Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
337
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Vierte Folge.

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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 27. Mai 1864.

Cfine Wochenchronik für iterntur, Runst, ſchöne Tliſſenſchuften und Geſellſchaft.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Tblr.

Schickfalswege.

Novelle von

Agnes Leſſad. (Fortſetzung.)

Kaum vermögend dies Schriftſtück vor Erſchütte⸗ nung zu leſen, gelang es Walther doch ſo viel Ruhe zu gewinnen, um auch die beigelegten Papiere durch⸗ ſuſehen. Es waren die in aller Form Rechtens aus⸗ geſtellten kirchlichen Beſcheinigungen über die vollzogene Trauung des Baronets Sir Hugh Carlton, Attaché der königlich engliſchen Legation bei Sr. ſchwediſchen Majeſtät zu Stockholm, Sohn Sr. Herrlichkeit des Earls Edward Richton auf Richton Hall in Schott⸗ land, mit Fräulein Antonie Nordſtern, Tochter des töniglichen Amtsvoigts Detlev Nordſtern zu Stock⸗ holm.

Dieſe Papiere gaben Eduard die feſte Gewiß⸗

heit, daß ſein geliebter Pflegeſohn ihm durch nahe Verwandtſchaft angehöre, denn kein Anderer als ſein Bruder konnte der Hugh Carlton, der Vater Toni's ſein, denn er war einige Jahre Attaché bei der eng⸗ liſchen Geſandtſchaft in Stockholm geweſen, und es ſtimmte ſomit Alles überein; Toni war ſein Neffe und, da er keinen Sohn hatte, der Erbe ſeiner Pair⸗ ſchaft. Jubel erfaßte ſein Herz bei dieſem Gedanken. War es nicht Gottes weiſe Schickung und daß er ihn auserſehen, das von den Eltern Kind aufzufinden und zu erretten?

Ja, Gottes Wege ſind wunderbar! ſo rief es in Eduard's Bruſt.Er ſtraft uns oft recht ſchwer, aber ſeine Liebe währt ewiglich!

Jetzt zum erſten Mal nach den langen, laugen

Leitung, vergeſſene

Jahren der niederbeugendſten Zweifel und Vorwürfe fühlte er, daß Gott ihm vergeben! O, wie beſeligend war dieſes Bewußtſein, dieſe Empfindung! Wie dankte er Gott, daß er ihm dieſe unendliche Gnade gewährt!

Dieſe Gefühle hatten Walther einige Augenblicke,

während er die gewichtigen Documente in der Hand hielt,