Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
277
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dies ſah, eilte er an's Bette und ſagte mit gedämpf⸗ ter Stimme:Bitte, laſſen Sie mich die Frau unter⸗ ſtützen.

Ehe Hedwig dies war ihr Name noch eine Antwort geben konnte, war Eduard ſchon zum Kopf⸗ ende des Bettes getreten, um der Leidenden zu helfen. Das junge Mädchen ließ Alles geſchehen, ſagte zu Eduard kein Wort und bemühte ſich nur der Kranken Muth zuzuſprechen; dieſe ſtöhnte nur, zum Sprechen ſchien ſie zu ſchwach.

Nachdem es Walther gelungen, ſie aufzurichten, legte Hedwig ihr die Kiſſen zurecht, daß ſie eine ſitzende Stellung gewinne; die Frau ſchien nun Er⸗ leichterung zu fühlen, denn ſie lehnte ihren Kopf zurück und ſchloß die Augen.

Hedwig erhob ſich nun auch; ihr Antlitz war von den Anſtrengungen leicht geröthet, was ſie noch lieb⸗ licher ausſehen machte. Eine regelmäßige Schönheit war ſie nicht; es lag aber ein unbeſchreiblicher Reiz und eine bezaubernde Anmuth in ihren Zügen; ſchöne ſeelenvolle Augen zeigten von Geiſt und erhöhten nur noch das Feſſelnde, was über ſie ausgegoſſen war.

Recht herzlich danke ich Ihnen, ſagte ſie da⸗ rauf zu Eduard und bat ihn mit der Hand Platz in dem großen Lehnſtuhl zu nehmen.Sie haben mir und der Kranken einen großen Dienſt erwieſen; die Aermſte ſchlummert jetzt ſchon ſo ſanft, wie ſie es lange nicht gethan; die gute Lage trägt viel dazu bei, meine Kräfte reichen leider nicht immer aus ſie zu ſtützen.

Es freut mich ſehr, erwiderte Eduard,wenn ich Ihnen in etwas habe nützlich ſein können; doch mein Fräulein, ſagen Sie mir, auf welche Weiſe Sie dieſe arme Frau in dieſer wilden entlegenen Schlucht aufgefunden haben.

Dies will ich Ihnen gern erzählen, entgegnete ſie.Seit vier Wochen bin ich mit meinem Vater hier anweſend. Gleich den erſten Sonntag, als ich die Kapelle, die Sie beſtimmt auch ſchon nicht weit von hier haben liegen ſehen, beſuchte, fiel mir eine arme, höchſt elend ausſehende Frau mit ihrem bild⸗ hübſchen, roſigen Knaben auf. Mutter und Kind waren ärmlich gekleidet, aber reinlich, ordentlich und nett; ſie intereſſirte mich gleich, doch konnte ich mich nicht ſofort nach ihr erkundigen, da mein Papa einige Tage an einer Erkältung danieder lag. Den anderen Sonntag traf ich ſie wieder an demſelben Orie; ſie ſah aber noch elender und krankhafter aus; auch ſah ich, wie ſehr ſie während der Predigt weinte. Beim

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er als Führer eines Fremden unternommen, verun⸗ glückt wäre; ſie und ihr kleiner Toni wären nun ohne Ernährer geweſen; ſie nähte für Geld, doch ihr Verdienſt wäre zu gering, ſie könnte nicht davon leben, auch fühle ſie ſich ſo krank, daß ſie recht be ſorgt um ihren Kleinen ſei. Auf meine Fragen ſagte ſie mir ihre Wohnung; ich ſuchte ſie auf und fand Alles ſo, wie ſie es mir mitgetheilt.

Und da kamſt Du immer und ſorgteſt für mein Mütterchen und mich, ließ ſich plötzlich die Stimme des Kindes vernehmen. Es mußte unvermerkt herein gekommen ſein, und ſchmiegte ſich nun vertraulich an Hedwig.

Du haſt mich erſchreckt, Toni, ſagte ſie freund⸗ lich.Haſt Du aber Brigitte noch nicht kommen ſehen? fragte ſie dann, um durch dieſe Frage die Weiterrede des Knaben abzuſchneiden.

Als er dieſes verneinte, ging ſie an das Fenſter und ſprach beſorgt:Es begiunt ſchon ſehr zu dun⸗ keln; ich begreife nicht, daß Brigitte oder Carl nicht mit Leikas kömmt..

Obgleich ſie dies mehr für ſich ſprach, nahm doch Eduard das Wort und bat ſie, ihm zu erlauben ſie heim zu geleiten.

Dies würde ich dankbar annehmen, erwiderte ſie, ſetzte aber leiſe, daß der Knabe es nicht verſtände, hinzu:Ich kann Toni nicht mit der Mutter allein laſſen, ſie iſt zu krank; der Arzt erklärte mir heute, ſie könne bald und vielleicht plötzlich erlöſt werden.

Hedwig unterbrach ſich hier, hocchte eine Se⸗ cunde und ſagte:Da kommt jemand von den Meinen, das ferne Bellen iſt das von Leikas.

Jetzt war wieder alles ſtill, doch nach einer kur zen Zeit wurde die Hütten⸗, gleich darauf die Stuben⸗ thüre ſehr leiſe geöffnet.

Es trat eine hübſche Frau ein; ſie war ſehr ein⸗ fach, aber im hohen Grade eigen und nett gekleidet; an ihrer Seite ging ein ſchöner großer Neufundlän⸗ der. Dieſer begrüßte gleich ſeine Herrin mit vielen Liebkoſungen, aber ſo ſtill und geräuſchlos; es war, als wenn das kluge Thier verſtände, daß hier in der Krankenſtube alles ruhig ſein müßte.

Hedwig ſtreichelte ihren Liebling und zu Brigitte gewendet fragte ſie:Du kamſt heute ſehr ſpät; es iſt doch nichts vorgefallen?

Nachdem dieſe es verneint, gab das junge Mäd⸗ chen derſelben noch einige Anweiſungen wegen der Kranken und des Knaben. Alles, was ſie anordnete, war ſo verſtändig und beſtimmt, daß Eduard ſie immer

Hinausgehen trat ich zu ihr und that einige Fragen mehr bewunderte. Nie hatte er bisher ein ſo junges über ihre Geſundheit; ſie klagte ſehr, auch erfuhr ich, Mädchen geſehen, das ſo viel inniges Gefühl mit daß ihr Mann vor 1 ½ Jahren auf einer Tour, die Beſtimmtheit gepaart vereinigte, und Alles, was ſie