Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
341
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Zeit ſehr gezürnt, nie einen Fluch über ihn geſprochen. Im Gegentheil hatte ſie bald eine große Sehnſucht nach dem fernen Sohne empfunden, und mit den hei⸗

mußte ihm Alles erzählen; eer wurde nicht müde ſich nach den geringſten Kleinigkeiten zu erkundigen, nur

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ßeſten Segenswünſchen für ihn auf ihren Lippen war

ſie bereits vor vier Jahren geſtorben.

Aber der Schmerz, der Zorn, die Erſchütterung er immer deutlicher, wie ſchlecht Hugh über das Handeln ſeines Bruders loderte noch in

hellen Flammen in ſeinem Herzen! Was er ihm ge than,

liches Gemüth kannte ja keinen perſönlichen Groll

gegen ſeinen ſo innig geliebten Neffen, ſeinen Toni, waren zu entſetzlich, zu unverantwortlich. Welche Gründe hatten Hugh zu dieſer ſchlechten That getrie⸗ ben? grübelte er weiter, denn wenn ſeine Gattin, wie er dem Röſig geſagt, auch tiefſinnig, vielleicht ſelbſt wahnſinnig geweſen, ſo brauchte er deshalb ſein Kind, ſeinen Sohn nicht zu verſtoßen, um ihn gänzlich

einem ungewiſſen Schickſal zu überlaſſen, der Armuth, dem Elend zu überantworten!

Seine Aufgabe, ſeine erſte Pflicht ſchien ihm jetzt zu ſein, den Bruder zur vollſtändigen Anerken⸗ nung ſeines Erſtgebornen aufzufordern und, ſollte er ſich deſſen weigern, ungeſäumt die Rechte ſeines ge liebten Neffen Toni zur Anerkennung vor dem Ober⸗ hauſe des Parlaments, dem Hauſe der Lords zu bringen, damit er ſeine Pairſchaft bei ſeinem Able⸗ ben im Beſitz ſeines Toni's, die Ehre ſeines Hauſes geſichert ſah. Wie hart dadurch der jüngere Hugh betroffen wurde, fühlte er wohl, doch dies war, wie die Sache ſtand, nicht zu ändern; das Recht mußte wieder ſeine Geltung erhalten.

Dieſe Gedanken kämpften in dem auf's Höchſte erregten Walther. In ſeiner Seele wogte es auf und nieder. Er konnte, das fühlte er, erſt dann einen feſten Entſchluß faſſen, wenn ſein Gemüth erſt wieder Ruhe gewonnen hatte, aber das ſtand bei ihm bereits feſt, den jungen Hugh wollte er nicht als ſeinen Neffen, ſondern nur als einen Fremden ſehen. Dieſer ſollte vorläufig nichts erfahren; ihm gegen⸗ über blieb und war er nur der Herr Walther. Er bat nun den Pfarrer, nach einer Stunde, wenn er ſich etwas erholt und beruhigt, ihm den jungen Wil⸗ liam Raleigh zuzuführen, aber allein.

Wie es Eduard gewünſcht, ſo geſchah es; gegen (Meittag erſchien Weimuth mit ſeinem Gaſte, dem Sir William. Die Begegnung war eine ſehr bewegte. alther glaubte in dem Sohne ſeinen geliebten Freund Pieder zu ſehen. Er war das treue Ebenbild des

ſigen, die wahrſcheinlich das Erbtheil ſeiner Mutter par. Er fragte und forſchte nach Allem. William

wollte er ihm gern vergeben, ſein vortreff⸗

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aber die Handlungen des Bruders gegen den Sohn,

vernahm, blickte ſie ihn erſchrocken ſehr, als ſie den auf ſie Blick des jungen Mannes bemerkte.

merkwürdigerweiſe fragte er nicht nach dem Zeitpunkt, wann ſein Bruder ſich mit Lady Ellen vermählt. Aus den Mittheilungen des jungen Mannes erſah gegen ihn gehandelt, und daß nur Eigennutz die Triebfeder zu all' dieſem geweſen, trat immer unzweifelhafter hervor.

Nachdem eine ruhigere Ueberlegung den Platz der Aufregung eingenommen, hielten es die drei Män⸗ ner für das Beſte, daß Walther, ſobald er ſich kör perlich erholt, ſelbſt nach England gehe, um ſei⸗ nen Beſitz in Perſon wieder zu übernehmen. Die beabſichtigte Reiſe Oskar Weimuth's, die ſich wegen Ausfertigung des Teſtamentes noch verzögert, ſollte nun unterbleiben. William ſollte noch am heutigen Tage an ſeinen Vater ſchreiben und denſelben von Allem in Kenntniß ſetzen. Ob dieſer mit ſeinem Schwager Hugh ſprechen, oder es bis zur Ankunft des Lord Edward verſchieben wollte, wurde ſeinem alleinigen

Ermeſſen überlaſſen.

Der Paſtor und ſein Begleiter verabſchiedeten ſich nun, um ſich nach dem Pfarrhofe zu begeben, ſie mußten Eduard verſprechen, mit ihren ſämmtlichen Hausgenoſſen am Abend den Thee bei ihm zu trinken.

Als ſie den Garten durchſchritten und ſich einem offenen Pavillon näherten, trat in dieſem Augenblick die liebliche Hedwig heraus. Sie war, wie immer, in eine weiße, duftige Robe gekleidet, ihr dunkel⸗ blondes Haar war aus der Stirn zurückgeſtrichen und die langen ſtarken Flechten wie ein Kranz um ihren Kopf gelegt. Sie ſchien auf den Paſtor zueilen zu wollen, ſtutzte aber, als ſie einen fremden Herrn bei ihm bemerkte. Als ihr alter Freund nun auf ſie zuſchritt und ihr ſagte:

Guten Morgen, liebe Hedwig, es iſt mir lieb, daß ich Dir hier begegne, ich kann Dir gleich einen meiner lieben Gäſte, die geſtern unvermuthet bei mir eintrafen, vorſtellen. Du wirſt überraſcht ſein, wenn Du den Namen hörſt, und noch mehr, wenn Du er⸗ fährſt, welche Freude, aber auch welche traurigen

Mittheilungen Dein armer Vater durch ihn erfahren.

Als ſie jetzt den ganzen Namen des Fremden an, erröthete aber gehefteten bewundernden

Unter dem Eindruck mannigfacher Empfindungen

vermochte ſie nichts zu ſagen; endlich ſtammelte ſie ſtzaters, nur war ſeinem Weſen eine größere Ruhe eine Begrüßung und reichte

ihm nach engliſcher Sitte

die Hand, die er länger in der ſeinigen behielt, als es, beſonders bei der erſten Begegnung, gebräuchlich

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