Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
263
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Birken beſchatteten noch mehr den Teich, viele Schilf⸗ gewächſe waren am Rande deſſelben aufgewuchert, das Waſſer ſchien dunkel und todtenſtill, kleine Eichen⸗ zweige, wohl von dem vor einigen Tagen geweſenen Gewitterſturm herabgeworfen, ruhten eben ſo regungs⸗ los auf der glatten Fläche, wie die breiten Blätter und weißen Blüthenſterne der Waſſerroſe. Um den Teich zog ſich ein breiter Steig, der jetzt durch aufge⸗ ſchichtetes Laub, das wohl ſchon jahrelang ſich dort geſammelt, faſt unwegſam geworden war, er zog ſich ganz herum, um dann in verſchiedenen Richtungen zu dichten Baumgruppen der ſchönſten Eichen, Buchen, und Ahorns und zu früher ſchön duftigen Raſen⸗ plätzen, Luſthäuschen und dergleichen Abwechſelungen, die man in größeren Parkgärten findet, zu führen. Auf beiden Seiten des Teiches, wo der erwähnte breitere Weg ſich hinzog, prangten zwei Alleen, die eine von den ſchönſten Linden, die andere von hohen ſtolzen Pappeln gebildet; die großen, alten Linden hatten ihre Zweige ſo ineinander verſchlungen, daß ſie ein dichtes Laubdach bildeten; jetzt ſtanden die Bäume in voller Blüthe, und dieſe, zwar in der äuße⸗ ren Erſcheinung ſo unſcheinbar, ergoß jetzt, wo der Tag ſich ſchon mehr zum Abend neigte, wenigſtens hier in dem ſchattigen Dunkel des Laubes viel früher als in den lichteren, freieren Regionen einzutreten ſchien, ihren ganzen Wohlgeruch. Die ganze Luft war von dieſem aromatiſchen Duft erfüllt, drang auch in das offene Fenſter, welches Eduard in ſeinem Eifer, den melancholiſchen Blick der ſich ihm darſtellenden Gartenpartie ſo recht in ſich aufzunehmen, aufgeſto⸗ ßen hatte.. Er lehnte hier in dieſem mit Epheu umzogenen Bogenfenſter längere Zeit; dieſer Anblick, der ſo innig mit ſeiner Gemüthsſtimmung zuſammentraf, feſſelte und bezauberte ihn noch mehr, als der aus dem anderen Saale geſehene. 4

Der Doctor, der ſeinen Leidenden nicht aus dem Auge verloren, hatte alle dieſe wechſelnden Eindrücke beobachtet, jetzt hielt er es aber für gerathen, ihn aus ſeinen Betrachtungen zu wecken, er mahnte ihn deßhalb zum Aufbruch, da es ſonſt zu ſpät werden möchte, die anderen Theile des Gutes zu beſehn.

Nur mit Widerſtreben nahm Eduard von dem ſchönen Anblick Abſchied, ſein Auge ſtreifte nur noch flüchtig die innere Einrichrung des Hauſes, Alles zeugte, trotz der Spuren der Vergänglichkeit, von ehe⸗ naige Pracht. Die Ausſtattung der Zimmer trug den Styl, dem man zu Zeiten Ludwigs XV. von Frankreich ſo ſehr gehuldigt hatte.

Den von den drei Herren zuerſt betretenen Theil des Parkes durchſchritten ſie wieder, der Pfarrer bog

Folge. 263 aber bald zur rechten Seite und führte ſeine Begleiter durch eine Thür nach dem angrenzenden Gutshofe, auf dieſem befand ſich ein Haus für den Verwalter und für das andere Hofperſonal, alle nöthigen Ställe waren ebenfalls vorhanden, nur trugen auch ſie alle mehr oder minder die Zeichen der Vernachläſſigung, und dies war auch in dem anſtoßenden großen Obſt⸗ und Gemüſegarten wahrzunehmen.

Von hier aus unternahm Eduard mit ſeiner Be⸗ gleitung auf einem von dem Verwalter des Gutes geſtellten Wagen die Beſichtigung der Felder. Walther erkannte bei ſeinen ökonomiſchen Kenntniſſen ſehr bald, daß der Ankauf der Beſitzung einen großen Vortheil darbieten würde. Auf der Heimkehr zum Pfarrhofe erklärte er daher, daß er die geſtellten Be⸗ dingungen annehmen und das Gut kaufen würde, verabredete mit Weimuth, daß ſchon am morgenden Tage der gerichtliche Kauf in der Stadt vollzogen werden, und daß damit die ſofortige Uebernahme ebenfalls geſchehen ſolle.

Im Pfarrhauſe wurden die Herren von der jun⸗ gen Hausfrau freundlich empfangen.

Eduard war ſo mittheilſam und liebenswürdig in ſeinem Benehmen, wie der Doctor ihn noch nicht kannte. Er leitete die Unterhaltung auf allerlei Ge⸗ genſtände, brachte dann das Geſpräch auf die örtlichen Verhältniſſe des Dorfes, Gutes, der Kirche und Schule und erfuhr ſo Vieles durch den Pfarrer.

Dieſer war zwar erſt drei Jahre in ſeinem Amte eingeführt, da er aber ſchon vorher einige Jahre dem alten verſtorbenen Paſtor und Vater ſeiner jetzigen Frau als Adjunct zur Seite geſtanden, ſo wußte er genau Beſcheid.

Eduard war ſeinen Mittheilungen, die ſo einfach und natürlich, ſo recht aus dem Herzen kommend ge⸗ ſprochen waren, mit großer Theilnahme gefolgt und verſprach nun mit Mund und Hand Alles zu thun, um dem Pfarrer bei ſeinen Bemühungen zum Beſten der Gemeinde beizuſtehen.

Nachdem noch manches Wort hin und her ge⸗ ſprochen war, nahmen Walther und Grün von ihren freundlichen Wirthen Abſchied und fuhren nach der Stadt zurück.

Am anderen Tage wurde der Kauf vollzogen. Eduard, der bedeutende Capitalien in Papieren bei ſich hatte, zahlte Alles aus und erregte in dem klei⸗ nen Städtchen, wo die Zungen auch immer ſehr ge⸗ ſchäftig waren über ihren lieben Nächſten, aber be⸗ ſonders über einen Fremden zu reden, nicht wenig Aufſehen. F 3 Der fremde Kranke hatte die guten Einwohner

ſchon längſt ſehr beſchäftigt, jetzt aber, wo ſie von ſei⸗