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Vierte
Zauber empfunden, wenn„die Huerta von Valencia unter prachtvollem Sternengefunkel in Schlaf verſinkt, wer die ſüßberauſchenden Nächte am Golf von Nea⸗ pel durchſchwärmt, am Morgen voll Sehnſucht nach der kommenden Nacht, der wird einen Unterſchied finden, einen gewaltigen, zwiſchen den Landſtrichen an der Eider und den Paradiesgärten im Süden. Im Lande Holſtein ſind die Nächte nicht erfüllt vom Blü⸗ thenhauche der Hesperiden. Im Lande unſerer nord⸗ deutſchen Brüder prangt nicht die Orange, glüht nicht die Blüthe des Granatbaums, duftet nicht der roſige Oleander. Wohl aber verkünden hier uralte Eichen und Buchen, ſchlanker als Libanons Cedern, als heilig gehaltenes Eigenthum jedes Gehöfts, die nachhaltende Kraft germaniſchen Bodens. Man berauſcht ſich hier nicht in den Nächten, wie in den ſüdlichen Zonen, aber man gedenkt der Nordlandsſagen, die uns die Helden der Vorzeit ſchildern als höhere Weſen, wenn ſie zum Kampfe gingen, um die Freiheit zu wahren, von ihren Gütern das höchſte.
Im Mondſtrahl, deſſen ſanftes Licht dem nächt⸗ lichen Wanderer durch die Marſchen als willkommner Wegweiſer dient, glänzt nimmer der Mordſtahl, der den irrenden Reiſenden im Süden bedroht. Zwiſchen den Knicken der Marſchen lauert nicht der Bandit, wie vor den Thoren der ewigen Stadt und in der allernächſten Umgebung der königlichen Reſidenz von Neapel. Im deutſchen Norden ſchläft der Reiſende unter dem Schutze altdeutſcher Ehrlichkeit ſicherer un⸗ ter dem Strohdach als mancher ſüdländiſche König in ſeinem Palaſte. Unentgeltlich theilt der Bewohner der Marſch wie der Haide ſein Brod mit dem vor⸗ ſprechenden Wandersmann. Lägen nicht mitunter die verkappten däniſchen Spürer am Wege, unbeirrt könnte man ziehen durch das Holſteiner Land, zu Fuß, zu Pferd und zu Wagen. Hat man einmal die echt norddeutſchen Marken erreicht, bedarf es keines Schloſ— ſes am Reiſegepäck!—
Der Vollmond hatte uns genau das zum Gehöft
führende Außenheck gezeigt. Am Tage iſt wohl irgend
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ein Kuhjunge in der Nähe, um in Erwartung eines Schillings das althergebrachte Gatter aus dem Schließ⸗ zapfen zu heben. Jetzt mußte Wilm abſteigen, um uns Eingang zum Baumgange zu verſchaffen, der zur inneren Befriedigung des Hofes hinwies.
Ein zweimal wiederholtes Peitſchenklatſchen führte den Hausherrn herbei, der ſo ſpäte Gäſte wohl nicht mehr erwartet hatte. Er nahete unſerm Wagen in Begleitung eines Knechtes, der ſeine hellbrennende
Laterne uns hoch in die Geſichter hielt. Mein An⸗ liegen und der Name meines Onkels, der wegen ſei⸗ nes ausgebreiteten Handels mit Landesproducten in
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Folge, 167
der Gegend ziemlich bekannt war, genügte Herrn Dirxen, mich willkommen zu heißen.
„Jan! ſorg vor de Peere und vor de Lüe“— Jan, ſorge für die Pferde und die Leute— lautete des Wirths Ordre an den leuchtenden Hofknecht. Mein Taxator, dem das Leben im Lande nicht fremd war, hatte ſich beeilt, einen Platz an der Feuerſeite auf der großen Dehle unter dem weiblichen Dienſt⸗ perſonal zu gewinnen, während mich Herr Dirxen durch eine andere Eingangsthür zum Wohnzimmer führte. Hier empfing mich ein blühendes, junges Mädchen, die mir vom Hausherrn als ſeine einzige Tochter, als einziges Kind vorgeſtellt wurde.
„Die Mutter iſt früh geſtorben, Meta iſt die Hausfrau hier ſeit mehreren Jahren. Sie hat alle Hände voll zu thun, das gute Kind; aber ſie iſt fröh⸗ lich und wohlgemuth, ſie liebt den Papa,“ ſprach Dirxen und ſtrich dem beſcheiden ſich neigenden Mäd⸗ chen über das volle, blonde Haar. Der freundliche Blick aus dem großen, blauen Auge, mit dem ſie mir zum Willkommen die Hand reichte, die herzliche Frage, womit ſie mir dienen könne nach der Reiſe Beſchwer⸗ den, zeigten, daß Meta von bäuerlicher Einfalt und von großſtädtiſcher Ziererei gleich weit entfernt war.
Als Vater und Tochter bald nachher auf kurze Zeit das Zimmer verließen, belehrten mich einige auf Meta's Arbeitstiſchchen liegende Bücher, die Blumen im Fenſter und zwei in blanken Käfigen ſchlummernde Vögel, daß ſie auch einſam nicht allein war. Gleiches mußte ich vom Vater denken, denn zwei hohe Glas⸗ ſchränke, der eine mit Büchern, der andere mit in ſym⸗ metriſcher Ordnung ausgeſtellten Jagdgewehren gefüllt, ſchienen nicht blos zu Paradeſtücken in der Wohn⸗ ſtube zu dienen.
Gut Eſſen und Trinken iſt ſeit alter Zeit eine gute Gewohnheit bei den Holſten geblieben. Hat der Holſteiner Gäſte, ſo giebt er das Beſte, was das Haus vermag, und dieſes vermag Vieles in Speiſekam⸗ mer und Keller, ſo wie es Walter Scott aus den Zeiten des luſtigen Englands ſchildert, wo der Squire den Küchenzettel machte, wenn Gäſte zum Beſuch ka⸗ men.— Der von Meta ſervirte Abendtiſch gab von bolſteiniſcher Gaſtfreundſchaft das ſprechendſte Zeug⸗ niß. Obgleich ein Speckpfannkuchen in Begleitung von gezuckertem Salat, und Butter und Käſe darauf folgend, mehr als genügend für mich geweſen, ſo mußte ich doch dem kalten Roaſtbeef, dem Rauchfleiſch, marinirten und geräucherten Aal und der Gänſebruſt noch die gebührende Ehre erweiſen. Neres und Oporto, echt wie er von den heimiſchen Küſten bei Toͤnning gelandet war, würzten das Mahl.
Bei guten Cigarren, deren Genuß— wie der
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