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unwirſch aus, ordentlich graulich, als er fortging. Ich habe ihn ſo noch nicht geſehen. Weit kann er nicht ſein, er iſt ohne Rock und ohne Stiefeln fort.“
Das war es eben, was ich wiſſen wollte. Die— ſelbe Bekleidung hatte mein Wirth getragen, als er mit dem Förſter zuſammen in meiner Stube war, ein Umkleiden hatte mithin nicht ſtattgefunden. Es war— ſo folgerte ich— Nichts zu befürchten, ich konnte ruhig ſein. Dem Mädchen ſagte ich, daß ſie munter bleiben und ihren Herrn erwarten ſolle; von dem Diebſtable erwähnte ich Nichts, ſie brauchte da— von Nichts zu wiſſen.
Der Spaziergang am Nachmittag und gewiß auch die darauf folgenden Gemüthsbewegungen hat⸗ ten mich ganz ungewöhnlich müde gemacht.
Ich hatte damals noch das Bedürfniß, ſieben bis acht Stunden im Bett zu bleiben und in dieſem einen geſunden Schlaf, den Schlaf der ſorgenfreien Jugend.
An jenem Abend, ſo viel ich mich erinnern konnte, zum erſten Mal, wollte der Schlaf nicht kom— men. Gedanken aller Art durchkreuzten mein Gehirn, und eine Bangigkeit, wie wir ſie oft beim Heran⸗ nahen eines ſchweren Wetters empfinden, verſetzte mich in einen außerordentlich peinlichen Zuſtand.
Ich hörte die Uhr Elf, Zwölf und Eins ſchlagen, und noch immer hatte ich kein Auge zuthun können, ich hatte aber auch meinen Wirth noch nicht zurück⸗ kehren hören.
Meine Unruhe ſteigerte ſich bis zum Unerträg⸗ lichen.
Ich konnte nicht im Bett bleiben, ſtand auf, zündete Licht an und durchlief mein Zimmer die Kreuz und Quer.
Auch dies beruhigte mich nicht.
Ich öffnete das Fenſter und ſah hinaus in die ſtille Nacht. Es war nicht dunkel, der klare, tief⸗ blaue Himmel war wolkenleer und mit Sternen be— ſäet; es war auch nicht kalt, eine milde, laue Luft erfüllte das Thal. Und in der Ferne weit über die Häuſer hinweg, aus dem Forſt, ertönte zwar ſchwach, aber doch vernehmbar, der Geſang der Nachtigall. Ich lauſchte dieſen Tönen, die für mich in dieſer Nacht einen ganz eigenthümlichen, ich will ſagen ei⸗ nen beruhigenden Reiz hatten. Die Aufmerkfamkeit, die ich darauf verwendete, hatte mich von meinen Gedanken abgezogen, die Müdigkeit mich übermannt, ich war, im Fenſter liegend und aus dem Fenſter herausſehend, eingeſchlafen.
Ein Klopfen ſchreckte mich wieder auf.
Als ich mich ermuntert hatte, ſah ich meinen
Wirth im bloßen Kopfe, die Haare wirr durch einan⸗
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der, in ſeiner gewöhnlichen Kierdung, die er auch am Tage vorher getragen, an der Hausthür ſtehen, welche geſchloſſen war.
Das Klopfen hatte jedenfalls das Mädchen mun— ter machen und ſie zum Oeffnen der Thür veranlaſ— ſen ſollen.
Eben wollte ich meinem Wirthe, der mich nicht bemerkt zu haben ſchien, zurufen, als die Thür auf⸗ gemacht wurde und mein Wirth eiligſt in das Haus eintrat.
Zwiſchen ihm und dem Mädchen wurde kein Wort gewechſelt, es blieb Alles ruhig und ſtill.
Die Uhr wies auf zehn Minuten nach Zwei.
Neue Fragen drängten ſich mir auf.
Wo war der Mann bis zu dieſer ſpäten Stunde geweſen? Was hatte ihn beſtimmen können, vom Hauſe fortzubleiben? Warum ſorgte er nicht für die verſtorbene Mutter? War ſeine Liebe mit dem Tode erloſchen?
Ich konnte mich zuletzt nicht von dem Gedanken losreißen, daß Furcht und Angſt ihn fortgetrieben, Haß und Rache ihn zurückgehalten haben müſſe.
Als im Hauſe Alles ruhig blieb, legte ich mich wieder in mein Bett. Ich hörte noch drei Uhr ſchla⸗ gen und war dann ruhig und feſt eingeſchlafen.
Am Morgen, alſo am Tage vor Pfingſten, wurde ich erſt ſpät durch den Gerichtsboten, der mir die mit der Poſt eingegangenen Briefſchaften über⸗ brachte, geweckt.
Gewöhnlich legte er dieſe Sachen auf meinen Arbeitstiſch und ging dann leiſen Schrittes wieder fort; an dieſem Tage aber kam er an die Thür meiner Schlafſtube herangetreten und rief, nachdem er zuvor einige Male geklopft hatte:
„Herr Aſſeſſor, Herr Aſſeſſor! der Förſter iſt ſchon wieder da. Er will mit Ihnen reden, aber nicht in Ihre Wohnung kommen, er will Sie auf dem Gericht erwarten. Mir ſcheint, als ob wieder Etwas paſſirt iſt, der Mann ſieht ſo finſter aus.“
Im Nu ſtand mir der geſtrige Vorfall wieder klar vor Augen.
Einestheils war ich über dieſe Meldung erfreut, denn ich hatte, um es gerade herauszuſagen, für die perſönliche Sicherheit des Förſters gefürchtet, andern⸗ theils erfüllte mich dieſelbe mit einer Art Neugierde, denn ich konnte mir nicht denken, was der Förſter mit mir zu reden haben möchte, da ich ihm am Tage vorher ausdrücklich erklärt hatte, daß die Un⸗ terſuchnng wegen des Holzdiebſtahls vollſtändig ab⸗ geſchloſſen ſei.
Ich ſagte dem Boten, daß ich bald nachkommen werde, und daß mich der Förſter erwarten möchte.
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