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klein, mit Stolz und Begeiſterung über ihre Heimath erfüllt ſind und jede Gelegenheit ergreifen, dieſen Empfindungen Ausdruck zu geben. Sie fühlen ſich dazu aufgefordert durch den Umſtand, daß ſie einer politiſch ſelbſtſtändigen Nation ungehören, heiten die Demüthigung von Seiten des Auslandes herauf⸗ beſchworen hat. ches Bewußtſein aufgerichtet fühlen und ihm mangelt daher jede Anregung, auf das Glück zu pochen, daß er ein Deut⸗ ſcher, oder leider richtiger geſagt, ein Lauenburger, Sonders⸗ häuſer oder Hannoveraner iſt.
Neben ihrem Schweizer Patriotismus zeigen indeß die meiſten deutſch-helvetiſchen Autoren auch einen allgemein germaniſchen. Lucian von Roten, deſſen Gedichte ſich übri⸗ gens im Elemente des lyriſch modernen Gemeinguts bewegen, hegt auch einen ſolchen Sinn, und um eine Probe ſeiner Lie⸗ der zu geben, ſei hier mit Bezug darauf nachfolgende„Rhein⸗ fohrt“ mitgetheilt:
Ich bin den Rhein hinabgefahren
An einem neblig trüben Tag,
Der Strom floß, wie in ſpäten Jahren Ein Lebensmüder ziehen mag.
An mancher Stadt fuhr ich vorüber, An manch' ehrwürdig goth'ſchem Dom, Doch immer trauriger und trüber Blickt' Alles nieder in den Strom.
Wohl lächelten im Jugendſchimmer Weinberge auf die Waſſerbahn;
Doch auf den Höhen ſtanden Trümmer, Und ſchauten mich wehmüthig an.
Und wo die Felſen kühner ragen,
Und mächtig brauſt der Strom vorbei, Da ſang ihr Lied aus alten Tagen Ergreifend bang die Loreley.
Wie anders iſt der Rhein da oben, Wo er der Gletſcherbruſt entſpringt, Und in der Jugend kühnem Toben Das Lied der Freiheit rauſchend ſingt!
Hier ſah das Elſaß er in Banden, Und zog an welſchem Boden hin. Schlagt wieder ihn zu deutſchen Landen, Dann wird der Rhein auch ſtolzer zieh'n!
In Hinſicht auf ſprachliche und rhythmiſche Behandlung läßt der Verfaſſer nicht ſo viel zu wünſchen übrig, ſondern ſchreibt correcter und melodiſcher, als man es bei den meiſten neuſten Lyrikern gewohnt iſt. O. B.
Eine Aufforderung zur Shakeſpeare-Feier.*)
Der große Jubeltag Shakeſpeare's rückt, indem der Ab⸗ lauf des dritten Jahrhunderts ſich vollendet, immer näher an uns heran. Es zeigen ſich bereits die Vorbereitungen zu den großartigen Feierlichkeiten, welche England veranſtalten wird. Mit Recht darf es ſtolz ſein in dem Bewußtſein, der
*) Da es zur Förderung einer nationalen Angelegenheit, die ganz Deutſchland am Herzen liegen ſollte, höchſt wünſchenswerth iſt, daß die obige ffentliche Auffor derung unſeres bekannten Mitarbeiters und bewährten Büh⸗ tenkritikers von recht vielen Zeitungen verbreitet werde, ſo theilen wir ſie termit unſern geehrten Leſern um ſo lieber mit. Die Redaction.
die ihre Kraft zur Geltung und nicht durch Halb⸗
Der Deutſche kann ſich nicht durch ein ſol⸗
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Menſchheit den größten Dichtergenius gegeben zu haben, von dem die Annalen des Menſchengeiſtes etwas wiſſen. Die ganze gebildete Welt wird daher theilnehmen an jenem ge⸗ meinſamen Feſte der Culturblüthe, je nach dem Verhältniß der univerſell gewordenen Erkenntniß der Intelligenz. Doch dieſe Theilnahme kann in den weiteren Kreiſen nur eine ſehr gemeſſene, ſchwache ſein, denn trotz der verfloſſenen dreihun⸗ dert Jahre ſind die meiſten Länder europäiſcher Civiliſation noch nicht bis zur allgemeinen Bekanntſchaft mit dem Geiſte Shakeſpeare's empor gedrungen. Mehreren wird es auch niemals umfaſſend möglich ſein, dieſes begeiſternde Glück zu genießen, da der anders geartete Genius der romaniſchen Sprachen, welcher nur der Ausdruck vom Fühlen und Den⸗ ken ſeiner Nationen iſt, dieſem Ziele dauernde Hinderniſſe in den Weg ſtellt. Ein günſtigeres Reſultat werden künftig bei fortſchreitender Bildung die ſlaviſchen Sprachen zulaſſenen Die Biegſamkeit ihres Gemüthreichthums erlaubt es, daß ihren Völkern eine Brücke der Gedankenoffenbarung zum hohen ſittlichen Ernſt, zur idealen Seelenerhebung der Shake⸗ ſpeare'ſchen Poeſienwelt dereinſt hinüber geſchlagen werde.
Eine Nation iſt es aber, die ſchon jetzt ſagen kann, ſich in das geiſtige Anrecht an Shakeſpeare mit der engliſchen theilen zu dürfen.
Dieſe Nation iſt die deutſche, und jenes Anrecht hat ſie ſich durch das tiefſte, liebevollſte Eindringen in die Schö⸗ pfungen des großen Briten ehrlich erworben. Die Forſchun⸗ gen, die richtigen Auffaſſungen, ja die reinſten Entzückungen, welche die Werke des Dichters hervorgerufen haben, möchten ſich dieſſeit und jenſeit des Oceans die Wage halten, und wenn es keine andere Veranlaſſung im dunklen Egoismus der politiſchen Geſchichte gab, ſo war dies die einzige und die würdigſte, über welcher, wie über einem leuchtenden Opfer⸗ altar, der Bruderſtamm dem Bruderſtamme zum tiefſten Seelenbündniß die Hand reichte.
Eben ſo innig wie dieſer geiſtige Händedruck wird das Intereſſe Deutſchlands an der Shakeſpeare⸗Feier ſein. Auch England hat am Schillerfeſt theilgenommen, je nach dem Maß, in welchem zur Zeit der allgemeine Segen der Schil⸗ ler'ſchen Wirkſamkeit auch den Engländern zum Bewußtſein gekommen war.
Schon ſind mancherlei Stimmen und Vorſchläge in Bezug auf die deutſche Shakeſpearefeier in der Preſſe laut geworden.
Man hat dabei auch von namhafter Seite auf die Idee einer Shakeſpeare⸗Stiftung als Seitenſtück zur Schiller⸗ ſtiftung hingewieſen, ohne dieſe Anregung weiter ſpecialiſiren zu wollen.
Es bliebe zu erörtern, ob eine ſolche Stiftung nicht zu einer Zerſplitterung des Intereſſes, zu einer Schwächung der Mittel führen würde und wie ſie zu faſſen wäre, um dieſe Klippen zu meiden.
Auch an eine Theaterſchule, an die Errichtung eines all⸗ gemeinen deutſchen Penſionsfonds für Schauſpieler hat man gedacht; nicht minder ſprach man von einem umfaſſenden Cartelvertrag zur Zurückweiſung des Bühnenvirtuoſenthums, welches durch ſein tyranniſches Vordrängen und durch ſeine überſpannt hohen Gagen den edlen Geſchmack in der Schau⸗ ſpielkunſt zerſtört und den gebildeten Mittelſtand vom Be⸗ ſuch des Theaters fernhält, indem es eine inhumane Preis⸗ ſteigerung der Entrée's nöthig macht.
Niemand wird die Nützlichkeit ſolcher Pläne anfechten, und es wäre wünſchenswerth, daß auch ſie bei der Shake⸗ ſpearefeier eine edele Realiſirung fänden.


