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. ſtählten ihre Kraft,
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geſchichten, denn es kann nicht ganz Deutſchland mit Wärme intereſſiren, an welchem Tage Preußen aus einem Kurfürſten⸗ thum zum Königreich wurde. Nur wenn die Feſte auf all⸗ ſo w gemeine Ehrentage geſtellt ſind, kann ein Zuſtrom aus a Gauen erwartet werden.
Schon die alten Griechen verſammelten, prüften und erhoben und begeiſterten ihre Jugend fentlichen Spiele. Was ſie thaten Fam anderer der Zeit entſprechenden den
Form noch thun, haben wir erſt noch zu erreichen, und es iſt keine Umkehr, ſondern ein Fortſchreiten, wenn wir dieſen Weg einſchlagen. Unſere deutſchen Schützenfeſte ließen ſich mit dieſen Verſammlungen v
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durch ihre großartigen öf und was die Schweizer in
erbinden, denn es ſind andere Waffen und Uebungen, als die der Griechen, mit welchen des wir es heut zu Tage zu thun haben, und es wäre ſehr frag⸗ weg lich, ob ſich nicht auch ähnlich wie bei jenem großen Cultur⸗ lunt volke, das in vielen Beziehungen unſer Lehrer wurde und es noch mehr als bisher zu ſein verdiente, auch mit den kör⸗ perlichen Leiſtungen geiſtige verbinden ließen. Es würde die dies vielleicht das beſte Mittel ſein, die Nation in den wei⸗ teſten Kreiſen für Kunſturtheil und idealeres Schaffen em⸗ pfänglich zu machen.
Vorläuf denn wir ſind überzeugt, chen Drang in ſich empfindet, in Ueberlegung zu ziehn.
ig begnügen wir uns mit dieſen Andeutungen, V Po daß die Gegenwart einen natürli⸗ un ſolche Ideen mehr und meh
Die Morgue in Paris. 4 Ganz Paris geſtaltet ſich um. und ſo viel beſprochene Morgue, der traurige Schauplatz ſo vieler Dramen und dort vergoſſener Neuerungsgeiſte weichen müſſen, und de bereits in den dafür neu hergeſtellten Gebäuden hinter No⸗ V tre Dame vollkommen eingerichtet. Die alte Morgue wird nächſtens ganz von ihrem bisherigen Platze am Marché- Neuf verſchwinden, und die Stelle, auf der ſie jetzt noch ſteht, wird der Chauſſée du pont Saint Michel gleichgemacht werden. Dieſes traurige Gebäude, welches das Gefängniß du Chatelet erſetzte, in dem ſeit undenklicher Zeit die in der
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r Dienſt derſelben iſt
Seine gefundenen Leichname ausgeſtel chen Stoff zu einer der ſonderbarſten Geſchichten liefern. Eine nur etwas ausführliche Geſchichte derſelben würde hier ſicher nicht an ihrem Platze ſein, doch die folgenden kurzen Andeutungen werden hoffentlich für viele unſrer Leſer nicht ohne Intereſſe ſein. Die Morgue am Marché-Neuf wurde erſt im Jahre 1804 erbaut. Die erſten zehn Jahre boten nichts beſonders Merkwürdiges dar, aber im November 1814 erregten die Reſte eines auf ihren Steinplatten ausgeſtellten Leichnams in Paris einengroße Aufregung. Drei Tage lang drängte ſich eine zahlloſe Menſchenmenge dahin; endlich erfuhr man, daß dieſer zerſtückelte Leichnam der des Herrn Dautun, des Empfängers der Einregiſtrirungsgebühren, ſei, der von ſei⸗ nem eignen Bruder Charles Dautun ermordet worden war, für welches Verbrechen dieſer im April 1815 auf dem Schaf⸗ fot ſtarb. Einige Zeit nachher zog der Leichnam von Louiſe Leroux, die unter dem Beinamen la belle écaillère(die ſchöne Auſternverkäuferin) bekannt und von ihrem Geliebten ermordet worden war, buchſtäblich ganz Paris in die Mor⸗ gue. Ganz dasſelbe war im Jahr 1827 mit der Bergere
Novellen⸗ZJeitung.
gewiſſen Ulbach ermor
Ulen ſein Opfer in dem Saa ſehen.
bot die Morgue ein ſ
einen Sohn zu erkennen.
man 78 Todte in die Morgue transportirt. Mars am 14. Juni
1837 bei Gelegenheit der Feſte zu der Vermählung
bracht wurden, unter denen man beſ Omet bemerkte, bei dem man ergab, daß die Verſchwörer ih
r ſen beſetzten Gürtel.
Leichnamen, welche ſeit 1804 in die alte te der des kleinen Joſeph Anizot, dem ſein Mörder Elicabide in Villette mit Steinſchlä⸗ V die größte Neugierde und Der Leichnam dieſes Kindes wurde Morgue gebracht, und ganz Man bezeichnete
Morgue geſchafft worden ſind, erreg
das tiefſte Intereſſe. Selbſt die allbekannte am 17. März
Thränen, hat dem ihn mit d
Duchaͤtelet,
Ut wurden, könnte rei⸗ Gäſte gehabt, von denen gefunden wurde, 1
der ſich gegen
ry(der Schäferin von Jory) der Fall, welche von einem
det worden war, der ſeine Kühnheit
eit trieb, daß er ſelbſt in die Morgue ging, um dort
ilien ſuchten dort unter dreißig von entſtellten Leichnamen einen Gatten,
Die Kataſtrophe am Champ de Ehren
le der öffentlichen Ausſtellung zu
Nach den blutigen Tagen am 5. und 6. Juni 1832 ſchreckliches Schauſpiel dar; troſtloſe ſcheußlichen Wun⸗ einen Bruder oder Während dieſer zwei Tage hatte
Herzogs von Orleans raffte gleichfalls zahlreiche Opfer
Man ſchaffte 22 unbekannte
Folge, daß eine gewiſſe Zahl Opfer in die Morgue
onders den eines gewiſſen ein Papier fand, aus dem ſich m im Fall eines Triumphs den
Leichen in die Morgue, er denen ſich ein Individuum befand, deſſen Taſchen zwölf
Taſchenuhren und einen Dolch enthielten. Der Aufſtand im Jahre 1839 hatte, wie alle Aufſtände,
ge⸗
ſten als Polizeipräfect von Paris zugeſagt hatten; er trug
ter ſeiner Weſte einen breiten blauen,
Unter allen
n den Kopf zerſchmettert hatte,
1840 in die aris begab ſich dahin, um ihn zu ſehen. em Namen„das Kind von la Villette“. In Folge einer in den Annal
alben Monat zu ſehen war. Eligabide, der
Die Säle der Morgue haben zuweil wir nur den Redacteur
der an der
Mitternacht in den Cana ſtürzte, als er eben den Gehängten im Theat ren ſehen, den Schauſpieler Villars, einen und endlich Gérard de Nerval Letztre ſich bei einer Kälte von zwölf
Vieille⸗Lanterne erhing. Die Annalen der Morgue haben ſogar, was beluſtigenden anekdotiſ
glauben ſollte, auch einen Einen ſolchen Zug wollen wir nach Firmin mittheilen und damit ſchließen. ein Trunkenbold ſchellt an der Morgue⸗ fragt der Wächter. Trunkenbold,„lavire ich von der Re
bin nicht nach H das u Ich will ſehen, ob ich nicht vielleicht hier bin.“
chten zur
.
den Schauſpieler Lepeintre den I Saint Martin
er hatte auffüh⸗ fremden Fürſten erwähnen wollen, welcher Grad in der
„Was wo
mit goldenen Fran⸗
en der Morgue ganz un⸗
erhörten Maßregel wurde der Leichnam nach Gannal's Ver⸗
fahren einbalſamirt und in Marmorplatte, ſondern auf Eſtrade ſtehenden Bett ausgeſtellt, h Kindes, wurde zum
ſeiner Kleidung nicht auf einer einem kleinen weißen, au wo er zwei und einen Mörder dieſes
Tode verurtheilt und hingerichtet. en auch berühmte
f einer
des Sidcle,
Ecke der Straße de la Huchette to Aeltern,
Straße
Linken.
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man kaum chen Theil. Maillard hier Es iſt Morgens ein Uhr; llen Sie?“ —„Seit vier Tagen,“ antwortet der
Ich
auſe zurückgekehrt, und das macht mich beſorgt. C
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deſſe leiſten gab ſi damin ſand. zon uces langſe ge Berl nit? leheit
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