größte und ſchönſte Schulgebäude der Stadt Edinburg ſein wird. Die Fonds für den Bau und die Ausſtattung dieſer Lehranſtalt verdankt man einem Vermächtniß von Sir Wil⸗ liam Fettes, der 1836 in ſeinem 86. Jahre ſtarb und ſein Vermögen, das nach der Auszahlung einiger Legate und Ver⸗ mächtniſſe auf 166,000 Pf. St. geſchätzt wurde, in den Händen von Curatoren ließ. Durch die ſorgfältige Verwal⸗ tung derſelben iſt dasſelbe ſeitdem bis zwiſchen 300,000 und 400,000 Pf. St. gewachſen, und ſomit ſahen die Cura⸗ toren ſich in den Stand geſetzt, zur Ausführung des Plans des Erblaſſers zu ſchreiten. Der verſtorbene Sir William Fettes war der Sohn eines Kaufmanns in Edinburg und er ſelbſt begann im Jahr 1768 ein Wein⸗ und Theegeſchäft in demſelben Hauſe in Highſtreet, das vor zwei Jahren ein⸗ ſtürzte und den Tod von 35 Perſonen veranlaßte. Zwanzig Jahr lang betrieb er auch das Verſicherungsweſen und eben⸗ ſo übernahm er Lieferungen für das Heer. Er war Jahre lang Mitglied des Gemeinderathes und von 1785 bis 1799 Bailie der Stadt. Im Jahr 1800 hatte er ſein Geſchäft eingeſtellt und in dieſem Jahr wurde er zum Lord Provoſt erwählt, welche Stelle er zwei Jahr lang verwaltete. Nach ſeinem Rücktritt von demſelben wurde er zum Baronet ernannt, doch 1805 bereits wieder zum Lord Provoſt erwählt. Er hatte einen einzigen Sohn, der 1815 ſtarb. Sein Vermö⸗ gen beſtand beſonders in Gütern in verſchiedenen Gegenden Schottlands, mit deren Verbeſſerung er ſich ſehr thätig be⸗ ſchäftigte. Die Curatoren verkauften eins der Güter und kauften dagegen drei neue, von denen das eine in der Nähe von Edinburg liegt. Das zu erbauende neue Gebäude der Anſtalt wird von 20 Morgen Landes, die zu Spielplätzen und Gärten benutzt werden ſollen, umgeben ſein und nord⸗ weſtlich von der Stadt in einer ſehr maleriſchen Nachbar⸗ ſchaft liegen. Die Curatoren haben beſchloſſen, daß in die Anſtalt 50 Zöglinge aufgenommen werden ſollen, deren Eltern entweder geſtorben ſind, ohne die Mittel zu hinterlaſſen, ihren Söhnen eine gute Erziehung zu verſchaffen, oder deren noch lebenden Eltern in Folge unverſchuldeten Unglücks es un⸗ möglich wird, ihren Söhnen eine niſſenſchaftliche Erzieh⸗ ung zu Theil werden zu laſſen. 50 andre Knaben ſollen gegen Bezahlung von Schulgeld zugelaſſen werden, den Un⸗ terricht mit den Zöglingen zu theilen. Der Unterricht ſoll die alten und negern Sprachen, Mathematik und ſolche Zweige einer wiſſenſchaftlichen und artiſtiſchen Erziehung umfaſſen, welche die Curatoren für nöthig erachten. Knaben, welche keine befriedigenden Fortſchritte machen, werden aus der Anſtalt entfernt. Die Curatoren ſind ermächtigt, zwei Stipendien, jedes von 60 Pf. St. und vier Jahre dauernd, zu vergeben, und zwar das eine an einen Zögling der Anſtalt, das andre entweder an einen Zögling oder einen der Mit⸗ ſchüler, welche dann die Univerſität in Edinburg zu beſuchen
Novellen⸗Zeitung.
Ein engliſches Teſtament. Ein ſehr reicher Engländer, der kürzlich am Spleen ſtarb, hatte demjenigen unter dem Leichengefolge, welcher bei
ſeinem Begräbniß lache, eine ſehr bedeutende Summe ver⸗ macht.
niſſes, das geheim zu halten ihm von dem Erblaſſer zur
veranlaßt ſehen würde.
den und er ſegnete aus ganzem Herzen die Leichenrede des
plötzlich eine Katze aus dem anſtoßenden Zimmer herbeikam und auf die Schultern einer jungen Dienerin ſprang, die ſich in einem Winkel
ſelben verlieren ſollte, bitterlich weinte.
Die Leichenceremonien werden in England in gewiſſen Fällen in dem Zimmer des Verſtorbenen gehalten.
Bei der ganz unerwarteten Erſcheinung der Katze brach die Dienerin mitten unter ihren Thränen zum großen Scan⸗ dal der Leidtragenden plötzlich in ein lautes Gelächter aus,
Veranlaſſung, als der ganz außer Faſſung gerathene Notar der Familie des Verſtorbenen die bedeutende Erbſchaft mel⸗ dete, welche jenem Mädchen für ihr ganz zufälliges Geläch— ter zu Theil geworden ſei. C.
Ein neuer Katarakt.
Nach dem Courrier des Etats-Unis iſt kürzlich in dem Gebiete von Columbia ein neuer Waſſerfall entdeckt worden, der an Größe die Niagarafälle in demſelben Grade übertref⸗ fen ſoll, wie dieſe andre in der Welt beſtehende Katarakte an Großartigkeit überragen. Die Entdeckung desſelben ſoll in folgender Art ſtattgefunden haben.
Eine Abtheilung Truppen war in das Snake⸗Riverthal, früher Lewis Fork genannt, geſchickt worden, um daſelbſt eine Recognoscirung vorzunehmen. Dieſe hörte ſeit zwei Tagen ein dumpfes, anhaltendes Brauſen, und zuletzt beſchloſ⸗ ſen die Officiere, von dem Geräuſch geleitet, den Urſprung desſelben zu erforſchen, und ſie ruhten nicht, bis ſie ihre Wiß⸗— begierde befriedigt hatten.
Mit wahrhaftem Erſtaunen fanden ſie, daß der Snake⸗ Fluß, der an Größe dem Niagara nicht nachſteht, ſich 198 Fuß hoch, demnach um 38 Fuß mehr als der Niagarafall,
und den Curſus daſelbſt zu machen haben. Dann dürfen die Curatoren auch zwei Stipendien à 100 Pf. St. jährlich ſtiften, welche ſolche jungen Männern, die vier Jahr lang in Fettes College waren und die ſchon einen akademiſchen Grad in den Künſten erlangt haben, auf beliebige Jahre zu Theil werden ſollen. Die Curatoren haben bei der Entwerfung
ſenkrecht in einen Abgrund herabſtürzt. Die compacte Waſ⸗ ſermaſſe gleicht in ihrem Herabſtürzen einer ſchönen Kry⸗ ſtallſcheibe. In der Tiefe des Abgrunds angekommen, ſetzt der Fluß ſeinen ſchäumenden, geräuſchvollen Lauf fort und in den nächſten ſieben engliſchen Meilen desſelben ſenkt er
der Statuten beſonders Kinder der höhern und gebildeten Claſſen, denen in Unglücksfällen kein Anſpruch an die beſte⸗ henden Stiftungen zu Gebote ſteht, ins Auge gefaßt, um es denſelben möglich zu machen, ſich eine wiſſenſchaftliche Bil⸗ dung zu erwerben und ſo ſich ihre Zukunft zu ſichern.
ſich in einer Reihe von Cascaden und Flußſchnellen noch um weitre 700 Fuß. Eine Beſtätigung dieſer intereſſanten Nachricht iſt zu erwarten.
Der Notar des Verſtorbnen befand ſich ganz allein im Beſitz des Geheimniſſes dieſes ſonderbaren Vermächt⸗
ſtrengſten Pflicht gemacht worden war, die er um ſo gewiſ⸗ ſenhafter ausführte, weil das Vermächtniß ihm ſelbſt zufallen ſollte, wenn bei der Beerdigung ſich Niemand zum Lachen Er unterſuchte daher auch mit dem lebhafteſten Intereſſe die traurigen Geſichter der Beiwohnen⸗
Geiſtlichen, die nur zum tiefſten Ernſt ſtimmen konnte, als
hielt und nicht über den verſtorbnen Herrn, wohl aber über die Stelle, die ſie durch den Tod des⸗
weshalb ſie ſofort mit Schmach aus dem Zimmer fortgewie⸗ ſen wurde; doch der Scandal gab zum neidiſchen Verdruß
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