Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
221
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Vierte Folge.

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Feuilleton.

Die größten Kunſtreiter.

Bekanntlich zeichnen ſich viele Naturvölker durch eine V 3 T 1 6 Auch die Beduinen, den Zügel auf den Hals des Pferdes ſinken, ſtellt ſich ſenk

große Geſchicklichkeit im Reiten aus. Kirgiſen, Ungarn und Polen leiſten Namhaftes in dieſer Technik; aber faſt Alles, was Augenzeugen von dieſen Cen⸗ tauren erzählen, wird doch mehr oder weniger von den einzel⸗ nen Leiſtungen übertroffen, welche der gebildete Europäer ſeit einem Menſchenalter in London, Paris und in deutſchen Städten im olympiſchen Cirkus von Loiſſet bis auf Carré zu ſehen gewohnt war. Alle dieſe Thaten aber werden durch die Comanchen in Amerika weit in den Schatten geſtellt. Wenn die nachfolgende Schilderung auch etwas lebhaft ge⸗ malt ſein mag, ſo bleibt doch das Reſultat immer ein merk würdiges.

Dieſe Comanchen ſind ein herrlicher Menſchenſtamm; die Körper ſind groß und kräftig und auf das Ueberraſchend⸗ ſte ſchön geformt, ihre Gewandtheit gebt über alle Begriffe, gegen ihre Kühnheit im Reiten, gegen ihre Geſchicklichkeit da rin ſind ſelbſt diejenigen, welche ſich durch Productien von Kunſtſtücken ihr Brod erwerben, nur Stümper. In der Regel haben ſie gar keinen Sattel, wohl aber einen Gurt mit zwei Stricken als Bügel und mit zwei Schlingen in der Nähe des Widerriſt, durch welche ſie bald den einen, bald den andern Arm ſtecken, wenn ſie ſich ſeitwärts vom Pferde werfen. Dieſes Letzteren bedienen ſie ſich nämlich als Schildes. Sowie ihr Feind den Pfeil auf den Bogen bringt, hängen ſie ſich mit der ganzen Länge ihres Körpers auf die entgegengeſetzte Seite, nur der Arm liegt über den Hals des Thieres und der Fuß der nämlichen Seite ruht auf der Kruppe, wobei es bei der unglaublichen Muskelkraft und bei der Uebung dieſer Leute ihnen ſofort möglich wird, ſich em por zu richten und auf den Rücken des Thieres zu kommen.

Ihre Pferde ſind ſo trefflich geſchult, daß ſie niemals das Gleichgewicht verlieren, ſondern in dem Augenblicke, da der Körper des Reiters ſich auf die linke Seite legt, mit ihrer ganzen Schwere ſich auf die rechte Seite neigen, um die Ba⸗ lance zu erhalten; ſo auch bleiben ſie in dem Galopp, in welchem ſie waren, als der Reiter auf dem Rücken ſaß, und ſie machen dieſen Galopp ſo gleichmäßig, ſo taktmäßig, daß es dadurch möglich wird, vom Pferde aus zu ſchießen.

Gerne bedient ſich hierzu der Comanche des Feuerge⸗ wehres, doch niemals iſt er nur mit dieſem allein bewaffnet; immer hat er auch noch Bogen und Pfeile bei ſich, welche er trefflich zu handhaben und auf große Entfernung ſicher zu verſenden weiß, wobei es ihm ganz gleichviel iſt, in welcher der beiden Hände er den Bogen hält. Es iſt immer dieje⸗ nige, welche über dem Nacken des Thieres liegt, indeſſen er in der andern Seite, den Pfeil auf der Bogenſehne haltend und mit dem Kopf unter den Hals des Thieres geneigt, um zu zielen, den Pfeil im raſcheſten Galopp ſo ſicher verſendet, wie ein geſchickter Büchſenſchütze, wenn er ruhig ſteht und ſein Gewehr aufgelegt hat, die Kugel verſendet.

und mit ihm unter den geſpaltenen Klauen des mächtigen Stieres zu Brei getreten werden. In ſolchem Falle läßt er

recht auf deſſen Rücken, und in dem Augenblicke, wo der Stier ihm nahe genug iſt und den Kopf ſenkt, um dem Pferde den Leib aufzuſchlitzen, verläßt der Comanche mit einem küh⸗ nen Sprunge ſein ſchönes Thier, das nun, einer großen Laſt erleichtert, flüchtig dahinſauſt, während er ſelbſt auf dem Rücken des wüthenden Stieres ſteht und ſich in der dicken Mähne ſeines Halſes feſtklammert, indeſſen das ungebehrdige Thier vergeblich den Kopf in die Höhe wirft, um ſeinen Reiter hinter ſich zu tödten. Das Meſſer des Comanchen wird dabei dem Stiere zwiſchen den oberſten Halswirbel und den Schädel geſchoben, das Rückenmark wird vom Gehirn getrennt, und der mächtige Feind ſtürzt wie vom Blitze ge⸗ troffen zuſammen.

Hat der Jäger kein Meſſer, oder hatte er es bei dem ge⸗ fährlichen Sprunge verloren, ſo kann er natürlich den Stier nicht tödten, und dieſer wird ſich dann nach einigen vergeb⸗ lichen Verſuchen, ſich der ungewohnten Laſt zu entledigen, zu Boden werfen. Dies allerdings iſt das Gefährlichſte, was dem Jäger geſchehen kann; er wird dann immer verſuchen, auf einen andern Stier zu ſpringen und auf einen dritten, und ſo fort, bis er ſich gerettet glaubt, oder bis ein wildes Pferd, durch Zufall unter die Rinderheerde gerathen, ihm zum wirklichen Retter wird. Er ſchwingt ſich nämlich die⸗ ſem auf den Rücken, klammert ſich mit ſeinen Ferſen feſt, legt ſich ſo weit vorwärts, daß er mit beiden Händen die Un⸗ terlippe des Muſtang faſſen kann, und ſo ſeine Hände ſtatt der Zügel brauchend, wird er bald des wilden Pferdes Herr. Die ungeſchwächten Kräfte deſſelben tragen ihn aber in jedem Fall weit aus dem Bereich der Büffel, und gelingt es ihm nunmehr nicht, ſeinen Muſtang zum Anhalten zu bringen, ſo läßt er ſeine Hände los, läßt das Thier im tollen Jagen dahin ſchießen, erhebt ſich ſoweit auf ſeinen Knieen auf dem Rücken des Thieres, daß er die kurze Beinbekleidung hernie⸗ derlaſſen und dann ganz ausziehen kann, worauf er dieſe, beide Beine in einander geſteckt, dem Pferde über den Kopf zieht, welches nun erblindet zitternd ſtehen bleibt.

Gewöhnlich geſchieht dieſes ſchon ſo weit entfernt von der Büffelheerde, daß der Reiter ſich damit beſchäftigen kann, ſein neugewonnenes Reitthier zu zähmen. Er ſteigt alſo ab, er ſtreichelt daſſelbe, klopft ihm auf den Hals, er ſucht ihm allerlei angenehme Empfindungen zu bereiten, indem er es bald da, bald dort ein wenig kitzelt, unter der Kinnlade kratzt, was die Thiere alle ſehr gern haben; kurz er bringt es nach und nach dahin, mit ſeinem Thiere freundſchaftlich zu gehen. Er öffnet auch eins ſeiner beiden Augen ein wenig, ſo daß daſſelbe ſich ſeinen Herrn anſehen kann, er bläſt ihm in die Naſenlöcher, und in ſehr kurzer Zeit hat er es ſo weit ge⸗ bracht, daß der Muſtang nicht mehr vor ihm zittert, ſondern ſich ohne Widerſtreben ſtreicheln und kiebkoſen läßt und ſich

Nicht ſelten kommt es vor, daß bei der Jagd auf Büffel nicht einmal mehr gegen das Beſteigen wehrt.

das gereizte, verwundete Thier ſich plötzlich wendet und auf den Jäger losſtürzt, der natürlich verloren wäre, wenn er Phan d zu retten verſuchen wollte,

eite ſeines Pferdes hinge; denn dieſes, von

daß er ſich an die Herrn und es iſt, dem Horn des eigenen Sicherheit, doch mit den Blicken ſeinem Herrn ge⸗

Nunmehr wird es auch Zeit ſein, ſein verlaſſenes Pferd zu ſuchen; dieſes iſt gewiß nicht weit, denn es liebt ſeinen wenn ſchon ſtets mit Berückſichtigung der

grimmigen Thieres gefaßt, würde auf ſeinen Reiter geworfen! folgt, und wenn derſelbe auf dem gekrümmten Zeigefinger