Jahrgang 
01-25 (1864)
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Vierte Folge.

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Gine Mochenchronik für iterntur, Kunst, ſchöne Tliſſenſchaſten und Geſellſchaſt.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

No. 18.

Ceipzig, am 29. April 1864.

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II. Jahrgang.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Schickſalswege.

Novelle von Agnes Leſſad. (Fortſetzung.)

Bei dem Abſchluß des Kaufs erfuhr der Doctor, der als Zeuge zugegen war, daß ihn ſeine Meinung hinſichts des Vaterlandes ſeines Patienten nicht ge⸗ täuſcht habe. Daß über die Perſon des Herrn Walther ein Geheimniß ausgebreitet läge, fühlte er; manches Nachdenken hatte es ihn ſchon gekoſtet, doch Worte hatte er ſeinen Gedanken bis jetzt nicht gelie⸗ hen, er fürchtete die Klatſchſucht und ihre Folgen; und da er in dem Herrn Walther einen wirklichen Ehrenmann wohl zu erkennen feſt annehmen konnte, ſo wollte er ſich ruhig beſcheiden und es der Zeit überlaſſen, ob ſie ihre Enthüllungen auch über dieſen Fremden machen würde.

Für Eduard begann nun ein neues Leben der

Thätigkeit; mit der ganzen Macht ſeines ihm inne⸗ wohnenden Schaffenstriebes widmete er ſich ſeiner erkauften Beſitzung; ſein Weſen blieb zwar ernſt, ſtill, auch oft ſehr traurig, doch das tiefe Grübeln, das ſtarre Verſinken in ſeinen Schmerz ließ nach.

Gleich nachdem er das Gut ſein eigen nannte, zog er mit ſeinem Johann hinaus und richtete ſich, ſo gut er vermochte, in dem Herrenhauſe ein. Alle Ar⸗ beitskräfte, die zu haben waren, zog er heran, die Verwilderung im Garten war bald ganz verſchwunden, überhaupt ſah man bald die vortheilhafteſten Verände⸗ rungen hervortreten.

In dem Hauſe wurden ebenfalls viele Verſchöne⸗ rungen und Verbeſſerungen vorgenommen; die innere Einrichtung deſſelben blieb zwar wie ſie war, ſie wurde aber durch neue Tapeten und Malereien aufgefriſcht, ſchöne engliſche Kamine traten an die Stelle der alt⸗ modiſchen Oefen. Die noch brauchbaren Möbel wur⸗ den neu decorirt, da aber auch Vieles fehlte, ſo reiſte Eduard nach der nächſten großen Stadt, um ſich dort mit Allem auf's Beſte zu verſehen.