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hören konnten:„daß er lieber in den tiefſten Abgrund ſpringen, als ſie jemals auch nur mit einem Wort betrüben wollte, und daß es eine Freude ſein müßte, ihr in allen Stücken zu gehorchen.“
Uebrigens fanden wir den Baron bereits im Ge⸗ ſpräch mit Herrn Eiſengarn. Er that als wenn nichts vorgefallen wäre, wechſelte aber mit ſeiner Toch⸗ ter einen Blick, in welchem ſich der innigſte Dank und die reinſte Zufriedenheit über die mit mir ſtatt⸗ gehabte Verſöhnung auszuſprechen ſchien.
Herr Eiſengarn zeigte ſich heute beſonders zu— vorkommend gegen Suſanna, und mehr als einmal ruhten ſeine kleinen, runden, lebhaften Augen mit dem Ausdruck beſonderer Zärtlichkeit auf ihrer anmu⸗ thigen Geſtalt.
„Nehmen wir an,“ ſagte er,„daß man von je⸗ dem Menſchen verlangen kann, ein Ziel vor Augen zu haben, ſo kommt es nur darauf an, darnach zu ſtreben, daſſelbe auf die möglichſt würdigſte und be⸗ friedigendſte Weiſe zu erreichen.“
„Unzweifelhaft,“ bemerkte Stubenrauch.
„Ich gehe noch einen Schritt weiter,“ fuhr Eiſen⸗ garn fort,„und frage, ob es gerechtfertigt erſcheint, daß der Menſch ſein ganzes Leben hindurch allein bleibt?“
„Auf keinen Fall!“ rief ich und der Doctor wie aus einem Munde, während die Damen mit einem unmerklichen Lächeln die Augen niederſchlugen.
„Gut,“ fuhr der Fabrikant fort,„es freut mich, daß Sie meiner Meinung ſind. Ich gebe zu, ja, ich gehe ſogar bis an die äußerſte Grenze der Möglich— lichkeiten(verticale und horizontale Bewegung mit der Hand) und geſtatte auch hierbei Ausnahmen, aber immer behaupte ich“— und hierbei ſchickte er Su⸗ ſanna einen zweiten feurigen Blick zu—„daß die Ehe eine Pflicht iſt, welcher ſich wenigſtens der Mann, der ſich im Beſitz von Eigenthumsrechten befindet und im Stande iſt, eine Familie zu ernähren, nicht entziehen kann.“
„Ach,“ rief der Doctor,„Ihre Lehren ſind wahr⸗ haftig anſteckend, und wenn ich nicht wüßte...“
Hierbei blickte er Suſanna in ſo komiſch zärt— licher Weiſe von der Seite an, daß ſich ihr niedlicher Mund, welcher ſich bereits zu einem Schmollen zu⸗ ſammengezogen hatte, in ein reizendes, verzeihendes Lächeln verwandelte.
„Nun, wir wollen ſehen,“ ſagte der beharrliche Herr Eiſengarn,„das Schweizerhäuschen iſt fertig, und ich verſpreche mir von dem Suſannenfeſte ſehr
„Meine Herren,“ rief der Baron,„wollen wir
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den Kaffee nicht im Freien trinken? das Wetter iſt zu ſchön, um noch länger im Zimmer zu verweilen.“
Die Damen ſchienen nur auf eine günſtige Ge⸗ legenheit gewartet zu haben, um ſich entfernen zu können. Sie erhoben ſich raſch, und wir zögerten nicht, ihnen zu folgen.
Die Nacht war ſchon weit vorgerückt, als wir das Schloß verließen. Freude und FGlückſeligkeit ſtrahlte in unſeren Blicken. Der Baron hatte, bevor wir uns trennten, ſowohl mir wie dem Doctor eine Unterredung unter vier Augen geſtattet, und vielleicht war es das Ergebniß derſelben, was unſere Herzen ſo freudig und laut klopfen ließ.
Acht Tage nachher kehrten wir aus den Canton⸗ nirungen nach unſerer Garniſon zurück. Ich nahm mit meinem Freunde ſogleich Urlaub, und ſchon in den folgenden Tagen befanden wir uns auf dem Wege zu meinem Onkel Heinrich.
„Lieber Junge,“ ſagte dieſer, mich in die Armee ſchließend,„eine beſſere Wahl konnteſt Du nicht tref⸗ fen, und auch dem Doctor wünſche ich von Herzen Glück. Ich freue mich, meinen alten Freund Weſtern nach ſo langer Trennung wiederzuſehen, und ich hoffe, Henriette und Suſanna werden auch für mich alten Burſchen ein Lächeln übrig haben. Im Uebrigen verſichere ich Dir, daß mein Podagra mich nicht ab⸗
halten ſoll, tüchtig auf Eurer Hochzeit zu tanzen.“
Als nach Ablauf eines halben Jahres dieſer er⸗ ſehnte Tag erſchien, fehlte auch Herr Eiſengarn da⸗ bei nicht. Da ihm die Hand Suſannens entgangen war, ſo ergab er ſich als Philoſoph in ſein Schickſal, zog aber bei der erſten paſſenden Gelegenheit den Doctor bei Seite und ſagte:
„Jetzt, da Sie ein glücklicher Gatte ſind, gehe ich bis zur äußerſten Grenze der Möglichkeiten, und nehme an, daß...“
„Schon gut,“ antwortete Stubenrauch lachend, „ich verſtehe Sie.“
„Nun denn,“ fuhr Herr Eiſengarn, ihm herzlich die Hand ſchüttelnd, fort,„Sie müſſen einſehen, daß Sie mir eine kleine Genugthuung ſchuldig ſind; ſollte daher meine Annahme in Erfüllung gehen, ſo mache ich es mir zur Bedingung, Ihren Erſtgebornen über die Taufe zu halten.“
„Ich werde es mir mit Suſanna überlegen,“ ſagte in ſeiner gewöhnlichen ſcherzhaften Weiſe mein Freund,„jedenfalls können Sie aber ſchon im Vor⸗ aus auf die Gewährung Ihres für mich ſo ſchmei⸗ chelhaften Wunſches rechnen, vorausgeſetzt nämlich...“
„Ei freilich!“ entgegnete Eiſengarn lachend,„das iſt natürlich eine conditio sine qua non. Und nun kommen Sie, denn bereits hat Ihr niedliches Weib⸗


