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Vierte⸗ Folge.
haus einfallen zu ſehen, zog es der Verfaſſer vor, ſeine Angriffe hauptſächlich nach Italien zu verlegen, und ſie von muhamedaniſchen Köpfen und unerbittlich logiſcher Schibuk⸗Contemplation ausführen zu laſſen.
Es wird dadurch, doch ich bemerke ausdrücklich, nicht immer, der Polemik etwas Harmloſes, Behag⸗ liches gegeben, und der Geiſt des feindſeligen Rigo⸗ rismus löſt ſich wieder in jene Toleranz auf, die mit dem Spruch„Leben und leben laſſen“ die ganze Weltgeſchichte und menſchliche Weltverwaltung als etwas betrachtet, das einem dämoniſchen Faſtnachts⸗ ſcherze gleicht, unbeſchadet der theoſophiſchen Annahme, daß es ein von höheren Gewalten diectirtes ſittliches Schauſpiel ſei.
Es ſind lauter Reiſegeſpräche, welche hier ge⸗ führt werden und die davon Betroffenen dürfen nicht vergeſſen, daß der, welcher redet, ein Araber, ein Un— mündiger und Unerleuchteter iſt, der durch den Zu⸗ ſtand der Unzurechnungsfähigkeit freigeſprochen und vom geiſtigen Autodafé ausgeſchloſſen werden kann. Es möchte dies auch das bequemſte Mittel ſein, den abgeſchoſſenen Pfeilen mit dem Anſchein von Groß⸗ muth verzeihend aus dem Wege zu gehen.
Zuweilen ſind nun dieſe Pfeile ſehr einſeitig und unvorſichtig verſandt, dabei ſehr ſcharf und ab und zu ſogar in eine ätzende Flüſſigkeit getaucht, die dem Gifte nicht unähnlich iſt.
Wir wollen hier beiſpielsweiſe einige Stellen hören, die über die gerechte Grenze hinausgehen, zu⸗ gleich aber auch den Kernpunkt der hier in einem ſehr unterhaltenden, oft amüſanten und geiſtreichen Gewande kundgegebenen Oppoſitionsanſicht charak⸗ teriſiren.
Der arabiſche Erbprinz Iskänder befaßt ſich zu ſeiner Reiſeunterhaltung mit tiefen Studien über die italieniſche Geiſtlichkeit und kommt nun unter anderem zum Extract folgender Reſultate:
„Den meiſten Einfluß auf die Bildung der hie⸗ ſigen(abendländiſchen) Religion,“ ſagt der Muhame⸗ daner,„ſcheint ein gewiſſer Simon Petrus, ein Jude von niedriger Abkunft, gehabt zu haben. Er war Fiſcher, ſchloß ſich aber an Jeſum an, nicht aus Sym⸗ pathie für deſſen Perſon oder Lehre, ſondern lediglich weil der neue Prophet ihm zu einem reichlichen Fiſch⸗ zuge verhalf. Dieſer Jude Simon Petrus zog nun mit Jeſu im Lande Paläſtina umher, als aber Ge⸗ fahr über ſeinen Meiſter kam, verleugnete er ihn. Daſſelbe that er auch ſpäter noch einmal den Juden gegenüber, er machte ſie glauben, daß er ein Jude ſei ganz wie ſie, kein Chriſt.“
„Da er ſelbſt arm war, ſo erfand er eine Art Communismus: jeder Theilnehmer der neuen Ge⸗
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meinde mußte ſein Beſitzthum verkaufen und ihm, dem Apoſtel, das gelöſte Geld geben. Um aber ein für alle Mal die Gemeindeglieder abzuſchrecken, ihm Etwas von dem Ihrigen vorzuenthalten, ſtreckte er den Ananias und ſein Weib Sapphira durch ein Wun⸗ der todt nieder, weil ſie ſich von dem Erlös ihrer Beſitzung einen Nothpfennig zurückbehalten hatten.“
„Man muß es denen, welche ſich Nachfolger dieſes Juden Simon nennen, anerkennend nachrühmen, daß ſie ſelten zu dem äußerſten Mittel gegriffen haben, Diejenigen zu tödten, welche ihnen nicht ihr ganzes Vermögen hingaben.“
„An der altägyptiſchen Prieſterherrſchaft nahmen ſich die Nachfolger Petri ein Beiſpiel und ahmten ſie nach bis auf die Aeußerlichkeiten, Biſchofsſtäbe, Mitra, beſonders aber in dem Grundſatze, daß das Licht und das Wiſſen nur für die Eingeweihten, die Hohenprieſter, ſei, vollſtändigſte Finſterniß, Unwiſſen⸗ heit und blinder Glaube aber für die Laien. Damit wurden wahrſcheinlich einige Lehren des Lamaismus verbunden.“
„Kein Wunder, wenn dieſes Gebäude ſo wenig Achtung erlangte, daß in kürzeſter Zeit ſich eine Menge Parteien bildeten, von denen jede den einzig wahren Glauben zu haben behauptete..... Die un⸗ leugbare Thatſache, welche jedem unbefangenen Beob⸗ achter europäiſcher Zuſtände zuerſt auffällt, iſt zu⸗ gleich die, welche auch den Weg zur Aufſuchung der Urſache aller hieſigen Uebelſtände angiebt. Die geiſtige Verkommenheit iſt nämlich in den Ländern am größ⸗ ten, in welchen die meiſte Macht in den Händen der Prieſter liegt, und es läßt ſich der Grundſatz auf⸗ ſtellen: je größer die Macht und Menge der Prieſter, deſto größer die Uebelſtände. Dieſer Umſtand kann abermals zwei Gründe haben: entweder die Verderb⸗ niß des ganzen Standes, oder die Organiſation der Hierarchie ſelbſt. Die Letztere ſcheint mir den Kern des Uebels zu bergen.“
„Der Papſt iſt in Italien Gott gleich, ſo daß in Fällen, wo er ſeinen Sinn ändert, es zu betrach⸗ ten iſt, als wenn Gott ſelbſt ſeinen Sinn geändert hätte. Vom Papſte giebt es keine Appellation an Gott, denn der Papſt iſt ſelbſt Gott auf Erden und richtet wie Gott.“
„So lautet wörtlich eine der Decretalen. Gleiche Grundſätze finden ſich in allen Inſtitutionen der Hie⸗ rarchie ausgeſprochen, wenn auch mit andern, minder deutlichen Worten.“
„So liegt denn in den Grundſätzen, ſowie in den Wirkungen der Hierarchie klar und deutlich: 1. Die Verachtung der Gottheit, und 2. die Vernich⸗ tung der Moral, dieſer beiden Grundpfeiler alles ge⸗
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