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Vierte Folge.
habe, gab er gar keine Antwort, er ſchien meine An⸗ weſenheit vergeſſen zu haben oder mich nicht zu be— achten. Sein Geſicht verlor, als ich geendigt hatte, die Spannung, den finſtern Ernſt, und den Blick lächelnd hoch richtend, ſagte er mit tiefer Bewegung:
„Du, Mutter, und Du, lieber Gott, ihr Beide da oben, bezeugt mir, daß ſolche Sünde nicht auf meinem Haupte laſtet, daß ich das nicht gethan habe. Nehmt mich doch zu Euch, meine Kraft iſt ja ein⸗ mal gebrochen, ich kann hier doch nicht mehr bleiben.“
Seine Lippen bewegten ſich noch länger, mir aber war kein Laut mehr verſtändlich, ich ſah nur das Geſicht immer freier und klarer werden, den Aus⸗ druck des Trübſinns und der Verzweiflung immer mehr verſchwinden, das ruhige Bewußtſein wieder die Oberhand gewinnen. Der Mann ſchien die ſchwere Kette, die ſeine Füße gefeſſelt hielt, nicht mehr zu fürchten, das Gefängniß nicht mehr ſchrecklich, die Schmach und die Schande nicht mehr unerträglich zu finden; er ſchien unſchuldig und deshalb getröſtet zu ſein; er ſchien die Kraft und den Muth gefunden zu haben, auch das Schwerſte zu ertragen.
Konnte dieſer Mann ein Mörder ſein?
Als ich das Gefängniß betrat, war ich davon feſt uͤberzeugt, in dem Augenblicke aber, in welchem ich mir dieſe Frage vorlegte, hatte ich eine Menge Bedenken, denn das, was ich geſehen und gehört hatte, mußte ja unter allen Umſtänden für die Un⸗ ſchuld ſprechen, für dieſe Zeugniß geben. Es war indeß auch leicht, die Unſchuld nachzuweiſen, der Mann durfte ja nur nachweiſen, wo er ſich in den Nächten vom Freitag zum Sonnabend und vom Sonn⸗ abend zum Sonntag befunden hatte. Als ich ihm das mittheilte, entgegnete er mit der größten See⸗ lenruhe:
„Ich weiß es, daß ich mich dadurch frei machen könnte, aber ich thue es nicht; ich habe geſchworen, ihren Namen nicht über die Lippen zu bringen. Ge⸗ ben Sie ſich auch keine Mühe, darüber Nachforſchun⸗ gen anzuſtellen, es würde Ihnen doch nichts helfen. Von dem Verhältniß hat kein Dritter Kenntniß, nur ich und ſie. Sie wird nicht ſprechen, und ich, ich werde ſchweigen, mag kommen was will.“
Dieſe Erklärung verſtärkte das Mißtrauen, das
ich bereits gefaßt hatte. Einmal überraſchte mich das Bekenntniß, daß er das Mittel wiſſe, welches ihn frei machen könne, und dann lag in dem andern Theile ſo viel tenigeimtdes ſo viel Roma— tes, daß ich an der Wirklichkeit zweifeln mußte. Meine Bemühungen, den Mann andern Sinnes zu machen, hatten indeß keinen Erfolg. Ich ließ ihn allein und verſprach nur, bald wieder zu kommen.
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Das Dienſtmädchen hatte ihre Freiheit längſt wieder erhalten. Sie war, als ich in meine Woh⸗ nung kam, beſchäftigt, ihre Habſeligkeiten zuſammen⸗ zuſuchen und vor der Beſchlagnahme, welcher das Beſitzthum meines Wirthes unterworfen werden mußte, zu ſichern.
Am Abend wurde die alte Frau ohne Gepränge zu Grabe getragen. Einige Nachbarn, denen ſich der Pfarrer und ich angeſchloſſen hatten, folgten dem mit keiner Blume geſchmückten Sarge.
Schon am zweiten Feſttag Vormittags traf der Director des nahe gelegenen Inquiſitoriats in Neitzſch ein und übernahm die Führüng der Unterſuchung.
Am dritten Feſttag wurde mein Wirth, den ich nicht wieder geſprochen hatte, in das Inquiſitoriats⸗ gefängniß abgeführt.
Bald nach ſeiner Abführung fand der feierliche Auszug der Schützengilde ſtatt. Die Stelle, die der König im Zuge einzunehmen hatte, war leer gelaſſen. Das Königsſchießen war ein Volksfeſt, und bei ſol⸗ chen Feſten findet das Leid des Einzelnen keine Be⸗ achtung. Man hatte zu Anfang ſich des Mannes zwar vielfach erinnert, aber nur, um ihm zu fluchen und ſich Glück zu wünſchen, daß der Böſewicht noch Zeitig genug entlarvt, aus ihrer Mitte herausgeriſſen und der Gerechtigkeit überliefert worden war. Am zweiten Tage waren dieſe Erinnerungen ſchon ſelte⸗ ner, und am dritten Tage wurden dieſelben durch die zu Ehren des neu ernannten Königs veranſtalte⸗ ten beſonderen Feſtlichkeiten ganz und gar verdrängt.
Aus dem Forſthauſe war lange Zeit alle Freude verbannt. Die Trauer für den Gatten und Vater war eine tiefernſte. Deſſen ungeachtet verkehrte ich viel bei dieſen einfachen biederen Leuten. Eliſe war der Magnet, der mich anzog und feſthielt; ſie hat mir es ja ſpäter durch innige Liebe und durch die glücklichen Stunden, welche ich in dieſer Familie er⸗ lebt habe, ſo unendlich reich vergolten.
Ueber die Unterſuchung ſelbſt hatte ich lange Zeit Nichts erfahren. Eines Tages, es mochte zu Anfang des Monats October 1834 ſein, erhielt ich von dem bei dem Inquiſitoriat angeſtellten Geiſtli⸗ chen die Nachricht, daß mein früherer Wirth ſehr gefährlich erkrankt ſei, allem Anſcheine nach nicht wieder aufkommen werde, und daß mich derſelbe vor ſeinem Ende noch einmal zu ſprechen wünſche.
Anfangs wollte ich der Einladung keine Folge geben, bei ruhigerem Nachdenken aber ließ ich mich hauptſächlich durch mein Verhältniß zur Förſterfami⸗ lie zur Reiſe beſtimmen, weil ich hoffte, am Ende doch noch Aufſchlüſſe über die näheren Umſtände, unter welchen der Mord ausgeführt war, zu erhalten.


