Novellen⸗Zeitung.
ten ſich, und d'Antin ſchrieb:„Er wird nie etwas den unausgeſprochenen Bankerott geſturzt wurde. Der
fühlen.“
Trieb nach Vergnügungen und ſinnlichen Luſtbarkeiten
Als man dieſem jungen Manne kurz vor ſeiner aller Art, der Drang, Geldgeſchäfte zu machen und Großjährigkeit gegen ſeinen Wunſch einen andern Beicht⸗ ſich auf jedem möglichen Wege Reichthümer zu erwer⸗ vater gab, beging er als Antwort darauf eine ſonder⸗ ben, hatte etwas Krampfhaft⸗Verzweifeltes und war
bare Handlung. Seine kindiſche Gereiztheit machte ſich nämlich, da er nicht redete, in einer grauſamen und barbariſchen That Luft, durch die er nur allge⸗ meinen Anſtoß geben konnte. Er wollte unverkennbar zeigen, daß er nunmehr Herr ſei, nach Niemand frage und ganz nach Gutdünken handeln würde. Er zog eine weiße Hündin auf, welche nur aus ſeiner Hand fraß. Er läßt ſie nach La Muette bringen, in Schuß— weite aufſtellen, ſchießt auf ſie und verwundet ſie. Das arme Thier kommt auf ihn zu und liebkoſt ihn. Er läßt es wieder fortbringen und tödtet es.
Ich habe dieſe einzelnen Züge aus Michelet's Schilderung hier deshalb zuſammengerückt, weil es kaum eine andere Charakteriſtik des jungen Ludwig geben dürfte, welche die Armſeligkeit ſeiner Natur⸗ anlagen heller in's Licht ſtellt. Und dabei iſt gerade dieſer Theil der Geſchichte ſo intereſſant, ſo wichtig, gerade unter dieſem unfähigen König wurde der letzte Grund zur großen franzöſiſchen Revolution und zur Aenderung der ganzen europäiſchen Staatengeſchichte nicht etwa gelegt, ſondern vielmehr befeſtigt und in keiner ſeiner Einzelheiten hinweggeräumt, was ſo leicht hätte geſchehen können. Noch war das Volk gutmüthig, duldſam und wie jedes geneigt, ſich regieren zu laſſen; ferner ſo anhänglich, daß es ſofort eine beſſere Mei⸗ nung vom franzöſiſchen Königthum bekommen haben würde, wenn man ihm nur im mindeſten gezeigt hätte, daß man auch für die unteren Maſſen ein Herz in der Bruſt trage.
Außerordentlich treffend malt der Verfaſſer die ungeheure Haſt und materielle Gier, welche ſich der Franzoſen, beſonders der Pariſer, zu ſeiner Zeit be⸗ mächtigte, als unter der Regentſchaft durch Law's und Dübois' Bankſpeculationen das Land durch das bald entwerthete Papiergeld in das Verderben, in
fen Ebene der ſtaatlichen Haltloſigkeit. ſchaftliche Unruhe, dies Pharaoſpiel geht gewöhnlich,
ein ſicheres Anzeichen des Niederſinkens auf der ſchie⸗ Dieſe geſell⸗
mehr oder weniger nah, einer großen Umwälzung voraus.
In Paris herrſcht— und das iſt ein bedenk⸗ liches Symptom— gegenwärtig lange ſchon eine ähnliche unnatürliche Aufregung, die alle Intereſſen haltlos macht oder verſpottet, wenn ſie ſich nicht mit pecuniärem Gewinn verknüpfen. Niemals gab es in Europa ähnliche Börſenſpeculationen, niemals eine epidemiſchere Fieberkrankheit, die den Patienten nur davon träumen läßt, ſchnell reich zu werden. Die Gründe, welche dieſes Treiben veranlaſſen, ſind freilich andere als unter der Regentſchaft, das Treiben ſelbſt aber bleibt ein Symptom, welches dem Geſchichts⸗ philoſophen in Verbindung mit einem übertrieben raſchen Pulsſchlag und mit einer geiſtigen Paralyſirung allem Idealen gegenüber einen ſchweren nationalen Krankheitsfall verkündet.
Das Aehnliche findet in Amerika ſtatt. Auch dort ſteigert ſich in der weſtlichen Metropole die Ge⸗ nußwuth und das raffinirte Calcül zu einer nie dage⸗ weſenen Höhe. Man heimſt ein, wie der beängſtigte Landmann kurz vor dem Gewitter, deſſen Gewölk ihm mit Blitz, Hagel, Sturm und Regenmaſſe die Ernte hinwegzuraffen droht. Stehen wirklich ſo furchtbar drohende Wetter am Himmel? Es ſind Mil⸗ lionen, die forſchend hinaufſchauen; ihre Gebehrden beantworten die ernſte Frage mit Ja, und die Menge hat in Summa ein ſcharfes Auge wie die Schiffer und Bergbewohner, welche ſich den Elementen gerade ſo täglich gegenüber ſehn, wie die Völker den politi— ſchen Gewalten.
Feeuillelon.
Sperielle Nachrichten über Puſchkin’s Tod.
Nach ſeiner Verheirathung mit Natalie Gontſcharow, erzählt nach einer in Petersburg erſchienenen. Brochüre von A. Ammoſſow die ruſſiſche Revue, führte Puſchkin in Peters⸗ burg ein ziemlich offenes Haus und ſtand faſt mit der ganzen
Ariſtokratie der ruſſiſchen Hauptſtadt in geſellſchaftlichem dienſt zu treten. Der junge Mann beſaß die angeborene
Verkehr. Unter den Vielen, die ſeinen Salon beſuchten, war auch ein Officier der Chevaliergarde, Baron Dantés. Dieſer Dantés war franzöſiſcher Unterthan und hatte ſich, mit einer großen Anzahl von Empfehlungsbriefen ver⸗ ſehen, nach Petersburg begeben, um in den ruſſiſchen Kriegs⸗
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