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So arbeitet man ſich denn bis zum Ende des zweiten Actes durch, worüber ziemlich drei Stunden vergehn. Der Premier iſt ganz düſter geworden, nur wenn Fräulein Selma Reichenau auftritt und die Scene ſich glatt abſpielt, ſtrahlt ſein Blick. Hin und wieder ſieht man einen der Mitſpieler oder eine der Mitſpielerinnen die Hand vor den Mund halten und dahinter gähnen.
„Lieber Roſenkranz,“ ſagt der Lieutenant von Langen laut zu dem Premier, als eben der dritte Act beginnen ſoll,—„wie wär's denn, wenn wir die weitere Probe bis morgen verſchieben möchten? Leider haben die Meiſten von uns ihre Rollen noch nicht ganz inne,—bis morgen aber—“
„Ach ja! bis morgen haben wir noch vierundzwan⸗ zig Stunden Zeit zum Lernen!“ rufen Mehrere.
„Nein, meine geehrten Herren und Damen, das geht nicht. Wir müſſen doch endlich einmal damit durchkommen,“ erwiderte der Premier ernſt.
„Wahrhaftig, bis morgen haben wir Alle ge⸗ lernt. Heute geht es doch nicht gut; wenn wir jetzt lieber—“
„Ein Tänzchen, lieber Roſenkranz,— mit Ihrer Erlaubniß!“ ruft Lieutenant von Langen.
n ga, ein Tänzchen! eine einzige Polka. Lie⸗
. uon Roſenkranz,— beſter Camerad!“
Alles drängt ſich um den verzweifelnden Re⸗
un zeht, daß er ſchwankt, und verdoppelt
wie Sie befehlen,“ ſagt er reſignirt und Doch zu.
nrauf ſind die Paare angetreten,
lenant präludirt bie Polka auf dem
a. utenant tanzt ebenfalls, was bliebe ihm auch Anderes übrig? Er hat Fräulein Selma Reichenau engagirt.
„Wie findeſt Du Selma Reichenau?“ fragt Fräu⸗ lein Bertha Schmidt ihre Freundin Louiſe Dreßler, welche die Sabine in dem Luſtſpiele macht, als der Tanz vorüber, oder vielmehr eine Pauſe in demſel⸗ ben eingetreten iſt.
„O, Selma iſt ein gutes Mädchen,— aber weißt Du, Bertha, ſie iſt doch ſchon ein bischen alt.“
„Aber haſt Du nicht geſehen, wie flott ſie ge— tanzt hat?“
„Ja, es iſt merkwürdig, ſie hat ſchon ſeit beinahe fünf Jahren nicht mehr getanzt.“
„Hm, aber nun der Lieutenant von Roſenkranz wieder hier iſt—“
„Ach, ſie wird doch nicht ein Auge auf ihn
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Er ſieht ſie Man ſagt, er ſolle ſchon
Solge.
„Vielleicht alle beide, Louischen. auch immer ſo groß an. früher—“
„Davon können wir Nichts wiſſen, Bertha, wir gingen ja damals noch in die Schule.“
Louischen begleitet die letzten Worte mit einem ſpöttiſchen Blicke, und beide Mädchen lachen.
Man tanzt noch einen Walzer und einen Galopp; Selma tanzt den erſteren mit dem Lieutenant von Langen, wobei der Premier ſehr finſter ausſieht, und den zweiten Tanz wieder mit dem Premier, der nun ſehr freundlich ausſieht. Dann meint die Ehrendame, es ſei Zeit zum Aufbruche, und geht mit Tinchen von Dierking nach Hauſe. Hier und da blitzen kleine Licht⸗ pünktchen von Laternen in den ſchon öden Straßen, hier und da hört man leiſe flüſtern:„Auf morgen Abend zur Probe!“ und„Danke ſcheenſtens, Herr Leitnant.“
Dann ſchläft Stadt und Feſtung, nur die Nacht⸗ wächter rufen in der erſteren ihr monotones:„Glock hat Eilf geſchlagen!“ und die Schildwachen auf den Wällen der letzteren ihr langgezogenes„We— e— rda?“ und in der Kaſematte des Premierlieutenants von Roſenkranz iſt noch Licht, denn er raucht im Bette noch ſeine Cigarre und denkt an ſein Liebhabertheater und an— Stille!
Die Proben haben vierzehn Tage lang gedauert, und es kommt nun zur Generalprobe im Coſtüm,— anderen Tages ſoll die Aufführung ſtattfinden und ihr ein glänzender Ball folgen. Mit unſäglicher Mühe hat es der Premier dahin gebracht, daß ſämmt⸗ liche Familien von der Feſtung daran Theil nehmen; hätte Tinchen nicht mitgeſpielt, das wäre nimmermehr geſchehen. Herr von Roſenkranz hat viel unter der Laſt, die gemeinſame Reſſource einzuleiten, gelitten; er iſt faſt nicht mehr aus Leibrock und Federhut ge⸗ kommen.
Zur Generalprobe werden nur die Kinder aus den Familien zugelaſſen und die Dienſtmädchen mit den Laternen; es wird ganz ſo geſpielt, wie es am folgenden Tage geſchehen ſoll.
Der Premier muſtert, ehe er ſich in den Souff⸗ leurkaſten ſetzt, erſt die Coſtüme der Schauſpieler und Schauſpielerinnen. Den Fähnrich hat er ſelbſt als Bedienten ausſtaffirt; er trägt eine fingerbreite un⸗ echte Goldlitze, die über die rothe Bieſe genäht iſt, an den Unausſprechlichen, eine gelb und ſchwarz ge⸗ ſtreifte Livreeweſte und einen blauen Frack mit gol⸗ denen Knöpfen, den der erſte Lehrer der ſtädtiſchen Schule mit großer Gefälligkeit geliehen hat.
Auch für den Lieutenant von Langen hat der Premier eine Anleihe bei dem Doctor beſorgen müſſen;
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