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Vierte Folge.
er über dem Verſuch mich zu tröſten faſt ſeinen eige⸗ nen Kummer für den Augenblick vergaß.
„Mein lieber Mohrenfeld,“ ſagte Stubenrauch, „ich fühle nun ſelbſt, daß unſeres Bleibens hier nicht länger mehr iſt; das ſchöne harmoniſche Band, das uns Alle umſchlang, hat wenigſtens in Bezug auf die Damen des Schickſals Hand zerriſſen, und der Kranz der Hoffnung, den wir noch geſtern fröhlich in der Hand hielten, liegt heute entblättert zu unſern Füßen. Aber mein Fall iſt ein anderer als der Ihrige; Su⸗ ſanne hat mich in einem ungerechten Verdacht, und ich hoffe, der Tag wird einſt kommen, wo ſie dies er⸗ kennt; Sie aber ſtehen im Begriff den Stab gänzlich über eine junge Dame zu brechen, die bisher als Muſter der Sittenreinheit und des weiblichen Anſtan⸗ des daſtand.“
„Deſto größer iſt das Vergehen,“ rief ich,„und glauben Sie mir, wenn ſich irgend eine Entſchuldi⸗ gung für Henriette herausfinden ließe, ſo würde ich der Erſte ſein, dieſelbe geltend zu machen.“
„Leider kann ich nach dem, was Sie mir mitge⸗ theilt haben, hierauf nichts erwidern. Wir haben aber in dieſem Hauſe die höchſte Gaſtfreundſchaft ge⸗ noſſen, und die Pflicht gebietet uns daher uns der⸗ ſelben bis zum letzten Augenblick werth zu zeigen. Verlaſſen wir daher unter irgend einem nicht verletzen⸗ den Vorwand ſtill und geräuſchlos das Schloß und geben wir es der Zukunft anheim, die Wunden, welche uns geſchlagen worden ſind, in irgend einer Weiſe wieder zu heilen.“
„Nun gut,“ rief ich,„ſo ſchützen wir plötzlich eingetretene unaufſchiebbare Dienſtgeſchäfte vor und beeilen wir uns von der Familie Abſchied zu nehmen.“
In dieſem Augenblick trat ein Diener ein und meldete, daß man uns zum Frühſtück erwarte.
„So kommen Sie,“ ſagte ich, den Arm meines Freundes ergreifend und mit demſelben langſam die Treppe hinabſteigend,„kommen Sie, und zeigen wir uns als Männer, die in jeder Beziehung der Situation gewachſen ſind.“
Wir traten in den Speiſeſaal und fanden dort den Baron bereits vollſtändig im Reiſeanzuge.
„Meine Herren,“ rief er uns heiter entgegen, „ein kleines Geſchäft zwingt mich Sie auf kurze Zeit zu verlaſſen. Ich laſſe Sie in Geſellſchaft der Damen zurück; ich hoffe, Sie werden dann meine Abweſenheit weniger empfinden.“
„Herr Baron,“ entgegnete ich, mich etwas cere⸗ moniös verneigend,„es iſt für uns ebenſo überra⸗ ſchend wie ſchmerzlich, von Iprem gaſtlichen Hauſe
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„Wie, ſo plötzlich?“ fragte Herr von Weſtern erſtaunt.
„Wir wollten Sie ſchon geſtern davon benachrich⸗ tigen,“ fuhr ich etwas verlegen fort,„allein Sie werden es natürlich finden, daß wir dies ſo lange wie möglich hinausſchoben. Der commandirende Ge⸗ neral hat den Manoͤverplan geändert, Dislocirungen werden ſtattfinden, und das Regiment kann jeden Tag Befehl erhalten, fünf bis ſechs Stunden weiter vorzurücken.“
„Der Dienſt geht natürlich allem Andern voran,“ antwortete Herr von Weſtern,„aber jedenfalls müſſen Sie mir verſprechen nicht vor Abend aufzubrechen, und ſomit Gott befohlen, meine Herren, ich werde mich beeilen und in zwei Stunden bin ich zuverläſſig wieder zurück.“
Ein herzlicher Händedruck erfolgte, und fort war der alte Herr. Die kleine Suſanne war ſo, ſchlau dieſe Gelegenheit zu benutzen, um gleichzeitig mit aus dem Zimmer zu ſchlüpfen, der Doctor aber, wahr⸗ ſcheinlich in der Hoffnung eine Gelegenheit zu finden mit ihr unter vier Augen zuſammenzutreffen, folgte ihr auf dem Fuße, ungeachtet ein paar zornleuchtende Blitze aus Suſannens ſchwarzen Augen ihm den Weg zu verſperren ſuchten.
Ich befand mich alſo mit Henriette allein. Sie ſah lieblicher und ſchöner als je aus, obgleich etwas blaß und angegriffen. Ich ſenkte den Blick verlegen zu Boden, während das Fräulein auf eine Anrede meinerſeits zu warten ſchien. Da dieſe aber nicht er⸗ folgte, ſo trieb ihre Ungeduld ſie an, dieſes Schweigen zu brechen.
„Sagen Sie mir doch, was Sie haben,“ begann Henriette mit ihrer milden freundlichen Stimme,„denn daß Ihre gewöhnliche Ruhe Sie heute verlaſſen hat, das ſehe ich Ihnen wohl an.“
„Ich bin ermüdet wie Sie, mein Fräulein,“ antwortete ich, mich kalt verbeugend,„die Nachtluft hat mich angegriffen.“
„Die Nachtluft? Sie haben alſo wohl eine nächtliche Promenade gemacht?“ rief ſie ſcherzend. „Haben Sie vielleicht die Elfen im Mondſchein tanzen geſehen?“
„Wenn auch keine Elfen und wenn auch nicht tanzend,“ rief ich durch dieſe Herausforderung gereizt, „ſo ließe ſich doch Vieles von einer gewiſſen jungen Dame erzählen, die...“
Henriette erbleichte. Es war ihr jetzt Alles klar; ſie mochte einſehen, daß hier ein Leugnen nichts mehr half.„Wozu in Abrede ſtellen, was Sie mit eigenen Augen geſehen haben,“ begann ſie daher mit etwas
vielleicht auf längere Zeit Abſq., nehmen zu müſſen.“
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unſicherer Stimme;„es iſt wahr, ich bin es geweſen,


