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hier und da einen verſtohlenen Blick miteinander aus⸗ zutauſchen oder eine heimliche Neckerei auszuüben, hinter welcher ſich die Liebe ja ſo gern verbirgt, ſo lange ihr noch nicht sRecht zuerkannt worden iſt, einen officiellen Platz enzunehmen.
In meinem Herzen ſtürmte es, und die ſüßen Hoffnungen, welche der heutige Abend bei mir rege gemacht hatte, wiegten mich in eine mehr als gewöhn⸗ liche Sentimentalität.
Ich blickte Herrn von Weſtern an, ich ſah, wie ſein Auge zufrieden und vertrauensvoll auf uns Allen ruhte, ich wünſchte dem biederen, einfachen Manne in dieſem Augenblick ein größeres Glück, als er viel⸗ leicht ſelbſt begehrte.
„O,“ dachte ich,„wenn ihm jetzt neben einer ſo herrlichen Tochter noch ein edeler Sohn, der ſeine Tugenden geerbt hätte, zur Seite ſtände!“ und hin⸗ geriſſen von dieſen Betrachtungen, ergriff ich ſchmei⸗ chelnd ſeine Hände und ſagte mit bewegter Stimme:
„Wenn ich Sie ſo in Ihrer Güte ſehe, in Ihrer heiteren Zufriedenheit, wie ſchön denke ich es mir dann, wenn es dem Himmel gefallen hätte, Ihnen neben einer ſo trefflichen Tochter auch noch einen Sohn zu ſchenken.“ Ich blickte dabei dem Baron in's Geſicht, aber Schmerz und Bedauern ergriff mich, als ich die Wirkung gewahr wurde, welche dieſe unbedacht hingeworfenen Worte auf ihn hervorbrachten. Er
zog langſam ſeine Hand aus der meinigen; ſein eben
noch ſo ruhiges und wohlwollendes Geſicht überflog ein ſchmerzhaftes Zucken, ſein klares Auge wurde trübe, und langſam ließ er den Kopf auf die Bruſt ſinken.
„O, welche geheime Wunde habe ich Unvorſich⸗
tiger berührt!“ dachte ich erſchrocken, als ich die Ver⸗
änderung gewahr wurde, und meine Augen richteten ſich auf Henriette und Suſanne, in der Hoffnung, dort eine Aufklärung zu finden. Aber Suſanna hatte den Kopf traurig auf die Bruſt ſinken laſſen und zupfte verlegen an einer Bandſchleife, während Hen⸗ riette ihren Blick mit zärtlicher Beſorgniß auf ihren Vater heftete und eine ſtumme Bitte, die wohl nur er verſtand, gegen ihn auszuſprechen ſchien. Uebrigens war dies Alles nur das Werk einiger Augenblicke. Als ich zum zweiten Mal nach Herrn von Weſtern hinſah, hatte er bereits wieder ſeine ruhige heitere Miene angenommen und ſtreckte mir freundlich und gütig ſeine Hand entgegen. Ich fühlte an ſeinem ſanften Druck, daß er das Peinliche meiner Lage recht gut erkannte und mich in ſeiner Herzens⸗ güte von aller Schuld freiſprach. Auch ein Blick, den ich mit der Baroneſſe austauſchte, ſagte mir daſſelbe, und da der Doctor, wahrſcheinlich aus Mitleid zu
Dierte Holge⸗
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(mir, noch zur rechten Zeit einige ſeiner heiteren Be⸗ merkungen hinwarf, ſo war der Vorfall bald vergeſſen, und als wir uns trennten, um uns zur Rilhe zu
begeben, geſchah dies mit derſelben Herzlichkeit wie
gewöhnlich. Wie hätte ich mich, nach den leiſe angedeuteten
Erklärungen dieſes Abends, die freilich mein liebendes
Herz nur allein verſtehen konnte, und nach den Hoff⸗
nungen, die mir daraus erwuchſen, ſchon zu Bett legen
können! Die Nacht war ſo ſchön, der Blüthenduft, welcher Hunderten von Blumenkelchen entſtieg, drang in mein Zimmer, und tief im Park, im dichten Laub⸗ werk verborgen, ſang die Nachtigall noch immer ihr ſchmachtendes Liebeslied. In meinem Herzen ſelbſt öffnete ſich eine Knospe nach der andern— o, als
Huſar verſtand ich ja den kleinen Krieg, ich glaubte,
daß mir der Sieg ſicher ſein würde!...
Nein, nein, es litt mich nicht länger in dem dumpfen Zimmer, ich mußte hinaus in's Freie!... Raſch hatte ich den langen Corridor durcheilt, ge⸗ räuſchlos ſtieg ich die weiche, mit einem breiten Tep⸗ pich belegte Treppe hinab, durcheilte den Blumen⸗ garten, der vor dem Hauſe lag, und ſank, Alles um mich her vergeſſend, ſchwärmeriſch träumend, auf eine von dichtem Gebüſch eingeſchloſſene Bank.
Ich weiß nicht, wie lange ich da geſeſſen hatte, als ich plötzlich durch ein leiſes Kniſtern auf dem Sande aufgeſchreckt wurde. Ich blickte auf, und kaum zwei Schritt von mir ging Henriette, in einen Shawl ge⸗ hüllt, an mir vorüber. Anfangs wollte ich aufſpringen und ihr nacheilen, aber ich bedachte, daß dies eine Unbeſcheidenheit ſein würde, die ſie verletzen könnte, ich folgte ihr daher nur mit meinen Augen, während mein Herz freudig klopfte, denn eine innere Stimme ſagte mir: dieſelben Gründe haben ſie hierher getrie⸗ ben wie dich, ſie hat dieſe dunklen, nur vom Mond— licht erhellten Laubgänge aufgeſucht, um ſich mit dir zu beſchäftigen, um von dir zu träumen, ſo wie du von ihr träumſt. 1
Das Fräulein hatte ſich etwa hundert Schritt von mir gleichfalls auf eine Bank niedergelaſſen, und von meinem Verſteck aus konnte ich ganz genau den Platz überſehen, wo ſie ſaß.
Plötzlich tritt aus einer Seitenallee ein junger Mann. Henriette erhebt ſich, geht ihm einige Schritte entgegen und überläßt ihm willig ihre Hand, während er vor ihr niederkniet und dieſe Hand mit Küſſen bedeckt. Dann kehren Beide nachder Bank zurück; der Fremde bedeckt ſein Geſicht mit beiden Händen, während das Fräulein ihr Taſchentuch vor die Augen hält und in ein lautes Schluchzeu ausbricht. Ich balle wüthend die Fauſt und ſtehe im Begriff hervor⸗


