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6.
Vierte
zum Schutze gegen das Gebiß und die Krallen des Bären mit einem dicken Aermel überzogen, welcher aus alten Lum⸗ pen zuſammengenäht iſt. Der Doppeldolch wird mit der linken Hand geführt, das Waidmeſſer iſt die Waffe der rech⸗ ten. So ausgerüſtet tritt der Jäger dem Raubthiere, wel⸗ ches von den Hunden aufgeſtört und ihm angezeigt worden iſt, entgegen, ſobald daſſelbe ſich anſchickt, ihn mit einer je— ner Umarmungen zu bewillkommnen, welche alle Rippen im Leibe zu zerbrechen pflegen. Furchtlos läßt er den brum⸗ menden, auf den Hinterbeinen auf ihn zu wandelnden Bären herankommen; im günſtigen Augenblicke aber ſetzt er ihm den Doppeldolch zwiſchen Kinn und Bruſt und ſtößt ihm denſel⸗ ben mit der oberen Spitze in die Gurgel. Sobald ſich der Bär verwundet fühlt, verſucht er, das Eiſen herauszuſchleu⸗ dern, und macht zu dieſem Zwecke mit dem Kopfe eine hef⸗ tige Bewegung nach unten. Dabei ſtößt er ſich aber die zweite Klinge in die Bruſt, und in dieſem Augenblicke rennt ihm der Oſero das breite Waidmeſſer mehrere Male ins Herz. Was die Zähmung des Bären anlangt, ſo ſcheint die⸗ ſelbe den gleichen Mißlichkeiten wie z. B. die des Löwen ausgeſetzt zu ſein. In manchen Gegenden Rußlands und Sibiriens läßt man die gefangenen Bären, ſo lange ſie noch jung ſind, das Rad treten, um Waſſer aus tiefen Brunnen zu ziehen, ja man richtet ſie ſogar ab, Säcke und Holz an ei⸗ nen beſtimmten Ort zu tragen; doch iſt dem Meiſter Petz immer nur ſo lange zu trauen, als er noch jung iſt; denn mit zunehmendem Alter bricht ſeine Wildheit durch, und das Thieriſche in ihm ſiegt über alle erhaltene Zucht. Ein eng⸗ liſcher Hauptmann konnte ſeinen zahmen Bären ſogar als Wächter benutzen, erlebte aber im Verlauf der Zeit doch we⸗ nig Freude an ihm, weil das Thier dem ihm übertragenen Amte mit allzugroßer Treue nachkam und dabei Unglück an⸗ ſtiftete. Der Officier hatte dieſes Thier aus den Händen ſeines frühern Eigners erlöſt, welcher es auf das Schmäh⸗ lichſte gemißhandelt hatte, und für einen ziemlich hohen Preis gekauft. Der Bär ſchien zu begreifen, daß ſein neuer Herr es gut mit ihm meine, und bewies ihm ſeine Dankbarkeit ſo bärenmäßig derb, daß der Officier ernſtlich daran denken mußte, ihn ſo ſchleunig als möglich unterzubringen. Er be⸗ ſchloß alſo, ſeinen Schützling mit ſich nach dem Lager zu neh⸗ men, in der Meinung, daß er dort wohl gut aufgehoben ſein würde. Zu dieſem Endzweck wurde ein Wagen gemiethet und eine Menge von Erdbeeren gekauft und, in viele Töpfe gefaßt, mitgenommen. Zugleich wurde dem Kutſcher einge⸗ ſchärft, ſo ſchnell als möglich zu fahren. Jetzt ſtieg der Ofſicier in den Wagen, und die Reiſe begann. Der Bär machte ſich über die Erdbeeren her und verzehrte ſie auf die feinſte Weiſe, dabei die grünen Kelche ſorgfältig ausſchei⸗ dend und wegwerfend; jedoch leerten ſich die Fruchttöpfe ſo ſchnell, daß der unglückliche neue Beſitzer wirklich Sorge ausſtand, den Erdbeeren nachfolgen zu müſſen. Aber der Bär zeigte ſich verſtäͤndig. Die Sorge erwies ſich als un⸗ nöthig, und als das Thier endlich plötzlich unter eine Com⸗ pagnie von Rothröcken verſetzt wurde, zeigte es ſo großen Schreck, daß es ſich ſchleunigſt zu ſeinem jetzigen Herrn flüch⸗ tete, um deſſen Schutz ſich zu erbitten. Zufällig traf es ſich, daß das Mittagseſſen gerade beginnen ſollte. Der Officier hatte eben noch Zeit, ſeinen Anzug vorher zu ordnen, über⸗ gab ſeinen zottigen Gefährten einem Diener und eilte in das Speiſezimmer. Petz mochte eine günſtige Gelegenheit zum Entſchlüpfen wahrgenommen haben, denn er erſchien plötzlich,
Folge.
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ſachte durch ſeinen unerwarteten Eintritt begreiflicher Wei ſe nicht geringe Aufregung unter den Gäſten. Bei ſeinem frühern Herrn war er gewöhnt worden, mit an der Tafel zu
ſpeiſen. Er glaubte daher wahrſcheinlich, jetzt auch ohne Einladung an dem Tiſche theilnehmen zu können, beſtieg ohne Umſtände einen noch leerſtehenden Stuhl und begann tüchtig zuzulangen, mit einer Unbefangenheit, als habe er ſein Lebtage unter ſolchen Eameraden Kich bewegt. Dieſer Mittagstiſch und ſein ſpäteres liebenswürdiges Benehmen verſchafften ihm bald die allgemeine Neigung des ganzen Re⸗ giments, und er betrug ſich auch wirklich ſehr artig. Un⸗ glücklicherweiſe aber kam man auf den Gedanken, ihn zum Wächter eines Gepäckwagens zu machen, und hier war es eben, wo er ſich einige Eigenmächtigkeiten erlaubte, die ihm das Leben koſteten. Eines ſchönen Tages nämlich faßte ein gemeiner Soldat den unglücklichen Vorſatz, irgend welchen Gegenſtand aus dem Wagen zu ſtehlen, den der Bär be⸗ wachte. Dieſer aber verſtand durchaus keinen Scherz und zerbiß ihm den Arm in ſo fürchterlicher Weiſe, daß derſelbe bald darauf abgenommen werden mußte. Wenige Tage ſpäter erlaubte ſich ein Kind einen ähnlichen Angriff auf den Wagen und wurde von dem Bären getödtet. Damit war ſein Todesurtheil unterſchrieben. Man fürchtete, daß er von nun an blutdürſtig werden möchte, und ſchoß ihn nieder..
Die Baronin von W. hatte einen jungen männlichen Bären aufgezogen, welcher ſich beſtändig in ihrem Zimmer aufhielt. Er war gleich einem Hunde zur Reinlichkeit ge⸗ wöhnt worden und ſtand ſo hoch in Gnaden, daß ihm ſogay ſein Nachtlager neben dem Schlafzimmer der Dame geſtattet war. Dieſe Freude dauerte etwas länger als ein Jahr, und kein Menſch dachte daran, daß der ſo wohlgezogene Bär ir⸗ gend ein Unheil anrichten könne, als man eines Morgens die allgemein geachtete Dame von ihrem Liebling erwürgt im Bette fand. Auch die ſeit Alters her in dem Stadtgra⸗ ben von Bern gehaltenen Bären haben ſich in neueſter Zeit einen traurigen Ruhm erworben: ſie zerriſſen einen Nor⸗ weger, welcher in der Trunkenheit in ihr Gefängniß ge⸗ ſtürzt war..
Der wilde Jäger. (Böhmiſche Sage.)
Vor undenklichen Zeiten lebte in Böhmen auf einer ſtolzen Burg ein Ritter, der hatte einen ſo harten Sinn und ein ſo böſes Herz wie kein zweiter. Tagtäglich beging er die größten Sünden an Gott und den Menſchen. Seine vor⸗ züglichſte Luſt war die Jagd. Selbſt an den höchſten Feier⸗ tagen durchzog er, anſtatt der heiligen Meſſe beizuwohnen und andächtig das Wort Gottes anzuhören, die Wälder und Fluren und jagte den Bären und Eber, Hirſch und Reh. Dabei verwüſtete er die Saatfelder der armen Leute und ſchlug die Wehklagenden mit Peitſchen. Auf dieſe Art zog er ſich den Haß und den Fluch des ganzen Landes zu, und Viele ſagten ihm ein gar ſchlimmes Ende vorher. Da kam einmal der heilige Chriſttag heran, und auch dieſen wollte der böſe Ritter nicht andächtig feiern, ſondern veranſtaltete eine große Jagd. Weil es nun viel geſchneit hatte und ſehr kalt war, ließ der Ritter ſeinen Jagdhunden, damit ſie ſich nicht die Füße erfrören, Brodrinden daran binden und legte auch ſich ſelber dieſe edle Gottesgabe in die Schuhe. Als
der Fährte ſeines Herrn folgend, in dem Raume und verur⸗
er nun gegen Abend mit ſeinem Jagdgefolge durch den öden


