubregen aus unſichtbarem Springbrunnen. Ein Drittel des Saales war von einem damaſtenen Vorhange bedeckt, auf den die auf⸗ und abwogenden Gäſte von Zeit zu Zeit neugierige und erwartende

die Menge der junge Studio von heute Morgen, mit dem ſorgfältig friſirten Lockenkopf, brachte jetzt

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hier eine Gruppe von Damen zum Lachen und tauchte gleich darauf, angelegentlich ſprechend, am andern Ende des Saales auf; ein wahrhaftiges perpetuum mobile kam er nie zu Ruhe und Stillſtand und ver⸗ ließ überall fröhliche Geſichter, die ſich bisweilen noch nach dem Verſchwindenden umdrehten. Als der Vor⸗ hang zum erſten Mal aufgezogen wurde, ſtand er in der Nähe der Thür bei unſerm Hermann, der eben erſt gekommen war. Dieſer hatte ſich nach ſeinem Eintritt der Dame des Hauſes vorgeſtellt und, die kühle Aufnahme nicht bemerkend, ſich darauf mit ſei⸗ nem Freunde zurückgezogen.

Das erſte Tableau war Magdalena. Eine Ge⸗ ſtalt mit Crinoline und grobem Kleide ſaß auf einem Felsblock, in der Rechten eine Geißel haltend, die ſie von Zeit zu Zeit über ihren Rücken ſchwang; dabei ſtieß ſie einen hörbaren Seufzer aus und ſchaute endlich mit gefalteten Händen und einem gemachten frommen Blick empor, der jedoch die Beobachtung, wie das Spiel gefallen, nicht verbergen konnte! Der Lockenkopf hatte Hermann verlaſſen und ſtand weit davon einer Dame zur Seite, mit der er ſich über alles Mögliche, nur nicht über das Tableau unterhielt.

Carl war wie vom Schlage gerührt: das war nicht Louiſe, und ſo hätte Louiſe die Magdalena nicht gegeben. Er hatte ſich eine hohe Geſtalt gedacht, in reizender Lage auf den Raſen hingegoſſen, mit auf⸗ gelöſten üppigen Haaren, über dem Buſen einen leichten ſchneeweißen Flor, der nur halb die ſchönen Formen verbarg, und mit langem, faltigem Kleide. Die Hände gegen die Bruſt gedrückt, wirft ſie ins Blaue nach den fliegenden Wolken einen Blick der höchſten Wonne, wie wenn ſie dem Geliebten am Halſe hinge, ſeinen bebenden Mund mit langen Küſſen be⸗ decke, um die ſchmachtende Seele auszuhauchen, dann vor ihm niederſinke mit dem glühenden Wunſche, ganz ſein zu werden und ihm alle Luſt der Welt zu geben. Dann übergießt ein Purpurroth die ſchönen Züge der Büßerin, ſie ſtützt den Kopf in die zitternden Hände, Scham und Reue laſſen ſie bitten, daß der Himmel über ihr zuſammenſtürzen, die Erde ſich öffnen möge, um die Verworfene aufzunehmen. Da fährt ein leichtes Beben der Hoffnung über ihre Züge, ſie ſpringt auf, kniet dann nieder, hebt flehend die Hände empor, und es iſt, als ob ſie Jemand vor ihr in das Geſicht ſchaue, ſeinen Worten lauſche und weinend ſinkt ſie auf den Raſen hin.

Es iſt das Leben einer glühenden Seele, deren inbrünſtige Frömmigkeit die gleiche Wohlluſt athmet, wie ihr erſtes Lieben, das Leben einer jener räthſel⸗ haften Frauen, deren Fühlen, mag es ſich auch auf die verſchiedenartigſten Dinge werfen, von einer