Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
279
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gern Beſuch; damit Sie aber wiſſen, wem Sie heute beigeſtanden, ſo ſtelle ich mich Ihnen ſelbſt als Hed⸗ wig von Rothenfels vor, und nun darf ich gewiß auch wiſſen, wen ich vor mir habe? fügte ſie lächelnd hinzu.

Eduard Walther, erwiderte er; ſie verneigten ſich grüßend, und Hedwig verſchwand mit Leikas in's Haus.

Wie träumend ſetzte Eduard ſeinen Weg fort; was hatte er nicht in den eben vergangenen Stunden erlebt! welche wonunigen Gefühle hatten nicht ſein Herz in der Gegenwart des reizenden Mädchens be⸗ ſtürmt! Und jetzt, wo ſie gegangen, wie anders war ihm da! Alle ſeine ſeit Jahren durchlebten Qualen drangen wieder auf ihn ein, und mit verdoppelter Stärke, um ſich nun mit dem Bilde der lieblichen Hedwig, das immer wieder vor ſeiner Seele auftauchte, zu vermiſchen. Er fühlte ſich theils ſo unbeſchreiblich unglücklich, verlaſſen und abgeſtoßen, theils auch wieder freudig erregt; aber ſo viel fühlte er deutlich, daß er wieder zu einem Wendepunkt ſeines Lebens ge⸗ langt ſei.

Sehr ſpät ſuchte er erſt ſeine Wohnung auf, wo ihn ſein treuer Johann ſchon lange in banger Sorge erwartet hatte. Ermüdet warf ſich Eduard aufs Lager; doch Ruhe fand er nicht.

Als Hedwig Eduard verlaſſen, eilte ſie in ihr Stübchen, um ihre Sachen abzulegen. Auch ſie fühlte ſich bewegt, ihr Herz war voll; in ihrer Unerfahren⸗ heit meinte ſie, es wäre das erhöhte Leiden der armen Röſig und das traurige Geſchick des kleinen Toni, ſo jung ſchon die Mutter verlieren zu ſollen. Lange durfte ſie dieſen Gedanken nicht nachhängen, es war ſchon ſpät und die Zeit, wo ihr Vater liebte das Abend⸗ brod einzunehmen, herangekommen. Schnell trocknete ſie die Thränen, die ſich unbemerkt aus den Augen geſchlichen und die wie Thautropfen an ihren langen, dunklen Wimpern hingen, und ging dann in's Wohn⸗ zimmer, wo ſie ihren Vater ſchon auf ſie wartend fand.

Beſtes Väterchen, ſei mir nicht böſe, ſagte ſie freundlich und küßte ihn,Brigitte kam heute ſpäter, als gewöhnlich.

Der Alte ſah zwar ſehr verdrießlich aus, ſagte jedoch nichts, und beide ſetzten ſich zum Abendbrod nieder, denn der Bediente hatte den Tiſch gedeckt, ſo

daß Hedwig nur noch Kleinigkeiten für den Vater zu

ordnen gehabt hatte. Das junge Mädchen erzählte ihrem Vater von der Kranken, von Toni, und der Fremde wurde natürlich auch nicht vergeſſen. Als Hedwig den Namen deſſelben nannte, ſtutzte der alte Baron und ſagte:

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Folge. 279

Dies iſt ja der Name des Fremden, der unſer Reichheim gekauft hat; hat er Dir nicht geſagt, wo er her ſei?

Nein, ſeinen Wohnort nannte er nicht; ich habe auch nicht daran gedacht, ihn danach zu fragen; der Klang des Namens war mir freilich auch bekannt erſchienen, doch weiter darüber nachzudenken, habe ich unterlaſſen.

Oberflächlich ſeid ihr Frauen alle, brummte der Vater. Wie aber die meiſten älteren Herren nicht ruhen, wenn ſie irgend eine Sache intereſſirt, derſel⸗ ben nachzuforſchen, bis ſie ihnen klar geworden, ſo geſchah es auch hier. Der Geheimerath ſandte ſeinen Diener nach dem Gaſthofe, um ſich das Fremdenbuch holen zu laſſen. Nachdem daſſelbe gebracht worden, ſah der alte Herr die Namen der Fremden nach, und richtig, unter denſelben ſtandHerr Eduard Walther aus Reichheim bei O....... 3

Er iſt es wirklich, ſagte jetzt der Baron.Es iſt doch merkwürdig, daß wir uns hier treffen müſſen, doch es ſoll mir lieb ſein, ihn kennen zu lernen, ſetzte er mehr für ſich ſprechend hinzu.

Nachdem Vater und Tochter noch viel von dem Fremden geſprochen, ſagten ſie ſich eine gute Nacht, und jedes begab ſich zur Ruhe.(Fortſetzung folgt.)

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Robin Hood. Ein Balladenkranz nach alt⸗ engliſchen Volksliedern von Anaſtaſius Grün. Stuttgart, Cotta'ſcher Verlag. 1864.

Die Freunde der Volkslyrik werden bereits wahr⸗ genommen haben, daß es eine beträchtliche Anzahl eng⸗ liſcher Balladen aus älterer Zeit giebt, die von dem berühmten Jäger, Waldeshelden, Wilddieb und ge⸗ ächteten Räuber und Freibeuter Robin Hood handeln. Manche davon ſind bereits vortrefflich überſetzt und in deutſche Sammlungen übergegangen. Grün hat es hier verſucht, eine möglichſt vollſtändige Uebertra⸗ gung der beſſern Stücke dieſer Art zu liefern, und dieſelben wurden von ihm ſo zuſammengeſtellt, daß ſie einen in ſich ziemlich geſchloſſenen Cyklus bilden, welcher die einzelnen Abenteuer, überhaupt den Le⸗ bensabriß des gefeierten Helden umfaßt. Natürlich gehören die Sachen verſchiedenen Zeiten an, ſind von ungleichem poetiſchem Werth und nicht alle entſtam⸗ men der echten Volkspoeſie, manche einem beſtimmten