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Vierte
der amerikaniſchen Finanzzuſtände nicht ſo total und plötzlich eintreten möge, als dies von manchen Sachkundigen vorher⸗ geſagt wird. Leider hat freilich der Staat in ſeiner Zerriſſen⸗ heit und moraliſchen wie materiellen Erſchöpfung nicht mehr die Kraft, den Sturz ökonomiſch zu reguliren. 6.
Aus Richelien's Leben.
Cardinal Richelieu wagte, als er durch Ränke zum erſten Miniſter Ludwig's XIII. ſich emporgeſchwungen hatte, ſein Auge auf die Königin Anna von Oeſterreich ſelbſt zu werfen und um Gegenliebe zu werben. Um ihn von dieſer Leidenſchaft zu heilen, beſchloß die Königin auf das Anrathen ihrer Vertrauten, der Frau von Chevreuſe, ihm als Prüfung aufzuerlegen, daß er als ſpaniſcher Poſ⸗ ſenreißer verkleidet in ihrer Gegenwart einen ſpaniſchen Volkstanz aufführe. Der Cardinal nahm das ihm durch die Vertraute der Königin gemachte Anerbieten an und bedung ſich nur aus, daß bei dieſem Auftritte Niemand außer der Königin zugegen ſein ſollte als Boccau, ein Muſiker in ſei⸗ nen Dienſten, auf deſſen Verſchwiegenheit er ſich verlaſſen konnte. Anna von Oeſterreich, noch halb ungläubig, daß der Cardinal ſein Verſprechen erfüllen werde, bemerkte jedoch, daß das Zugeſtändniß deſſelben nicht weit genug gehe, um ſeinen Zweck zu erfüllen, indem jedenfalls noch andere Zu⸗ ſchauer Zeugen der offenbaren Thorheit des Staatsmannes ſein müßten. In Folge deſſen verbargen ſich außer der Ver⸗ trauten der Königin zwei Edelleute aus der Umgebung der Königin, Vanthier und Beringen, hinter einem Schirme in dem Gemache der Königin, obwohl Letztere auch dieſe Vor⸗ ſicht nicht für nöthig hielt, da ſie immer noch glaubte, der Cardinal werde ſich entſchuldigen laſſen. Aber ſie hatte ſich darin verrechnet, denn zur feſtbeſtimmten Zeit meldete Boc⸗ cau, die Geige unter dem Arme, Se. Eminenz an. Zehn Minuten ſpäter erſchien eine vermummte Geſtalt auf der Schwelle, trat mit tiefer Verbeugung vorwärts, ſchlug den ungeheuern Mantel, in den ſie gehüllt war, aus einander, und der Premierminiſter Frankreichs, Cardinal Richelieu, ſtand vor der Gattin des Monarchen in enganliegendem Wams und grünſammtnen Beinkleidern mit ſilbernen Glöck⸗ chen an den Knieen und Caſtagnetten in den Händen. Die Königin mußte alle ihre Kräfte aufbieten, um bei dieſer Er⸗ ſcheinung ihrer Herrin zu bleiben und nicht in lautes Ge⸗ lächter auszubrechen. Es gelang ihr, die gehörige Faſſung und den nöthigen Ernſt zu behaupten, um den ſeltſamen
Liebhaber mit anmuthigem Kopfnicken zu empfangen und ihn
in höflichen und angemeſſenen Redensarten zu erſuchen, daß er ſeiner Aufgabe genüge. Er gehorchte, und ſie ſah eine Zeit lang neugierig und vergnügt den Bewegungen und Gliederverrenkungen des Cardinals zu; aber der tiefe Ernſt, den er dabei fortwährend bewahrte, machte den Auftritt zu⸗ letzt ſo grotesk, daß ſie ihre Faſſung nicht länger zu behaup⸗ ten vermochte, ſondern in ein heftiges Lachen ausbrach. Dies Gelächter fand aber in demſelben Augenblicke einen noch lautern Wiederhall hinter dem Schirme, und Richelieu, der ſchnell einſah, daß er verrathen worden, eilte wüthend aus dem Zimmer, in das nun das verborgen geweſene Trio trat, um gemeinſchaftlich mit der Königin ſich über den Vor⸗ gang luſtig zu machen. Sie ließen es ſich wenig in den Sinn kommen, daß ſie eine ſchlafende Schlange geweckt, deren Stich ſicher und unheilvoll war. Sie dachten nicht, daß der von ſeiner Liebe geheilte Cardinal, als er wuthſchäumend
Folge, 271 das Zimmer verließ, der Königin und ihren Vertrauten tödt⸗ lichen Haß ſchwur, deſſen Folgen weder die eine, noch die anderen zu entrinnen vermochten.(S. Bl.)
Ein Vorfall auf dem Nil.
Eine engliſche Dame, welche den Winter in Aegypten verlebte, ſchreibt in einem Briefe:
„Unſer kleines Dampfſchiff hatte zwei Fahrzeuge im Schlepptau. Eins derſelben, das älteſte, ſchmutzigſte, ge⸗ ſchmackloſeſte nubiſche Boot, hatte den jungen Sohn des Sul⸗ tans von Darfour und des Sultans Geſandten, einen hüb⸗ ſchen Schwarzen aus Dongola— kein Neger— an Bord, welche Ismail Paſcha einen Beſuch abgeſtattet hatten. In Beniſouef, der erſten Stadt oberhalb Cairo's und 70 engliſche Meilen davon entfernt, fanden wir keine Kohlen. Der Pa⸗ ſcha war dahin gekommen und hatte ſie ſämmtlich für ſein Dampfſchiff in Beſchlag genommen. So trieben wir uns denn den ganzen Tag an dem Ufer des Nils herum und hatten die Ausſicht, daß wir das acht Tage lang thun würden. Der Capitain brachte den jungen Prinzen von Darfour zu einem Beſuch zu mir und bat mich, ich möchte denſelben wegen der Verzögerung zur Vernunft bringen, denn als engliſche Dame wiſſe ich jedenfalls recht gut, daß ein Dampfſchiff ohne Koh⸗ len nicht fahren könne. Seine königliche Hoheit war ein hübſcher, befehlshaberiſcher kleiner„Nigger“, etwa eilf bis zwölf Jahr alt, und war in einen gelbſeidenen Kaftan und einen ſcharlachrothen Burnous gekleidet. Er ſchnitt dem alten Capitain das Wort kurz ab, indem er ſagte:„Was, ſie iſt ein Weib; ſie kann nicht mit mir ſprechen.“—„Wallah! Wallah! was iſt das für eine Art zu einer engliſchen Damer zu reden!“ ſchrie der Capitain, der auf dem Punkte ſtand, ſeine, gute Laune zu verlieren. Doch ein glücklicher Gedanke fuhr mir durch den Kopf. Ich brachte ein Käſtchen mit franzöſiſchem Zuckerzeug herbei, was die Anſichten des jungen Prinzen in Bezug auf meine Perſon ſofort veränderte. Ich fragte ihn, ob er Brüder habe, und erhielt darauf von ihm die Antwort:„Wer kann ſie zählen? ſie ſind wie Mäuſe.“
Einige Leute ſeines Gefolges ſind die am furchtbarſten ausſehenden wilden Thiere in menſchlicher Geſtalt, welche ich je ſah, Bullenbeißer und wilde Eber, ſchwarz wie Dinte, mit rothen Augen und ſolchen Kinnladen, Schlunde und Zähnen! Andere ſehen wie Affen aus und ihre Arme reichen bis an die Kniee herab.“ C.
Der Fichtenbaum. (Böhmiſche Sage.)
Vor Alters, als der Herr Jeſus Chriſtus und St. Peter durch Böhmen wanderten, kamen ſie einmal in einen großen Wald. Der Himmel war ſchwarz bewölkt und es begann heftig zu regnen. Weil nun der Herr und St. Peter keine Regenſchirme hatten, wurden ſie recht naß. Da gewahrte St. Peter einen ſehr großen Fichtenbaum mit breiten Aeſten, und rief:„O komme doch, Herr, unter dieſen breiten Baum, damit er uns vor dem Regen ſchütze!“ Der Herr Jeſus aber ſagte:„Bleibe nur hier, lieber Petrus, wer den Re⸗ gen ſchickte, wird auch den Sonnenſchein ſenden.“ An die— ſem Troſtworte fand St. Peter kein ſonderlich Behagen und wollte etwas Klügeres thun, als von der Hoffnung leben. Alſo ließ er ſeinen Meiſter im Regen ſtehen, lief zu der Fichte hin und ſtellte ſich gemächlich darunter. Allein kaum


