Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
173
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aus den Sclavenſtaaten beſtehen kann, doch freilich nur un⸗

!ierte Jolge.

Am Sonntag geht zur Kirche er

Vom Knabenſchwarm umringt,

Er horcht auf Predigt und Gebet,

Und wenn das Lied erklingt,

So ſcheint's ihm, daß vom ganzen Chor Sein Kind am ſchönſten ſingt.

Ihm ſcheint's, es kläng' vom Paradies Ihrer Mutter Sang herab,

Und an ſie denken muß er nun,

Die ruht im kühlen Grab.

Da wiſcht er mit der rauhen Hand

Sich eine Thräne ab.

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Durch Arbeit Freude Kummer geht Stets vorwärts ſo der Mann,

Ein jeder Abend ſchließt ein Werk,

Das mit dem Tag begann,

Und jede Nacht bringt ihm die Ruh',

Die er durch Fleiß gewann.

Dank dir, mein Freund, dein Leben lehrt Mich einen klugen Rath,

So auf des Lebens Schmiede gilt's

Zu ſchaffen früh und ſpat,

Bis ſich auf dröhnendem Ambos formt Gedankengluth zur That.

Feuil

Baumwolle.

Obgleich der Ausſpruch:Cotton is King ſeit zwei Jahren ſich nicht mehr als eine untrügliche Wahrheit, wofür er früher galt, herausgeſtellt hat, ſo nimmt dieſes Erzeugniß

viel zu hervorragende Stellung ein, als daß nicht nähere Nachrichten über die wahrſcheinliche Zufuhr deſſelben im nächſten Jahr in England und gleichzeitig über die Quellen, aus denen es bezogen werden wird, ein allgemeines Intereſſe beanſpruchen könnten. Von dieſer Anſicht ausgehend, wol⸗ len wir unſern Leſern den Hauptinhalt eines Rundſchreibens der Herren Whitworth Brothers in Mancheſter vom 11. November mittheilen, aus dem es ſich unleugbar herausſtellt, daß die europäiſche Induſtrie recht gut ohne die Baumwolle

ter der Bedingung, daß ein viel höherer Preis für dieſes Product bezahlt werden muß, als zu dem es uns aus den Vereinigten Staaten lange Zeit geliefert worden iſt.

Gegenwärtig nimmt Oſtindien unter den Ländern, welche Baumwolle erzeugen, den erſten Rang ein. Da die⸗ ſes Jahr der Bau dieſer wichtigen Pflanze dort in einem weit größern Umfange als das vorige Jahr betrieben wor⸗ den iſt, der überdies durch die Witterung in einem hohen Grade begünſtigt wurde, ſo ſchlägt man die Zufuhr aus Oſt⸗ indien für das nächſte Jahr zu 1,650,000 Ballen an. In den drei letzten Monaten des laufenden Jahres werden allein 350,000 Ballen aus Bombay nach England verſchifft wer⸗ den, 162,000 Ballen mehr als in der entſprechenden Zeit des Jahres 1862. Die Verſchiffung von dort in den ſechs Monaten vom 1. October 1863 bis Ende März 1864 wird ſich doppelt ſo hoch als im vorigen Jahr ſtellen.

Auch in Aegypten nimmt der Baumwollenbau ſehr zu und ſtellt ſich jährlich um 50 bis 60 9 höher als in dem vor⸗ hergehenden Jahr. Im Jahr 1864 läßt ſich daher von dort eine Zufuhr von 325,000 Ballen, im Jahr 1865 bereits von 550,000 Ballen erwarten.

Aus China und Japan rechnet man in dem folgenden Jahr auf eine Zufuhr von 250,000 Ballen, doch ein chine⸗ ſiſcher Kaufmann hat erklärt, wenn die hohen Baumwollen⸗ preiſe ſich hielten, ſo werde die Ausfuhr von Baumwolle aus

leton.

China allein ſich bald auf eine Million Ballen erheben. Dabei iſt zu berückſichtigen, daß China früher viel Baum⸗ wolle in Oſtindien kaufte im Jahr 1860 bezog es aus Bombay allein 202,000 Ballen, während es dieſes Jahr

*... j 5 3 j G j j B 9 3 warmer Länder doch im Handel und in der Induſtrie eine bis zum 13. October nicht einen einzigen Ballen von dort

bezogen, im Gegentheil 150,000 Ballen ausgeführt und der Import ſich in den Export von Baumwolle verwandelt hat. Trotz der Ausfuhr von Baumwolle iſt in China der Ver⸗ brauch engliſcher Garne und gewebter Stoffe auf weniger als den dritten Theil gegen frühere Jahre geſunken.

Von der Türkei und Griechenland ſind 220,000 Ballen zu erwarten, doch von dort würden 100,000 Ballen mehr geliefert werden können, wäre die Witterung günſtiger gewe⸗ ſen. Die Ausſichten für die Zukunft ſind in dieſen Ländern ſehr verſprechend.

Aus Südamerika iſt die Zufuhr nur zu 200,000 Bal⸗ len veranſchlagt worden, ſie mag ſich aber wohl höher be⸗ laufen, weil Braſilien allein 175,000 Ballen dazu liefert.

Da Nordamerika in dieſem Jahr 100,000 Ballen nach England geliefert hat, und die Ausfuhr von dort, welche in den erſten 22 Wochen dieſes Jahres wöchentlich nur 1000

Ballen betrug, in der letzten Zeit bis 4000, und 5000 Ballen geſtiegen iſt, ſo hat man geglaubt die Zufuhr von dort für das nächſte Jahr 150,000 Ballen veranſchlagen

zu können.

Italien, Malta und die übrigen Küſtenländer am mit⸗ telländiſchen Meer mögen 50,000 Ballen und alle übrigen OQuellen, Afrika und Auſtralien eingerechnet, 70,000 Balleu liefern, und dieſe verſchiedenen Poſten geben mit dem Vor⸗ rath, der in Liverpool am 1. Januar 1864 250,000 Ballen betragen mag, zuſammen 3,1 65,000 Ballen.

Veranſchlagt man nun für das nächſte Jahr die wö⸗ chentliche Ausfuhr zu 12,000 Ballen, ſo beträgt das für das Jahr 624,000 Ballen. Angenommen, der innere Verbrauch in England, der dieſes Jahr bis zum 17. Juli wöchentlich 22,000 Ballen, von da bis zum 31. October wöchentlich 27,000 Ballen betrug, ſtiege künftiges Jahr durchſchnittlich auf 43,000 Ballen, ſo wären dafür 2,236,000 Ballen er⸗ forderlich, und am 31. December 1864 würde dann noch ein Vorrath von 305,000 Ballen vorhanden ſein.