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Vierte
Brigitte warf ſich der Herrin zu Füßen, doch Alles vergebens. Jetzt erklärte aber der Doctor be⸗ ſtimmt, hier müſſe, wenn nicht das Schlimmſte ein⸗ treten ſollte, eine Aenderung geſchafft werden. Dies fühlte auch Walther. Nochmals beſchwor er Hedwig ihm zu folgen, ſie blickte ihn an, blieb aber unbeweg— lich. Sanft nahm er ihr das Haupt des Todten aus ihren Armen, trug ſie aus dem Zimmer und legte ſie in dem ihrigen auf das Bett; hier umfing ſie eine tiefe Ohnmacht. Erſt nach geraumer Zeit ge lang es den Bemühungen des Arztes und Eduard's, Hedwig aus den Banden derſelben zu erwecken. Mit dem zurückkehrenden Bewußtſein traten aber auch die eben verlebten Stunden des Schreckens in voller Stärke vor die Seele der Armen. Mit einem Schmer⸗ zensſchrei ſprang ſie auf und verlangte nach ihrem Vater. Nach vielen Anſtrengungen, nach vielen liebe— vollen, aber ernſten Worten Walther's gelang es ihm, ſie von ihrem Verlangen abzubringen und ſie zu be⸗ wegen ſich niederzulegen.
Die körperliche Ermattung forderte aber bald ihr volles Recht; der Schlaf war jetzt ſo feſt, daß er durch den Eintritt des Arztes nicht unterbrochen wurde. Der Letztere beobachtete ſie ein Weilchen, faßte leiſe ihren Puls und ſagte dann zu der Umgebung, daß vorläufig nichts zu beſorgen ſei, man könne wohl ſicher hoffen, daß die jugendliche Natur den Seelen⸗ ſchmerz überwinden würde, die ſtrengſte Ruhe wäre aber erforderlich. Er gab darauf Eduard die Hand, bat ihn auch ſich Ruhe zu gönnen, verſprach in eini⸗ gen Stunden wiederzukommen und empfahl ſich.
Der junge Mann bat jetzt Brigitte ſich im Neben⸗ zimmer auf's Sopha zu legen, ſagte, daß er über Hedwig wachen wolle, und verſprach ſie ſogleich zu rufen, wenn dieſelbe irgend etwas bedürfe. Bri⸗ gitte, wohl fühlend, daß ſie für die nächſte Zeit noch viele Kräfte gebrauche, gab den Vorſtellungen Eduard's durch das Verſprechen, ſich möglichſt ausruhen zu wollen, willig Folge. Sie verließ das Zimmer, und Eduard nahm ihren Platz an dem Lager ſeiner geliebten Hed⸗ wig ein.
Jetzt, wo nach den vielen und ergreifenden Er⸗
eigniſſen Ruhe und Stille gekommen, vermochte erſt
Eduard die ernſten Veränderungen, die eigentlich ohne ſein Zuthun ihn erfaßt, zu überdenken. Das von ihm ſo heiß geliebte Mädchen war jetzt ſeine angetraute Gattin; er, der ſeit Wochen gekämpft und gezögert, war in einem Augenblick durch die auf ihn eindringenden Verhältniſſe beſtimmt worden, alle ſeine Bedenken zu vergeſſen, die Geliebte trotz aller War— nungen ſeiner gequälten Seele auf immer durch die
Fuuriaen Bande an ſich zu feſſeln. Trotz der beſeli⸗
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Folge. 295
genden Wonne, die ihn bei dem Gedanken, Hedwig ſein zu nennen, durchzuckte, traf doch ſein Herz ein ſtechender Schmerz, wenn er ſich dachte, was die reine unſchuldige Engelsſeele, die jetzt vor ihm ſo ruhig, ſo ahnungslos ſchlummerte, empfinden würde, wenn ſie wüßte, welche Schuld ihn belaſte! Sollte er ſeiner Gattin die Vergangenheit mittheilen? Hatte ſie nicht ein heiliges Recht an ſein unbedingtes Vertrauen? Doch jetzt durfte er die ſchon ſo ſchwer Geprüfte mit einem neuen Kummer nicht belaſten! Sagte ihm nicht ein Blick auf die blaſſen, ſelbſt jetzt im ruhigen Schlummer ſo ſchmerzvoll, traurig verzogenen Züge, daß er es nicht dürfe? Wenigſtens jetzt durfte ſie noch nichts erfahren; ſpäter, wenn ſie den erſten Schmerz über den Verluſt des Vaters überwunden, dann würde der geeignete Zeitpunkt erſcheinen, wo er ihr Alles, Alles offenbaren könne.
Was iſt das menſchliche Herz doch für ein eigen Ding! Läßt es einen nicht immer das für recht erkennen, was es am meiſten wünſcht? Wer hätte dies nicht ſchon in ſeinem Leben erfahren? Dies er⸗ fuhr auch unſer Walther. Er ſchwieg, weil er glaubte dadurch das Rechte zu thun, und that doch nur das, was ſein Herz ihn, zwar unbewußt, am meiſten wün⸗ ſchen ließ.
Die nun folgenden erſten Tage nach dieſen To⸗ desfällen vergingen Eduard in den traurigen Ge⸗ ſchäften, die ſolche betrübende Ereigniſſe immer mit ſich führen, und in der Sorge um ſeine Hedwig. Wenn ihr Zuſtand auch keine Beſorgniß einflüßte, ſo durfte ſie doch auf den Rath des Doctors das Bett noch nicht verlaſſen, ſtrenge Ruhe ſollte ſie noch umgeben.
So oft ſich Eduard oder Brigitte von den vielen Geſchäften abmüßigen konnten, war einer von ihnen bei ihr. Außerdem war der kleine Toni faſt immer in ihrem Zimmer; ſie ſah ihn gern um ſich. Ihr gleicher Schmerz hatte die Beiden noch inniger ver⸗ bunden, ihr war der Kleine noch theurer geworden. Er ſeinerſeits hing mit einer großen Liebe an ſeiner Beſchützerin, am glücklichſten. fuhlte er ſich, wenn er vor ihrem Bette ſitzen und Keichnen durfte, wofür er
viel Vorliebe bewies. 9
Den letzten Wünſchen des Barons gemäß hatte Eduard mit der Zuſtimmung Hedwig's beſchloſſen, die
Leiche deſſelben gleich durch ſeinen Johann nach Reich⸗
heim überführen zu laſſen.
Sobald Hedwig Kräfte genug gewonnen, um reiſen zu können, wollte Walther mit ihr in Beglei⸗ tung von Brigitte, Carl und Toni nach Stuttgart, dort Alles ordnen und dann ſeine geliebte Frau nach Reichheim, wohin ſie ſich ſehr ſehnte, führen. Bevor ſie das ſchöne Thal, wo ſie ſo viele Trauer erlebt,


