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vorgetragen wurde, auf das große Auditorium einen unwi⸗ derſtehlichen und tiefen Eindruck.
Hierauf traten dann Redner auf, welche den großen Ver⸗ dienſten des Erblichenen Lobſprüche widmeten, die vollkom⸗ men verdient waren und mit großem Beifall aufgenommen wurden. Beulé ſprach im Namen der Akademie der ſchönen Künſte, de Saint Georges und Taylor im Namen der Ge⸗ ſellſchaften, in denen ſie den Vorſitz führen, Perrin im Na⸗ men der Opéra, Camille Doucet im Namen der Adminiſtra⸗ tion der Theater, und zuletzt Emile Ollivier im Namen des Publicums.
Es war ein großer und trauriger Tag! Ein ganzes Volk, die Elite einer Nation drängte ſich an dem Eingang eines Bahnhofes zuſammen, um nicht die Stunde des letz⸗ ten Lebewohls zu verfehlen. Begleitet man nicht ſehr oft einen Freund zum Bahnhof, welcher eine ganz gewöhn⸗ liche Reiſe antritt? Eigenthümliches Zuſammentreffen! Der Katafalk wird auf dieſelben Schienen geſetzt, wo kürzlich noch Locomotiven ziſchten; ſchwarz drapirte Waggons er⸗ warten den Sarg; und während tief bewegte Stimmen von dem Componiſten ſo erhabner Harmonieen Abſchied nehmen, übertönt der Lärm der Maſchinen und das Knirſchen der Rä⸗ der die Hälfte ihrer Worte. Die Abfahrtsglocke ertönt wie ein Todtengeläute.„Les voyageurs en voiture!“ Die Todten gehen leider geſchwind. Das Signal wird gege⸗ ben, und der Zug, der ſich mit voller Dampfkraft entfernt, führt die wenige Aſche mit fort, welche von ſo viel Ruhm und ſo großem Genie übrig bleibt. C.
Der ſchwarze Obelisk des Salmanaſſer.
In Folge der Nachgrabungen, welche in neuerer Zeit an der Stelle vorgenommen worden ſind, wo dereinſt das alte Ninive, die Hauptſtadt des aſſyriſchen Reichs ſtand, ſind manche ſehr intereſſante Gegenſtände an das Tageslicht ge⸗ bracht worden, und zu denſelben gehört auch dieſes Monu⸗ ment des Königs Salmanaſſer. Dieſer Obelisk iſt von ſchwarzem Marmor und an Form und nach ſeiner Arbeit einem früher dort gefundenen Obelisken, dem des Asshur- idanni-pal, ähnlich, doch von einem hübſchern und beſſern Material. Dieſes Kunſtwerk wurde in einer liegenden Stel⸗ lung unter den Trümmern, welche Salmanaſſer's Palaſt be⸗ decken, aufgefunden. Es enthielt Basreliefs in zwanzig Feldern, fünf auf jeder der vier Seiten; der Raum oberhalb, zwiſchen und unterhalb derſelben iſt mit Keilſchrift bedeckt, welche in kleinen Schriftzügen ſcharf eingeſchrieben iſt. Das ganze Kunſtwerk iſt ſehr vorzüglich erhalten. Die Basreliefs ſtellen den Monarchen dar, welcher von ſeinem Vezier und andern hohen Beamten begleitet iſt und den Tribut von fünf Nationen empfängt, deren Geſandte von Hofbeamten bei dem König eingeführt werden und die ſich zu den Füßen des Königs niederwerfen, ehe ſie ihm ihre Geſchenke überreichen. Die mitgebrachten Gaben ſind theilweiſe Gegenſtände, die ſie in der Hand halten können, wie Gold, Silber und Ku⸗ pfer in Barren und Würfeln, Becher, Elfenbein, gewebte Stoffe und dergleichen; theilweiſe Thiere, wie Pferde, Ka⸗ meele, Affen und Paviane verſchiedener Art, Hirſche, Löwen, wilde Ochſen, Antilopen und die ſeltſamſten unter allen Rhinoceroſſe und Elephanten. Eine der fünf Nationen ſind die Ifraeliten. Die andern ſind zuerſt das Volk von Karzan, ein an Armenien grenzendes Land, welches Gold, Silber, Kupfer, Pferde und Kameele zum Geſchenke bringt und das
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mit einer Geſandtſchaft von neun Perſonen die vier oberſten Felder füllt; zweitens die Muzri oder das Volk von Muzr, ein Land beinah in derſelben Gegend, das von ſechs Geſand⸗ ten, welche verſchiedene wilde Thiere führen, in den vier mittlern Feldern dargeſtellt wird; drittens die Tſukhi oder Shuhiten von dem Euphrat, denen die vier Felder unter den Muzri gehören, welche durch einen Zug von dreizehn Geſandten ausgefüllt ſind, die zwei Löwen, einen Hirſch und verſchiedene koſtbare Artikel bringen, unter denen Me⸗ tallbarren, Elephantenzähne und Shawls oder Gewebe be⸗ ſonders bemerkbar ſind; und zuletzt die Patena von dem Orontes, welche drei der unterſten Felder mit einer Geſandt⸗ ſchaft von zwölf Perſonen füllen, die ähnliche Geſchenke wie die Iſraeliten bringen.
Das Kunſtwerk hat nicht blos einen artiſtiſchen, ſon⸗ dern auch einen hiſtoriſchen Werth, da es das beſtätigt, was wir über die Geſchichte des Königs Salmanaſſer wiſſen.
Frauenliſt.
Der„Illuſtrateur des Dames“ veröffentlicht folgende ihm von einer weiblichen Hand zugegangene pikante Anek⸗ dote:
In einer Akademie, deren Namen wir verſchweigen wollen, die aber im Gegentheil von mancher andern nur Männer von einem anerkannten Verdienſt aufnahm, wünſchte eine Frau ihren ſehr mittelmäßigen Mann als Mitglied auf⸗ genommen zu ſehen und ſie erreichte ihr Ziel in folgender Weiſe.
Sie kannte alle Akademiker perſönlich, weil der Reich⸗ thum ihres Gatten ihm erlaubte, dieſelben öfters an ſeiner Tafel zu vereinigen. Sie begab ſich zu einem derſelben und richtete ohngefähr folgende Worte an ihn:
„Sie kennen die Monomanie meines Gatten; er hält ſich für würdig, eines Tages in Ihr Inſtitut einzutreten, und ſo lange der Eintritt ihm nicht officiell verweigert worden ſein wird, wird er mir mit dieſem Anſpruch, der in meinen Augen lächerlich iſt, den Kopf verwirrt machen. Ein Platz iſt jetzt vacant; ich werde ihn ſeine Candidatur ſtellen laſſen; ſprechen Sie mit keinem Ihrer Collegen von meinem Beſuch, votiren Sie für ihn, und wenn er ſeinen Namen nur ein einziges Mal aus der Urne hervorgehen ſieht, wird er ſchließ⸗ lich die Nutzloſigkeit ſeines Anſpruchs begreifen. Wenn die⸗ ſer Erfolg ihn auch etwas beſtraft, ſo hoffe ich wenigſtens, daß derſelbe ihn heilen wird. Vor Allem bewahren Sie mir das Geheimniß.“
Und der Akademiker ertheilte lächelnd das feierliche Verſprechen, dem Wunſche der Madame X... gemäß zu han⸗ deln und über das ihm Mitgetheilte das ſtrengſte Stillſchwei⸗ gen zu beobachten.
Der Tag der Wahl kam, und die Herren Akademiker wa⸗ ren ganz erſtaunt, als alle Stimmzettel, die ſich in der Urne fanden, ſich einſtimmig für den Herrn X... ausſprachen.
Madame X... hatte allen Akademikern ihren Beſuch gemacht, und alle hatten in ihre Bitte eingewilligt und ihr treu Wort gehalten.
Unter uns, meine Damen, eine Akademie des ſchönen Geſchlechts hätte kein ſolches Reſultat, das ein ſo vollſtändi⸗ ges Stummſein erforderte, zu befürchten gehabt.
Die Akademiker tröſteten ſich, indem ſie über die Ge⸗ ſchicklichkeit er Madame X... lachten. Der neue Akademi⸗
ker machte ſeinen Eintritt ernſt und feierlich, indem er ſich


