Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
205
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einander, und wie den Franzoſen la gloire, ſo iſt auch faſt griffe, welche die Leute darüber haben, etwas von den unſri⸗ allen Indianern der Kriegsruhm die Hauptſache, das Wich⸗ V gen abweichend, und es gilt z. B. durchaus nicht für eine tigſte, das Wünſchenswertheſte. Der Kampf mit den be- Beleidigung, wenn der Mann die Frau ſchlägt, man hält nachbarten Stämmen hört nie auf, jeder Friedenstractat dies nicht allein in dem kindlichen Verhältniß der Frau zum ſchließt die Keime zu einem neuen Kriege ein, die Männer Manne für vollkommen gerechtfertigt, man achtet ſeine werden getödtet, indeſſen die Mädchen ungeſtört leben; die⸗ Strafgewalt gewiſſermaßen für die elterliche, da der Mann, ſer Letztern giebt es unter den Indianern daher immer drei⸗ abgeſehen von allen andern Rechten, in der That zugleich bis viermal mehr als der Männer, und deshalb findet die in die Stelle des Vaters und in alle väterlichen Rechte ge⸗ Vielweiberei, welche bei ihnen üblich iſt, ihre ganz natürliche treten iſt. Erklärung. Die Kinder lieben ihre Eltern mit einer unbeſchreibli⸗ Man ſollte nun faſt glauben, daß die Mädchen von chen Zärtlichkeit. Sonderbar dabei muß dem Europäer er⸗ den Eltern recht gern weggegeben würden, es ſcheint dies je- ſcheinen, daß Knaben wie Mädchen alle drei oder alle zwölf doch keineswegs ganz richtig, ſie müſſen nämlich immer ge⸗ Frauen oder Mütter mit gleicher Zärtlichkeit lieben und kei⸗ kauft werden; allerdings iſt der Preis für ein Mädchen nicht nen Unterſchied machen zwiſchen der rechten und der Stief⸗ unmäßig hoch. Zwei junge Büffelkühe wiegen die ſchönſte mutter, ein Begriff, der allerdings dort gar nicht exiſtirt. Dirne auf, und für eine einfache Flinte kann man deren zwei In ähnlicher Weiſe zeigt ſich die Zärtlichkeit der Frauen haben, aber man darf wieder nicht vergeſſen, daß eine junge gegen die verſchiedenen Kinder; will das eine Kind Nahrung, Büffelkuh ſchwer zu erlangen iſt und daß ein Schießgewehr indeſſen die rechte Mutter nicht gegenwärtig, ſo giebt eine viele Biberhäute fordert. Es kommt daher, daß die Viel⸗ andere Mutter, die im Stande iſt dieſer Pflicht nachzu kom⸗ weiberei durchaus nicht allgemein iſt, ſondern daß nur die men, dieſem Kinde die Bruſt und pflegt und liebkoſt es Häuptlinge und ſonſt die Wohlhabenden ſich ſolchen Luxus wie das ihrige, und ſie erhält in vorkommendem Falle von geſtatten dürfen. ihrer Mitgattin denſelben Dienſt geleiſtet, ohne daß ein Auf⸗ Der reiche Mann aber liebt es, überall ſeine Genüſſe hebens davon gemacht würde. Verſtößt der Mann ſeine zu vermehren, er liebt Bequemlichkeit, eine ſchöne wohlge⸗ Gattin, ſchickt er ſie zu den Eltern zurück, ſo geht ſie in ſchmückte Wohnung, zahlreiche Bedienung, gutes und mannig⸗ ſchweigendem Gehorſam aus der bisher bewohnten Hütte, faltiges Eſſen. Dies Alles kann man ſich in Europa ver⸗ aber in der Regel nur, um in den Tod zu gehen. Sie ſetzt ſchaffen, ohne vier bis ſechs Frauen zu heirathen. Man ſich in einen Winkel der elterlichen Hütte ſchweigſam nieder, ſchafft ſich ſtatt deſſen einen Koch oder eine Köchin, man nimmt weder Speiſe noch Trank zu ſich und iſt nach wenigen ſchafft ſich Kammerdiener, Reitknecht, Kutſcher, Stubenmäd⸗ Tagen, lange bevor der Hunger ſie würde tödten können, chen, Haushälterin an. Man miethet ſich dieſe Leute für ein eine Leiche, der Gram hat ſie getödtet. gewiſſes Geld und eine gewiſſe Zeit. Dieſes geht bei den Bewundernswürdig iſt die Artigkeit der Kinder. Man Wilden nicht, da giebt es nur ein Mittel Dienſtboten zu be⸗ hört und ſieht dieſelben in munteren Spielen, ſie ſind durch⸗ kommen, und zwar können es immer nur weibliche Dienſtbo⸗ aus keine Duckmäuſer, aber ſie lärmen nicht, ſie ſchreien nicht; ten ſein. Dieſes einzige Mittel beſteht darin, daß man zum wenn ihnen eine Bitte abgeſchlagen wird, ſo wiederholen ſie zweiten, zehnten, zwölften Male heirathet. Dieſe Frauen le⸗ dieſelbe nicht, ſondern gehen ſchweigend davon.

ben alle in einer Hütte und zwar in größter Eintracht unter Vor den Eltern iſt eine liebevolle Achtung vorhanden, einander. Gezänk zwiſchen den Weibern eines Mannes ein Kopfſchütteln, ein Winken mit den Augen beendet das kommt nicht vor. munterſte Spiel, die lebhafteſte Unterhaltung. Die Mäd⸗

Der ganze Gartenbau liegt in den Händen der Frau, ſchen ſind gewöhnlich ernſt und ſchon ſehr früh helfen ſie der kein Mann würde eine Hacke oder ein Grabſcheit in die Hand Mutter oder den Müttern in allen Wirthſchaftsangelegen⸗ nehmen, er würde für immer entehrt ſein, die arme Frau heiten; die Knaben ſehen den Spielen der Väter zu und muß dies thun, ſie iſt ein dem Manne gehörendes Stück, ſie ahmen dieſelben nach. iſt gekauft und ſie macht ſich demſelben um ſo werther, je Die Trapper, die Fallenſteller, welche die Gebirgs⸗ mehr ſie zu ſeinen Genüſſen beiträgt. gegenden beſuchen, theils um ſelbſt wilde Thiere ihres ſchönen

Man muß nun ja nicht glauben, daß dieſe ſo leicht ge⸗ Pelzes wegen zu fangen, tbeils um mit den Eingebornen ſchloſſenen Ehen etwa nicht rechtlich anerkannt oder etwa un⸗ Handelsverbindungen anzuknüpfen, die von ihnen geſammel⸗ keuſch wären, man muß nicht glauben, daß eine indianiſche ten Felle anzukaufen, finden ſich ſehr häufig veranlaßt, län⸗ Frau leichtſinnig ſei, daß man ein indianiſches Mädchen für gere Zeit in einer Niederlaſſung zu verweilen, dann pflegen ſeine Wünſche gewinnen könne, im Gegentheil iſt Untreue ſie ſich mit der Schönſten des Dorfes ehelich zu verbinden, etwas durchaus nie Vorkommendes. Die jungen Frauen vorausgeſetzt, daß dieſelbe zugleich die Tochter des einfluß⸗ ſind von einer Demuth und Hingebung, die wahrhaft bewun⸗ reichſten Mannes ſei. dernswerth iſt, aber ſelbſt die härteſte, grauſamſte Behand⸗ Die Trapper heirathen immer nur eine Frau, wohlver⸗ lung von Seiten des Mannes würde die Frau nicht bewegen, ſtanden in jeder Niederlaſſung, denn ſie ſind oft zahlreicher ſich von ihm zu trennen, was um ſo wunderbarer iſt, als beweibt, als der reichſte Häuptling oder Medicinmann; aber dem Manne das Recht zuſteht, die ihm mißfällige Frau den ſie halten auf äußern Anſtand, ſie haben chriſtliche Geſin⸗ Eltern ohne Weiteres zurückzuſchicken. Es iſt unter dieſen nungen, ſie wiſſen, daß es dem Bekenner unſerer Religion Leuten ein ſolches Sittlichkeits⸗ und Schicklichkeitsgefühl, daß nicht geſtattet iſt mehr als eine Frau zu haben, und ſie wür⸗ ſie nicht nur niemals Anlaß zu einer Verletzung deſſelben den um keinen Preis bei den Snake⸗Indianern eine zweite geben, ſondern daß auch die verehelichten Perſonen ihre Frau nehmen, dagegen bei den Punaſhly nehmen ſie wieder gegenſeitige Neigung immer in den Schleier der Nacht hüllen. eine Frau, bei den Krähenindianern desgleichen, bei den

Das Weib hängt mit einer unbeſiegbaren Liebe an Schwarzfuß⸗Indianern ebenſo, bei den Flachkopf⸗Indianern dem Gatten, und der Gatte weiß ſowohl ſeine Frau zu ſchä⸗ ebenſo, und wenn ſie nun bei fünfzehn verſchiedenen Stäm⸗ tzen, als ihre Treue zu belohnen, nur allerdings ſind die Be⸗ men fünfzehn verſchiedene Frauen haben, und von Ort zu