Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
237
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Zuletzt haben wir aus ſeinem Leben noch zu erwähnen,

daß Thackeray ſich im Jahr 1848 unter den Advocaten⸗

ſtand in Temple Inn aufnehmen ließ, ohne daß es ihm in⸗ deſſen je in den Sinn gekommen wäre, in dieſer Eigenſchaft zu prakticiren.

Im Jahr 1857 trat er auch als Candidat für den Un⸗

terhausſitz der Stadt Oxford auf, wo er Einem der Peeliten,

dem Honorable Edw. Cardwell gegenüber ſtand, welcher mit einer Majorität von funfzig Stimmen über ihn ſiegte. Dieſe

Niederlage nahm er ſehr ruhig auf, denn er war ehrlich ge⸗ nug geweſen, den Wählern ſelbſt zu ſagen, daß Mr. Card⸗

well als Politiker ihm überlegen ſei.

Seine Verehrer beklagen, daß er, welcher zu zwei ver⸗ ſchiedenen Zeiten eine Reiſe nach Amerika gemacht hat, wie ſeine Reiſeluſt überhaupt ihm treu blieb, nicht ein Werk über die neue Welt veröffentlicht habe, weil ein ſolches ſicher höchſt intereſſant ausgefallen ſein würde.

Durch die Entſcheidung eines uralten Proceſſes gelangte er in den letzten Jahren ſeines Lebens wiederum in den Be⸗ ſitz eines ſehr großen Vermögens. In Folge deſſen erbaute er ſich in Kenſington ein Wohnhaus, das ganz ſeinem Ge⸗ ſchmacke entſprach, in welchem er mit ſeinen beiden Töchtern lebte(ſeine Gattin leidet ſeit Jahren an einer Geiſteskrank heit) und eine edle Gaſtfreundſchaft übte, von Allen, die ihn kannten, geehrt, ein Wohlthäter, der ganz im Stillen der Noth⸗ manches Schriftſtellers und Künſtlers abhalf und in jeder Beziehung und in der ſchönſten Bedeutung des Wortes ein Gentleman. Die Anſichten ſeiner Landsleute über ſein lite⸗ rariſches Talent ſind von einander abweichend, doch darüber, daß ſein Charakter als Menſch makellos war, herrſcht nur eine Stimme, und das geſtehen ſeine Gegner eben ſo gut ein, wie die Perſonen, die ihm im Leben nahe ſtanden.

Thackeray's Zeit war, da er zu gleicher Zeit den Pflich⸗ ten als Literat und als vornehmer Mann Genüge zu leiſten hatte, ganz ungewöhnlich in Anſpruch genommen, denn wäh⸗ rend der Saiſon dinirte er oft außer dem Hauſe, er beſuchte die Theater und war Mitglied dreier Clubs, Athenäum, Reform und Garrick, während er auch noch manchen gerin⸗ gen Verbindungen angehörte, und unter dieſen Umſtänden iſt es doppelt zu bewundern, daß er trotzdem als Schriftſteller ſo viel leiſtete.

Von Perſon war Thackeray ein großer, ſtarker Mann mit einem gewaltigen Kopfe, einem reichen Haarwuchs, ſchö⸗ nen Augenbrauen, ſanften und doch lebhaften graublauen Augen und einer plattgedrückten Naſe, die Folge eines Fauſt⸗ ſchlags, der ihm in Charterhouſe von einem ſeiner Schul⸗ cameraden verſetzt worden war, deren Wirkung aber durch ſeinen ſchön geformten Mund völlig ausgeglichen wurde.

Dieſer Mann, von dem James Hannay in ſeinem Nachrufe, den er dem Entſchlafenen im Edinburgh Courant widmete, ſchließlich ſagt:Seit ſehr langer Zeit hat Eng⸗ land keinen ſolchen Sohn verloren, und es mag lange dauern, ehe es einen ähnlichen wieder zu verlieren haben wird, ruht ſeit dem 30. Dec. auf dem Friedhof Kensal Green, an der Weſtſeite von London in Harrow Road gelegen, welcher dem Pariſer Gottesacker Père-la-Chaise nachgebildet und allen Confeſſionen geöffnet iſt. Dort wurde er, wie er es in geſunden Tagen angeordnet, Mittags ohne alles Ge⸗ pränge in einem Sarge, welcher die einfache Aufſchrift trug: William Makepeace Thackeray, Esq. Died 24. Decem- ber, aged 52 years in der Familiengruft der Thackeray's beigeſetzt, doch obwohl nur die nächſten Verwandten zum Begräbniß eingeladen waren, ſo hatten ſich doch gegen 1000

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Leidtragende aus allen Ständen, vorzüglich aber Gelehrte, Literaten und Künſtler, zum Theil aus weiter Ferne einge⸗ funden, um dem Manne, den ſie im Leben ſo hoch geſchätzt, auch noch im Tode eine letzte Ehre zu erweiſen. Unter dem Leichengefolge befand ſich auch Dickens, mit dem Thackeray im Leben wetteiferte, was aber der Freundſchaft zwiſchen Beiden nichts ſchadete, wie ſich das auch aus dem ſchönen Nachruf ergiebt, welchen Dickens dem der Welt ſo plötzlich Entriſſenen im Cornhill Magazine widmet, worin er am Ende ſagt:

Auf dem Tiſche vor mir liegt Alles, was er von ſei⸗ ner letzten Erzählung geſchrieben hat. Daß es für einen Jeden, am meiſten aber für einen Schriftſteller ſehr traurig i*ſt, dieſe Beweiſe gereifter Pläne, die nie zur Ausführung gelangen ſollten, Abſichten, mit deren Ausführung der An⸗ fang gemacht worden war und welche doch beſtimmt waren nie vervollſtändigt zu werden, die ſorgfältige Vorbereitung für lange Wege des Gedankens, die er nie durchwandern ſollte, und für glänzende Zwecke, die zu erreichen ihm nicht vergönnt war, vor ſich zu ſehen, wird man ſicher glauben. Der Schmerz, den ich bei dem Durchleſen fühlte, war indeſſen nicht tiefer, als die Ueberzeugung, daß er ſich des geſundeſten und kräftigſten Geiſtes erfreute, als er an ſeinen letzten Werke arbeitete. In Betreff der ernſten Gefühle, des weit ausſehenden Ziels, des Charakters, der Nebenſachen und et⸗ was Pittoresken glaube ich, daß dieſe Erzählung zu ſeinen beſten Werken gehört. Daß er es ſelbſt dafür hielt, daß er mit großer Liebe daran arbeitete und die größte Mühe darauf verwandte, ſehe ich beinah auf jeder Seite.... Es iſt ſehr merkwürdig, daß in Folge des beſondern Baus der Erzäh⸗ lung mehr als ein Hauptvorfall, der gewöhnlich an's Ende einer ſolchen Dichtung gehört, bereits im Anfange angedeu⸗ tet iſt, und deshalb zeigt ſich in dem Fragment eine Annähe⸗ rung zur Vollſtändigkeit hinſichtlich der intereſſanteſten Per⸗ ſonen zum Vergnügen des Leſers, was kaum beſſer hätte er⸗ reicht werden können, hätte der Verfaſſer die Unterbrechung derſelben vorher geſehen. Die letzte Zeile, welche er ſchrieb, und die letzte Correctur, die er daran vornahm, befinden ſich unter den Papieren, deren Durchſicht mir ſo ſchmerzlich war. Die Beſchaffenheit der kleinen Blätter ſeines Manuſeripts, als der Tod ſeine Hand erſtarrte, beweiſt, daß er ſie bei ſich geführt und ſie oft aus ſeiner Taſche herausgenommen hat, um ſie ſorgfältig durchzuſehen. Die letzten Worte, welche er auf den Correcturbogen ſchrieb, waren:»Und mein Herz klopfte von dem ſchönſten Wonnegefühl!« Möge an jenem Weihnachtsheiligenabend, als er ſeine Hand zurück auf ſein Kopfkiſſen legte und ſeine Arme ausſtreckte, wie er zu thun gewohnt war, wenn er ſich ſehr ermüdet fühlte, das Bewußt⸗ ſein der erfüllten Pflicht und die Hoffnung des Chriſten, die ihn durch das Leben begleitete, ſein Herz ſo haben ſchlagen laſſen, als er zur Ruhe ſeines Erlöſers einging.

Es iſt die Rede davon, daß dem Entſchlafenen im Poe⸗ tenwinkel der Weſtminſterabtei ein Denkmal errichtet werden ſoll; das ſchönſte Denkmal hat er ſich in ſeinen Schriften ſelbſt geſetzt. C.

Fettes College in Edinburg.

Edinburg wird ſich in der Kürze im Beſitz einer neuen wichtigen Lehranſtalt ſehen, um die es vielfach beneidet wer⸗ den wird. Es ſind nämlich Contracte für den Bau eines Lehrgebäudes, das 80,000 Pf. St. koſten wird, abgeſchloſſen

worden, welches, wenn es vollſtändig hergeſtellt iſt, das