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Zuflucht ſuchen; oft verirrt ſich auch das Genie in eine ſolche Kunſtſpelunke, um im Strudel des wüſten Treibens zu verſinken und in dem Sumpfe der Ge⸗ meinheit rettungslos unterzugehn.“
Ich theile gerade dieſe Stelle deshalb mit, weil ſie einfach und ohne alle Hinzuthaten der Phantaſie geſchrieben iſt und weil man in neuſter Zeit ſich wie— der ſehr mit dem löblichen Gedanken beſchäftigt, dem Leben des kleinen Schauſpielerthums eine ſolidere Baſis zu geben und das Theaterweſen einer Reorga— niſation zu unterziehen.
Sehr Bemerkenswerthes von tiefem Gehalt dem Gegenſtande nach erzählt Wallner von Raimund, dem gefeierten wahrhaft poetiſchen Poſſendichter und ein⸗ fach großen Mimen auf dieſem Gebiet ſeiner eigenen Stücke. Die Lebensmelancholie, welche dieſen Genius verfolgte und endlich durch Uebergang in eine fixe
Idee— er glaubte von einem tollen Hunde gebiſſen zu ſein und erſchoß ſich aus Verzweiflung— das
Ende ſeines Daſeins auf qualvollſte Weiſe herbeiführte, wurzelt auch noch in den Vorurtheilen, welche gegen den Schauſpielerſtand erſt in unſern Tagen abzuſter⸗ ben beginnen und erſt dann ganz todt ſein werden, wenn das Bühnenleben in neu geordnete, ſolider be⸗ gründete Phaſen tritt, mit einem Wort, wenn der Miſère der kleinen Geſellſchaften durch eine Auflöſung durch einen allgemeinen Nationalbeſchluß ein Ende gemacht ſein wird. Raimund's Vater theilte natür— lich, um ſo mehr, da er ein einfacher Handwerksmann war, jenes Vorurtheil gegen die„Komödianten“ in höchſtem Grade, und da ihm der Sohn hatte feierlich geloben müſſen, ſeiner Paſſion für dieſe Sphäre keine Folge zu geben, ſo konnte es die ehrliche biedre Seele dieſes Dichters nie verwinden, dem todten Vater dieſes Gelöbniß nicht gehalten zu haben. Aus dieſen Ge⸗ wiſſensbiſſen ſchrieben ſich, noch ferner geſtützt und
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genährt durch die bindenden Wirkungen einer ge⸗ zwungenen katholiſchen Mißheirath, die Verfinſterungen ſeines Gemüths her, und weder Ruhm noch Fülle des materiellen Wohlſtandes vermochten ſie zu erhellen.
Zur Vervollſtändigung eines Lebensbildes tragen auch Wallner's Daten über ſeinen Freund Sapphir bei. Dieſer gewinnt dabei auch als Menſch, und es beſtätigt ſich, daß er eine eben ſo offene Hand als einen offenen Kopf hatte, immerhin ein angenehmer Zug inmitten des vielen habſüchtigen und geizigen Egoismus. Freilich dachte der Humoriſt auch nicht daran, Andern ſeine Pflichten im pecuniären Punkt abzutragen, ja er ſagte dies ſelbſt, denn als er einſt zum Baron Sina ging, um ſich von dieſem beſproche⸗ nermaßen ein Capital von 1000 Fl. zu borgen, fragte ihn dieſer beim Eintreten:„Kommen Sie etwa um V Ihr Geld?“„Nein, lieber Baron,“ antwortete Sapphir, „Sie kommen darum.“ Uebrigens hatte er die Ma— nierirtheit, da er leider auf ſeine Schönheit nicht ſtolz ſein konnte, ſich auf ſeine abnorme Häßlichkeit etwas einzubilden, und ſchrieb unter eins ſeiner Por⸗ traits:„Das iſt auch ein Ebenbild Gottes. Geſchieht ihm ſchon recht.“ Noch beißender war er bekanntlich gegen Andere, beſonders auch als Bühnenkritiker. Es giebt Witze, welche etwas Ermordendes haben, und ſolche liebte Sapphir, wenn er ſie erjagen konnte. Der Theaterdirector Pokorny ſandte einſt ſeinen Re⸗ giſſeur, welcher Peter hieß, nach Strelitz, um den Tenoriſten Hahn zu engagiren. Dieſer kam an, ſang aber ſo ſchlecht, daß ſich die Direction nach ſeinem dritten Auftreten mit einer namhaften Summe über die Löſung ſeines Contractes abfinden mußte. Sapphir ſchrieb nun folgende bibliſche Kritik über dieſen Säͤn⸗ ger:„Gaſtſpiel des Tenoriſten Hahn: Und als der Hahn zum dritten Mal krähete, da ging Petrus hinaus und weinete bitterlich.“
Feuilleton.
Ein Nachtſtück aus dem Stüädteleben.
Auch die Krankheiten, beſonders die großen epidemiſchen Völkerkrankheiten, welche dazu beſtimmt zu ſein ſcheinen, mit romantiſcher Furchtbarkeit ganze Nationen zu lichten und Generationen hinwegzuraffen, haben ihre Blüthezeit, ihre auf⸗ ſteigende und abfallende Linie. Wie viele ſchon ſind ſeit den Tagen der antiken Welt aufgetaucht und manche davon gänzlich wieder verſchwunden. In dem früheren Dunkel der Geſchichte läßt ſich bei mancher durch Schrecken merkwürdig gewordenen Epidemie ſchwer nachweiſen, wann ſie zuerſt auf⸗ getaucht iſt, und gelehrte Aerzte haben ſich vergeblich bemüht,
die Athenienſiſche Krankheit, den ſchwarzen Tod, die verſchie⸗ denen Lach⸗ und Tanzkrankheiten zu erklären und zu beſtim⸗ men, ob etwa nur hier und da für eine ſchon bekannte oder noch vorhandene Erſcheinung ein neuer localer Name einge⸗ treten iſt.
Einige dieſer böſen Feinde der Menſchheit ſcheinen un— vergänglich zu ſein, dahin gehören die Peſt und in neuerer Zeit die Cholera. Nur die letztere iſt den gegenwärtigen europäiſchen Geſchlechtern noch in der Erinnerung und friſcht ſich ab und zu in derſelben wieder durch neues Hervortreten auf. Nicht ſo die Peſt, welche glücklicherweiſe gebannt zu


