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Vierte
gewöhnlichen Höhe gefüllt. Man hatte früher einige beun⸗ ruhigende Symptome bemerkt, denſelben aber keine beſondre Beachtung geſchenkt. Es war auch häufig vorher geſagt worden,„es werde ſich etwas ereignen.“ Am 5. Februar 1852 vor Tagesanbruch ereignete ſich wirklich etwas. Die Eindeichung des Gilberry Waſſerbehältniſſes zerbarſt, und das Waſſer ſtürzte in einer Maſſe in dem engen Thale hinab. Am folgenden Morgen fand man neunzig Leichen, und der dem Eigenthum zugefügte Schaden wurde zu 600,000 Pf. St. abgeſchätzt. Die Gewäſſer hatten ganze Straßen und Reihen von Landhäuſern mit fortgeriſſen. Durch dieſe Ueber⸗ ſchwemmung wurde folgendes Eigenthum zerſtört: vier Spin⸗ nereien; zehn Färbereien; zehn Waarenlager; ſiebenund⸗ zwanzig Landhäuſer; ſieben Häuſer von Krämern; vierund⸗ vierzig große Werkſtätten; eilf Wirthshäuſer; fünf Brücken; eine Grafſchaftbrücke; zweihundert Morgen Land; vierzehn Packhäuſer; dreizehn Scheunen; drei Gotteshäuſer; zwei Ei⸗ ſengießereien. Die Anzahl der Perſonen, welche in Folge dieſes Unglücks arbeitslos wurden, belief ſich auf 4986 Er⸗ wachſene und 2142 Kinder, deren wöchentlicher Verdienſt 4000 Pf. St. betrug. Bei dieſer Gelegenheit wurden 60,000 Pf. St. für die Unterſtützung der Armen unter⸗ zeichnet.
Der dritte Unfall dieſer Art ereignete ſich am 5. De⸗ cember 1852 zu Burg in Lancaſhire. Zwei große Waſſer⸗ behältniſſe in der Nähe dieſer Stadt, deren Eindeichungen nur von Erde hergeſtellt worden waren, brachen Sonntag Morgens um 9 Uhr durch. Viele Werke wurden beſchädigt, doch da das Unglück ſich an einem Sonntage zutrug, wo die Arbeiter nicht in den Spinnereien beſchäftigt waren, ſo gin⸗ gen keine Menſchenleben verloren. Glücklicherweiſe lagen in der Richtung, nach welcher das Waſſer ſich ergoß, keine Dörfer, und in Folge deſſen ließ ſich der angerichtete Scha⸗ den, welcher zu 35,000 Pf. St. abgeſchätzt wurde, mit Geld erſetzen.
Es läßt ſich daraus erſehen, daß die Kataſtrophe in Bradfield ſchlimmer war, als alle andere dieſer Art, die ſich in England ereignet haben. Der Verluſt an Menſchenleben, ſo furchtbar derſelbe auch iſt, iſt indeſſen doch nicht ſo groß, wie der, welcher aus andern Unglücksfällen, wie Schiffbrüche und Exploſionen in Bergwerken, entſtanden iſt.
Die merkwürdigſten derſelben waren folgende: Bei dem Vomſtapellaufen von Mr. Chamber's Schiff in Rother⸗ ham im Jahr 1841 gingen durch das Umſchlagen des Schif⸗ fes 64 Menſchenleben verloren. 1
Bei der Exploſion in der Haswell⸗Kohlengrube im Jahr 1844 kamen 95 Menſchen um das Leben.
Das Zerreißen der Hängebrücke n Newcaſtle im Jahr 1845 machte beinah hundert Perſonen zu Leichen.
Als im Jahr 1848 das Dampfſchiff Ocean Monarch auf der See verbrannte, wurden 178 Perſonen das Opfer dieſer Feuersbrunſt.
Die Exploſion der Rawmarſh⸗Steinkohlengrube raffte 52 Menſchenleben weg.,
Durch den Verluſt der Amazone im Jahr 1852 wurden 102 Menſchenleben geppfert.
Menſchenleben in ſeinem Gefolge. in der Cymmed⸗Kohlengrube im Jahr
Die Exploſio 1856 tödtete 11 Perſonen.
Am Bord/ des Royal Charter befanden ſich, als er im Jahr 1859 ſchfiterte, 459 Perſonen, von denen keine geret⸗ tet wurde.
Folge. 287
In der Clay⸗Croß⸗Eiſengrube ertranken im Jahr 1862 in Folge einer Ueberſchwemmung, die ſich aus einer benach⸗ barten Mine in dieſelbe ergoß, 21 Perſonen.
Die Exploſion in der Cethin⸗Kohlengrube im Jahr 1862 koſtete 49 Perſonen, die in der Hartley⸗Kohlengrube in demſelben Jahr 204 Perſonen das Leben.
Im December 1862 wurden 59 Perſonen das Opfer der Edmunds⸗Main⸗Exploſion. Das war der letzte große Unglücksfall, welcher der Ueberſchwemmung in Sheffield vor⸗ anging, die in Betreff der dabei verlornen Menſchenleben und des Verluſtes an Eigenthum wahrſcheinlich der beklagens⸗ wertheſte dieſes traurigen Katalogs iſt. C.
Pariſer Induſtrie.
Ich befand mich ungefähr einen Monat in Paris, als ich mich in eines der krummen, ſchmutzigen Gäßchen des Fau⸗ bourg St. Marceau verlor. Ich beeilte mich natürlich, aus dieſer Atmoſphäre herauszukommen, als mich der Anblick ei⸗ nes elenden Hauſes ſeſthielt. Eine über der Thür ſtehende Aufſchrift reizte nämlich meine Neugierde. Sie hieß:„Auf's Glück der Gabel ein Mittagseſſen für fünf Centimes.“ Raſch entſchloſſen trat ich in die Taverne ein, gewahrte aber weder gedeckte Tiſche, noch ſonſtige Speiſehaus⸗Einrichtungen. Dagegen bemerkte ich in einer Niſche einen Auftritt, zu dem zwei Stufen hinanführten. Dort brodelte es in einem ge⸗ waltigen Keſſel. Er war bis zum Rande mit einer ſchwärz⸗ lich⸗braunen Flüſſigkeit angefüllt, welche man mir auf meine Frage als Haſenragout bezeichnete. Eine häßliche Frau ſaß daneben und rührte darin herum.
Ich fand es für gut, die Entwickelung des angezeigten Diners für fünf Centimes abzuwarten. Meine Geduld wurde auf keine allzu lange Probe geſtellt. Ein Blouſen⸗ mann trat ein, beſtieg die Erhöhung, legte der Wirthin fünf Centimes hin und empfing dagegen von ihr eine rieſige Ga⸗ bel. Auf gut Glück ſtieß er dieſe in den Keſſel, zog ſie als⸗ dann wieder heraus, doch leider— ſie war leer. Auf's Neue gab er fünf Centimes, wiederholte den Verſuch, aber⸗ mals mit demſelben Unglück, und verließ mit einem Fluche das Zimmer.
Jetzt begriff ich Alles: es war ein Lotto, worin gegen den Einſatz von fünf Centimes ein Mittageſſen gewonnen werden konnte.
Um das Verhältniß der Treffer zu den Nieten zu prüfen, näherte ich mich dem Keſſel, bezahlte den Einſatz und brachte die leere Gabel wie mein Vorgänger heraus. Siebzehn Mal erneuerte ich das Spiel und immer vergeblich; endlich, beim achtzehnten Mal, blieb eine undeutliche Fleiſchmaſſe an den Zinken hängen, welche die Wirthin für einen halben Haſen erklärte. Ich erhielt nun dazu einen Teller Sauce, Brod, verzichtete aber auf den Genuß meines Gewinnes und überließ denſelben einem armen Arbeiter. Eine Zeit lang ſah ich dem Schauſpiele noch zu, denn es kamen ziemlich viel hungrige Thoren, um ihre Centimen zu verſchleudern und
wie der Marder vor dem geſchloſſenen Taubenſchlage abzu⸗ „Birkenhead in demſelben Jahre führte
ziehen.
(S. Bl.)
Misxrellen. Es gab eine Zeit, wo die Prediger es ſich herausnah⸗ men, von der Kanzel herab ihren Landesherrn die derbſten Wahrheiten zu ſagen. Man ſollte dergleichen Beiſpiele
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