Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
371
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Dieſe, gleich in den nächſten Tagen in's Werk geſetzt, ergaben nur ſoviel, daß ein junger Ausländer ſich in einem benachbarten Dorfe einige Tage vor demjenigen, wo Hugh das Attentat auf Hedwig ver⸗ übt, aufgehalten, ſich dort an dem eben genannten Tage Pferde bis zur nächſten Poſtſtation genommen und am Nachmittage fortgefahren ſei. Die Pferde waren den andern Tag mit dem Jungen, den der Herr mitgenommen, angelangt, dieſer hatte ein gutes Trinkgeld erhalten; weiter wußte man Nichts. Auf der Poſtſtation konnte man nur in Erfahrung bringen, daß an dem bezeichneten Abende wirklich ein Hesr Poſt⸗ pferde zur nächſten Station in weſtlicher Richtung ge⸗

fordert und von dort auch, wie der Poſtillon ausſagte, weiter gereiſt ſei. Aus dieſen Berichten ſchloſſen die daran Intereſſirten, daß Hugh nach Frankreich gegan⸗ gen ſein müſſe und ſie von ihm befreit ſeien.

Mit großer Sehnſucht wurde nun ein Brief aus England erwartet. Toni verlebte die Zeit in großer Aufregung und bangem Herzen; dem eigenen Vater vielleicht feindlich gegenübertreten zu müſſen, wider⸗ ſtrebte ſeinem edeln Charakter, und doch mußte dies geſchehen. Er war es ſeinem theuren, verſtorbenen Oheim und Pflegevater, war es ſeiner armen, verklär⸗ ten Mutter ſchuldig. Dieſe beiden Theuren hatten zu viel, zu ſchwer durch die Handlungen ſeines Vaters

ſeinen Maßnahmen der Vater die ſchonende Hand des Sohnes ſtets erkennen ſolle.

In der Pfarre, wo die Geſchwiſter faſt jeden Abend verlebten, ſaßen ſie an einem ſolchen, Anfangs November, traulich im Kreiſe ihrer treuen Freunde. Das Wetter war ſchlecht; der Wind ſauſte durch die hohen Bäume, heulte in den großen Schornſteinen, der Regen ſchlug heftig an die Läden der Fenſter. In der Stube war es aber heimlich; ein helles Feuer praſſelte im Ofen, zwei Lampen verbreiteten ein an⸗ genehmes Licht im ganzen Zimmer. Um den großen runden Tiſch vor dem Sopha hatte die Familie Platz genommen und ſprach von ihren Lieben, von verlebten Zeiten, als plötzlich der Ton eines fernen Poſthorns ſie aufhorchen machte. Durch das Getöſe des Stur⸗ mes war es nur ſchwach vernehmbar, doch durch ſein Naͤherkommen tönte es lauter und lauter; jetzt hörte man auch deutlich das Rollen eines nahenden Wagens auf der ſonſt ſtillen Dorfſtraße. Alle horchten ge⸗ ſpannt, ob er halten würde. Alle hatten nur einen Gedanken, und dieſer war:Es iſt William. Luſtig ſchmetterte das Poſthorn nochmals durch Wind und Wetter, und das Raſſeln der Räder auf dem Hofe brachte die Gewißheit, daß der Beſuch der Pfarre gelte.

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Alle eilten mit dem Rufe:Es wird Sir Wil⸗ liam ſein, vor die Thüre, um den lieben, ſo lange erſehnten Gaſt zu bewillkommnen.

Nur eine Einzige blieb ſtill im Zimmer, obgleich ihr Herz am meiſten aufjubelte; und wer wird es auch nicht natürlich finden, daß Hedwig ſo und nicht anders handelte?

Die nahenden Schritte und die faſt ängſtlich klingende Frage:Wo iſt Fräulein Hedwig? belehrten ſie nur zu gut, daß ihr pochendes Herz ſie nicht ge⸗ täuſcht. Bebend erhob ſie ſich, um dem Eintretenden entgegen zu gehen, und als William das heißgeliebte Mädchen jetzt auf ſich zukommen ſah, war er nicht länger Herr ſeiner ſelbſt. Freudig ſchloß er die zit⸗ ternde Geſtalt in ſeine Arme und mit dem Flüſtern: Hedwig, ſei die Meine! drückte er den Kuß der

Liebe auf ihre ſchöne Stirn.

Hedwig, überwältigt von ihren Gefühlen, hatte nur Thränen ſtatt Worte. Leiſe lehnte ſie ihren Kopf an ſeine Schulter und duldete, als Antwort auf ſeine Frage, daß er ſie feſter an ſein treues, liebendes Herz drückte.

Stumm vor Freude hatten die Andern dieſe Gruppe umſtanden. Der biedere Profeſſor brach jetzt das Schweigen, und mit den Worten:Dies, mein gu⸗ ter William, haſt Du recht gemacht, gab er die Lie⸗ benden der Gegenwart und den Umſtehenden zurück.

Mit tiefer Rührung, aber auch mit inniger Her⸗ zensfreude hatte der würdige Vormund das Braut paar geſegnet. Er erinnerte ſich, wie ſehr ſein ver⸗ ſtorbener Freund dies erſehnt; wie derſelbe in dieſer Verbindung die wahre Verſöhnung der Vergangenheit, in der Verſchwiſterung der beiden Familien durch eine wahre, reine und innige Liebe die vergebende Gnade Gottes erkannt hatte. Daß dieſer Bund eine dop⸗ pelte heilige Segnung empfing, war dem Pfarrer durch einen Brief Lord Elgin's, der ihn um die Hand ſeines Mündels für ſeinen Sohn bat, gewiß gewor⸗ den. Der edle Lord ſah in der Vereinigung dieſer Kinder dieſelbe vergebende, alles zum Guten wendende Lenkung des Höchſten, wie es der verſtorbene Jugend⸗ freund gethan.

Die Weihe des wahren Glücks erhielten die Ver⸗ lobten durch dieſen Ausſpruch des Pfarrers. Sie fühlten den doppelten Elternſegen auf ihren Herzens⸗ bund ſich legen, und er wurde noch erhöht, als ſie die innige Freude Toni's ſahen und ſeinen ſo wahr und tief gefühlten Glückwunſch zu ihrer Verbindung er⸗ hielten.

An dieſem Abend des Glücks bat Toni, daß William nichts über ſeine Angelegenheit ſagen möchte, denn für ihn konnte dieſe immer nur viel Trauriges