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Vierte Folge.
ſich hinzugedrängt und begreifen ſchnell, was vorge⸗ Pre⸗ mier mit Bitten, aber er iſt wirklich zu aufgebracht, denn er hat das ſehr wahre Sprüchwort vergeſſen:
„Undank iſt der Welt Lohn.“
Man ſtürmt auf ihn und Berthachen ein, auf ihn mit Bitten, zu Bertha ſagt ihre Freundin Louiſe:
„Mädchen, blamire Dich doch nicht ſo!“
„Liebſter, beſter Roſenkranz,“ flüſtert ihm der ſarkaſtiſche Lieutenant in die Ohren,„ich werde Sie doch nicht fordern!— Verſtehn Sie doch: ich thue ja nur des Mädchens wegen ſo, denn das Mädchen— iſt gut.“
„Ich werde morgen meinen ſchwarzen Moirérock anziehn und ein Mieder,“ ſchluchzt Bertha, die ſich überwältigt ſieht.
„Bleiben Sie, Herr von Roſenkranz,“ bittet Selma.
„Ja, ich werde bleiben! Verzeihen Sie mir aller⸗ ſeits meine Heftigkeit,— wenn Sie aber die Leiden und Mühen eines Regiſſeurs vom Liebhabertheater kennen würden!— Alſo, theuerſtes Fräulein Schmidt, es bleibt dabei, daß Sie den ſchwarzen Moirérock anziehen, nicht wahr?“
„Auf Ehre!“ ſtammelt Fräulein Bertha unter Thränen.
Die Verſöhnung iſt wieder hergeſtellt, die Gene⸗ ralprobe kann beginnen.
„ Sie geht, den Verhältniſſen nach, glücklich von ſtatten; der Premier ſitzt in dem Souffleurkaſten und läßt ſich nicht mehr auf Lob oder Tadel ein. Lieu⸗ tenant von Langen hat ſeine Rolle noch immer nicht gelernt, Tinchen geſticulirt noch immer nach der alten Manier, und Fräulein Bertha ſpricht etwas weiner⸗ lich, aber der Premier ſcheint von alle dem Nichts mehr zu hören und zu ſehn.
„Mag's gehen, wie es will,“ denkt er bei ſich; „ich habe mehr als meine Schuldigkeit gethan.“
Die Kinder applandiren ſtürmiſch, und die Dienſt⸗ mädchen, die dies nicht wagen, kichern untereinander und amüſiren ſich dabei gottvoll.
„Im Ganzen doch immer noch beſſer, als ich dachte,“ urtheilt Herr von Roſenkranz, als er nach dem dritten Acte ſein Buch ſchließt.„Nun gebe Gott nur, daß Fräulein Schmidt morgen ihren ſchwarzen Moirérock anzieht und daß auch übrigens Alles glück⸗ lich abläuft!“
So war denn der große Tag oder vielmehr Abend herangekommen, an dem der„Ball zu Ellerbrunn“ auf dem neu eröffneten Liebhabertheater in P. in Scene gehen ſollte. Vor der Thür der ſtädtiſchen
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Reſſource brannten
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zwei Laternen, auf dem Flur ſtand ein in(Livree ge⸗ ſteckter Musketier, der die Wagenſchläge öffnen ſollte, aber es fuhr kein Wagen vor, Alle kamen zu Fuß. Auf dem Flure war die Garderobe für die Herren, in dem kleinen Zimmer links für die Damen; die Majorin hatte Lieschen als Garderobière abgetreten.
Der dicke unverheirathete Hauptmann, der auf der Bühne nicht zu verwenden geweſen war, ſtand an der Thür des Theaterſaales mit dem Helme in der Hand und empfing die eintreffenden Damen, um ſie auf ihre Plätze zu geleiten. Er ſchwitzte und ſeufzte unaufhörlich und flüſterte dabei dem Stadt⸗ kämmerer, der der zweite Chapeau d' honneur war, mit dem glaubwürdigſten Geſichte zu:
„Lieber Herr, ich ſpiele nie wieder Liebhaber⸗ theater, auf meine Ehre nicht!“
Aber der gute Hauptmann von Steinbach kam endlich auch zum Sitzen, als ſich die ganze Geſell⸗ ſchaft geſammelt hatte; er ließ ſich nun ſo recht ge⸗ müthlich nieder, kreuzte die Arme und puſtete ziem⸗ lich laut.
„Nun kann's meinetwegen losgehen,“ ſagte er zu dem Stadtkämmerer.
Während in dem übervollen Saale Alle ebenſo dachten, ſtand der Premierlieutenant von Roſenkranz im Leibrocke vor dem Souffleurkaſten und hielt in der einen Hand das Buch, aus dem er ſouffliren wollte, in der anderen die Klingel. Er hatte alle Mitſpieler noch einmal Revüe paſſiren laſſen und war im all⸗ gemeinen zufrieden; ſelbſt Fräulein Bertha Schmidt fand heute Gnade vor ſeinen Augen, denn ſie hatte ihren ſchwarzen Moiré⸗Rock angezogen und ſah allen⸗ falls wie eine Köchin aus.
„Sehr geſchmackvoll!“ hatte der Premier freund⸗ lich zu ihr geſagt, und der ſarkaſtiſche Lieutenant: „Fräulein Bertha, Sie ſind heute reizend!“— Das hatte natürlich genügt, die junge Dame ſehr glücklich zu ſtimmen.
„Jetzt, meine Herrſchaften, geht es an; die Spie⸗ ler der erſten Scene auf die Bühne! die anderen hinter die Couliſſen. Paſſen Sie um Gotteswillen
auf ihre Stichworte auf. Kann ich jetzt zum erſten ſ
Male klingeln?“
Der Premier klingelte. Hinter dem Vorhange im Saale wurde es mäuschenſtill.
„Schön, ſehr ſchön! Lieber Laugen, verlaſſen Sie ſich ganz auf mich!— Bitte, beſtes Fräulein Schmidt, lachen Sie nicht wieder. Fähnrich, nehmen Sie alle Ihre Gedanken zuſammen!“
Der Premier klingelte zum zweiten Male und verſchwand dann blitzſchnell in den Souffleurkaſten.
„Alles bereit?— Gut, jetzt aufgepaßt!“


