Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
289
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Eine Mochenchronik für Jiteratur, Aunst ſchöne TWiiſſenſchaſten und Geſellſchaſt.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 6. Mai 1864.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Schickſalswege.

Novelle von

Agnes Leſſad. (Fortſetzung.)

In der ruheloſen Nacht, die Eduard nach dem Zuſammentreffen mit Hedwig verlebte, tauchten die troſtloſeſten Gedanken in ihm auf. Daß das Intereſſe, welches ihm das junge Mädchen einflößte, ein anderes ſei, als das was er bis jetzt für weibliche Weſen em pfunden, ſagte ihm ſein Herz. Mit wahrem Schrecken fragte er ſich, ob dies Liebe werden könne. Was ſollte dann werden? Wie könnte er, der Verdammte, der Ausgeſtoßene, der Mörder, jemals daran denken ein anderes Weſen in ſein Unglück zu ziehen? Wäre es nicht eine neue Sünde, wäre es nicht eine Abſcheu⸗ lichkeit, dies reizende, unſchuldige Geſchöpf an ſich zu ketten, dieſen reinen Engel in den bodenloſen Ab⸗ grund ſeines Wehs zu ſtürzen? Nein! dies ſoll und

darf nicht ſein! So tönten in ſeinem zerriſſenen In⸗ nern die troſtloſen Antworten auf die noch troſtloſe⸗ ren Fragen immer wieder und wieder. Was aber beginnen? Er wollte ſie nicht wieder ſehen; er wollte weit, weit, möglichſt in eine Wüſte ziehen, um dort ſein Herz auszubluten; dort ganz allein, ſelbſt ohne ſeinen treuen Johann, wollte er ſterben. In dieſer Verzweiflung ſprang er auf, um zu fliehen. Wohin, war ihm gleich; nur fort, fort von hier, wo ſein Bleiben nur neues Unheil, neuen Schmerz ſäen könne. In der größten Eile warf er ſich in die Kleider; es war, als wenn jede Minute Verzug neues Unglück bringen müſſe. Leiſe, um Niemand zu ſtören, verließ er das Zimmer, das Haus. In dieſer verzweifelten Stimmung trat er in's Freie.

Der Tag graute eben; die Natur ſchlief; alles lag noch ruhig und todtenſtill in ihren umfangenden Armen; die Luft war mild, kein Windhauch belebte ſie. Dies Bild des Friedens brachte etwas Beruhi⸗ gung in die Aufregung Eduard's, doch ſein Entſchluß ſchwankte nicht. Sein Gang mäßigte ſich unwillkür⸗