Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
239
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een heiligen Vincenz als ihren Schutzpatron verehren.

völbe, worin das Geld aufbewahrt wird, und ſagte:

Vierte

Misrellen. Ein franzöſiſcher Kalender für das Jahr 1774 enthält ſolgende Witterungsregeln: Für den 6. Januar: Les hivers qui sont les plus froids Sont ceux qui prennent vers les rois. Wir haben dieſes Jahr die Gelegenheit zu beobachten, wieviel Wahres dieſe Regel enthält. Für den 15. Januar: Les jours, quand vient la Saint-Antoine, Augmentent du repas d'un moine. Für den 18. Januar: 8 A la Chaire du bon Saint-Pierre L'hiver s'en va, s'il ne resserre. Für den 22. Januar: Prends garde au jour de Saint-Vincent; Car si, ce jour, tu vois et sens Que le soleil est clair et beau, Nous aurons plus de vin que d'eau. Darin liegt ohne Zweifel der Grund, daß die Winzer

Für den 25. Januar: De Saint-Paul la claire journée Nous dénote une bonne année S'il fait vent, nous aurons la guerre; S'il neige ou pleut, cherté sur terre; Si l'on voit épais les brouillards, Mortalité de toutes parts. Von dieſem Tage behauptet man auch, daß die Winde ſch unter einander bekämpften und der, welcher den Sieg da⸗

von trage oder vorherrſche, werde für den Reſt des Jahres C.

Friedrich der Große begleitete als Kronprinz eines Ta⸗ ges ſeinen königlichen Vater nebſt andern Officieren durch verſchiedene Zimmer und Gänge des Schloſſes. Unter an⸗ dern kam man auch an die Schatzkammer; im Vorbeigehen ſchlug der Prinz mit ſeinem Stocke an die Gitter der Ge Freuet uch, ihr mühſelig Beladenen und hart Gefangenen, denn die Zeit eurer Erlöſung iſt nahe herbei gekommen, daß ihr wan⸗ dern und lehren ſollet! Die Officiere lachten bei dieſen Worten überlaut, ſo daß es der König hörte und zu ſagen befahl, worüber man lache. Anfangs wollte keiner mit der Sprache heraus, bis der König darauf beſtand, es wiſſen zu wollen. Er ſagte zwar nichts dagegen, aber ſeine Miene drückte um ſo deutlicher das Mißbehagen darüber aus,

Leute töne.

Kleine Kritiken.

Zwei Welten. Roman von Otto Ruppius. Ber⸗

lin, Verlag von Franz Duncker. 1863. Von dieſem kleinen Roman, der ganz die beliebten Vor⸗

züge und Mängel der ſchon oft und ausführlich von uns be⸗ ſprochenen Ruppius'ſchen Erzählungen hat, genügt die fac⸗ tiſche Erwähnung ſeines Separaterſcheinens, da er durch die Gartenlaube in den weiteſten Kreiſen bekannt geworden. Druck und Ausſtattung ſind ganz gleich den übrigen in dem⸗ ſelben Verlag erſchienenen Volksausgaben des eranglen

B

Verfaſſers.

Folge. 239

Weizen und Wicken. Nach der II. Auflage des eng⸗ liſchen Originals ins Deutſche übertragen. Leipzig, Ernſt Kollmann. 1864.

Das anonyme engliſche Original hat einen raſchen Ab⸗ ſatz gefunden, und ein gewandter Ton in dieſer deutſchen Ueberſetzung wird dazu beitragen, dieſer kleinen echt engli⸗ ſchen Erzählung, in der keine Prüderie herrſcht und ſich das Treiben der höheren Stände auf den britiſchen Landſitzen lebendig abſpiegelt, ein Leſepublicum zu verſchaffen. Au⸗ genblickliche Unterhaltung iſt der dominirende Zweck dieſer wie ſo vieler Novellen; immerhin aber haben die engliſchen Arbeiten den von uns öfter erwähnten Vorzug, in der Cha⸗ rakterzeichnung, wenn ſie auch nicht ſtets glücklich iſt, eine gewiſſe Schule und gründliche Methode zu bekunden.

38 O. B.

Davenport Dunn. Der Mann der Zeit, von Charles Lever. Leipzig, Verlag von Chriſtian Ernſt Kollmann. 1864.

In viel höherem Grade finden ſich die eben erwähnten Eigenſchaften einer gewandten wohl approbirten Methode in der Charakterzeichnung bei Charles Lever, welcher als Ver⸗ faſſer vonRobert Tiernay undSir Jaſper Carew be⸗ reits auch bei uns bekannt und in ſeinem Vaterlande viel geleſen worden iſt. Er erinnert in ſeiner Art zu componiren an die Schule Thackeray's, zwar nicht immer in der geiſtigen Behandlung, doch aber in dem Princip, ſeine Perſonen zu bewegen, nämlich an verſchiedene Orte hin zu verſetzen, wo bei durch die Wechſelwirkung zwiſchen Object und Umgebung neue Anſchauungen, veränderte Viſirlinien entſtehen, die auch befruchtend auf die Eindrücke des Leſers wirken. Ein Eng⸗ länder von echtem Schrot und Korn nimmt ſich mit ſeiner Familie und allem aus England herbeigeſchleppten Lebens⸗ apparat an Sitten und Gebräuchen, Vorurtheilen und Schrul⸗ len an den Ufern des Comerſee's ganz anders aus, als in London, in Mancheſter oder auf ſeinem Jagd- und Karpfen⸗ ſchloß an irgend einem ſchottiſchenlake. Die Menſchen ſtel len ſich dem Auge des Betrachters ſo dar, wie der Spiegel ihrer Umgebung ſie zurückwirft.

Allerdings begegnet es den engliſchen Schriftſtellern, wenn ſie ausländiſche Scenerieen zeichnen wollen, viel öfter als dem Deutſchen, dabei Mangel an Terrainkenntniß zu verrathen, und wenn ſie auch hierin nicht gerade ſo kühne Schnitzer machen, wie die berühmteſten franzöſiſchen Roman⸗ ſchreiber, ſo hat doch ſelbſt der ſchon erwähnte gelehrte geni⸗ ale Thackeray über Deutſchland in ſeinemJahrmarkt des Lebens tolles Zeug producirt.

Lever's im modernen Leben ſpielender Roman, der Zeitkrankheiten und geſellſchaftliche Zuſtände ſchildert, ent⸗ wickelt ſich in großer engliſcher Breite und leidet ſelbſt auch ein wenig an jener Zeitkrankheit, die in Maſſenhaftig⸗ keit und bunter Würflung des Stoffes beſteht. Doch er iſt dabei unterhaltend, belebt und birgt im Dialog viele von je⸗ nen feinern Charakterzügen, die ebenfalls eine Eigenſchaft der engliſchen Novelliſtik ſind, und ſich auf eine genaue Beobach⸗ tung der Wirklichkeit und der bürgerlichen Entwicklung be⸗ gründen. Uebrigens iſt dieſe ſehr verzweigte Erzählung mit großer Keckheit ſo erfunden worden, daß die politiſchen Per⸗ ſönlichkeiten der Gegenwart ſammt dem ganzen engliſchen

und es fehlt zu der feierlichen Haltung diplomatiſcher Figu⸗ ren keineswegs an humoriſtiſchen Gegenſätzen. O. B.

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Regime von heute darin berührt und abgeſpiegelt werden,