Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
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ny's Vorleſungen anders ſagen, als daß ſie mich auf's Gewaltigſte ergriffen, und auf mein ganzes Leben und Studieren entſchiedenen Einfluß er langten.

Wir wurden bald gleicher Anſicht und Geſin⸗ nung für den verehrten Lehrer, deſſen Vorleſungen wir nicht verſäumten, und ebenſo mit Enthuſiasmus und Bewunderung erfüllt wurden. Seine Methodo⸗ logie führte uns namentlich auf den richtigen Weg des Studirens und des Benutzens der Quellen.

Ich ſelbſt blieb mit ihm durch wiſſenſchaftliche Beziehungen in einem freundlichen Verkehr, und wie ich im Jahre 1821 eine Zeitlang in Berlin lebte, hat er mich auf's Gütigſte empfangen und mir viel Wohlwollen erwieſen. Es freute ihn auch mich ſei⸗ nen Freunden als Einen ſeiner älteſten Zuhörer aus Marburg vorzuſtellen. Ich ging einſt mit ihm und ſeinem Freund Eichhorn ſpazieren. Es wurde von vielerlei Dingen geſprochen, und namentlich auch von Marburg. Savigny erzählte:Ich kam ziemlich unreif auf die Univerſität und hatte keine andere Abſicht als auf den Hofgerichtsaſſeſſor los zu ſteuern; da gerieth ich in die treffliche Biliothek des Pro⸗ feſſor Weis, dieſes lieben, humanen Mannes, der mir gern die Benutzung derſelben geſtattete. Sie war ſein Stolz und ſeine Freude, denn er hatte keine Koſten geſcheut, um die trefflichſten und ſeltenſten Werke über römiſches Recht, auch einen Schatz von Handſchriften zuſammen zu bringen. Ich fing an zu ſtudiren, mit Luſt und Eifer; und mein Entſchluß war bald gefaßt, mich nur der Wiſſenſchaft, dem Quellenſtudium und dem akademiſchen Leben zu wid⸗ men. So wirkt oft ein Zufall auf das ganze Leben und die Beſtimmung des Menſchen.

Savigny's Studien wurden immer umfaſſender und

Novellen⸗

Zeitung.

eine Reiſe nach Paris zu machen, um die dortige Bibliothek und Handſchriften⸗Sammlungen zu be⸗ nutzen. Er proponirte ſeinem fähigſten Schüler und Freund, Jakob Grimm, ihn dahin zu begleiten und

Dieſer ſah das Ehrende und Nützliche des ein; das Haupthinderniß war vom geliebten Bruder, der noch immer ſchwach, kränk⸗ lich und dadurch ängſtlich war. Ich half willig dieſem Bedenken ab, und erbot mich, gleich mit der Abreiſe zu dem Bruder Wilhelm zu ziehen und als ſein äl⸗ teſter Freund mit brüderlicher Liebe für ihn zu ſor⸗

aber die Trennung

ernſter, und ein Jahr nach unſrer Ankunft beſchloß er,

gen. Beide waren nun beruhigt, und ich lebte mit Wilhelm ganz ſo, wie es Jakob gethan hatte. Wir ſtudirten fleißig, laſen mit beſter Auswahl, und jeden Abend führte ich ihn ſpazieren und zwar in der Kaſta⸗. nienallee vor dem Barfüßerthor, denn er konnte nicht, wie ich, über Berg und Thal und durch die Wälder ſchweifen. Ich hatte mich ſo daran gewöhnt ihn zu führen, daß, wenn wir herausgingen, ſich unwillkür⸗ lich mein Arm bog. Sein ängſtliches Weſen warf ſich beſonders auf Feuersgefahr. Ich hatte die durchs ganze Leben beibehaltene Gewohnheit, Abends im Bett auch noch mit einer leichten Lectüre einzuſchla⸗ fen; der Freund konnte aber nicht ſchlafen, ſo lange er Licht ſah, und ich unterließ gern das Leſen und löͤſchte das Licht. Immer aber war er bange, es könne ein Unglück geſchehen. Er fragte zum Oefteren, ob das Licht auch wohl ganz aus ſei, und ermahnte mich jeden Abend, ſich aus ſeinem Bett erhebend, mit ſanfter Stimme, daß ich das Licht nicht ausblaſen, ſondern mit dem kleinen blechernen Deckel löſchen

ſolle, damit kein Funke umher fliegen könne. Ueb⸗ rigens lebten wir einig und zufrieden mit einander, und hielten uns auch ziemlich geſund, wie in meinem Tagebuche bemerkt ſteht.(Schluß folgt.)

Feuilleton.

William Makepeare Thackeray.

Das letzte merry Christmas wurde in England durch die Trauerkunde ſehr getrübt, daß der ſo allgemein geachtete humoriſtiſche Schriftſteller Thackeray, der im Auslande faſt nicht weniger bekannt war, wie unter ſeinen eignen Lands⸗ leuten, in der Nacht vom 23. zum 24. December ſo plötzlich wie unerwartet geſtorben ſei. Man fand ihn nämlich des Morgens todt in ſeinem Bette, ſo daß dieſer Todesfall ganz unwillkürlich an den drei Jahr früher ebenfalls zur Weih⸗ nachtszeit erfolgten Tod des Geſchichtsſchreibers Macaulay

erinnerte

der in der Mitte einer von ihm eingeladenen Ge⸗

ſellſchaft durch einen Schlagfluß den Seinigen, ſeinem Vater⸗ lande und der Welt entriſſen wurde. Es verſtand ſich ganz von ſelbſt, daß alle engliſchen Blätter dem dahingeſchiedenen Thackeray einen mehr oder weniger langen Nachruf widme⸗ tten, die übrigens alle darin übereinſtimmten, daß ſie von dem Verſtorbenen nur Ehrenvolles und Rühmliches zu mel⸗ den wußten. Das geſchah aber keineswegs, um der Maxime De mortuis nil nisi bene treu zu bleiben, ſondern weil Thackeray nicht nur ein ausgezeichneter Literat, ſondern

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tion of! ihm bei den vorhabenden Arbeiten behülflich zu ſein.

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