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als ein patriotiſches Parteiwerk weitverzweigte Natio⸗ nalſympathien wach. Dazu kommt, daß die Verfaſ⸗ ſerin als Stammgenoſſin des unglücklichen Polenlandes mancherlei Sachkenntniſſe verräth, die von Fremden auch mit Hülfe eines längeren Aufenthalts nicht zu gewinnen ſind.
Das Werk beſchäftigt ſich mit einer Lebensbe⸗ ſchreibung des berühmten Polenhelden Thaddeus Kosciuszko, welcher bekanntlich die letzten ſo zu ſagen officiellen Verſuche machte, ſein Vaterland als deſſen Befreier wieder herzuſtellen. Es iſt bekannt, daß trotz ſeines Heldenmuthes und ſeiner von großem Ta⸗ lent unterſtützten Kriegskunſt dieſe Verſuche zwar für ihn und viele Brave ruhmvoll, aber für den Geſammt⸗ erfolg doch unglücklich ausfielen. Der edle Kosciuszko wurde endlich auf dem Schlachtfelde gefangen genom⸗ men, und durch Kaiſer Paul aus einer für ſeine Be⸗ ſieger unehrenvollen Gefangenſchaft befreit, ſtarb er im Auslande, nachdem er noch einmal Nordamerika betreten und dieſem Lande, in dem er ſich früher unter Waſhington militäriſche Lorbeeren erworben, als Geſandter und Vermittler Frankreichs gedient hatte.
Kosciuszko blieb bis zu ſeinem letzten Athemzuge der glühendſte Patriot. Er war ein ſtarker, einfacher Charakter von antiker Größe und ſuchte nur in der Gediegenheit, Treue und unermüdeten Thätigkeit ſeinen Werth. Ein eiſerner Fleiß und achtungswer⸗ ther Ehrgeiz hatte ſeine wiſſenſchaftliche Bildung auf die Höhe der Zeit erhoben, und er hütete ſich davor, die ungetheilte Spannkraft ſeines planvollen Geiſtes bei den Frauen und überhaupt bei der äußerlichen Weltluſt einzubüßen.
Nur wenige große Männer hat Polen aufzuwei⸗ ſen, die ſo frei von den Schwächen und Fehlern waren, welche man ihrer Nation ſo häufig zum Vorwurf macht und die ihren Grund zum Theil in der unglück⸗ lichen hiſtoriſchen Erziehung derſelben haben.
Dieſe decente Tüchtigkeit, dieſe edle Reſignation und philoſophiſche Mannheit ihres Helden hat die Verfaſſerin treulich darzuſtellen geſtrebt. Wir be— gegnen überall einem ungewöhnlich detaillirten Stu⸗ dium der polniſchen Geſchichte, es würde auch ohne daſſelbe nicht möglich geweſen ſein, nur einigermaßen klar die complicirt verwirrten politiſchen Zuſtände auseinanderzuſetzen, an denen Polen überhaupt litt, mit welchen es aber noch in reicherem Maße durch die Intriguen der Kaiſerin Katharina, mit Hülfe des Polenkönigs Stanislaus Poniatowski, überſchüttet wurde. Noch unſeliger geſtaltete ſich die Lage, als auch Oeſterreich und beſonders Preußen hinzutraten und Gelüſte wie Rußland zeigten. Solcher Ueber⸗
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macht gegenüber mußte das geſchwächte, ſchon zwei⸗ mal getheilte Land rettungslos verloren ſein. Auch ein Kosciuszko vermochte es nicht zum Siege zu führen. Selbſt bei einer größeren Kraft Polens wäre dies kaum möglich geweſen, da deſſen Helden der berühmte General Suwarow, einer der geſchickteſten Feldherrn ſeiner Zeit, mit einem ausgezeichneten Heer entge⸗ genſtand.
Wenn wir vorhin den betreffenden Roman ein patriotiſches Parteiwerk genannt haben, ſo wird er vielleicht gerade deßhalb in unſeren Tagen ein leb⸗ hafteres Intereſſe erwecken, denn man hört gern über eine von herzzerreißender Tragik heimgeſuchte Nation günſtige begeiſterte Worte ausſp ja man ſieht be⸗ reitwillig von derſelben ein Bild entwerfen, welches hin und wieder mit ſchmeichelhaften Farben ausge⸗ führt iſt. Gerade heute wird es vom Gerechtigkeits⸗ gefühl weniger entbehrt, daß die Verfaſſerin die ei⸗ gene Schuld Polens an ſeinem Untergange nicht ſo deutlich accentuirt hat, als es die parteiloſeſten mit Polen ſympathiſirenden Geſchichtsſchreiber thun, in⸗ dem ſie den Fluch hervorheben, welchen Herrſchſuchts⸗ gelüſte, Sonderbündniſſe, Parteiung, Käuflichkeit und vor Allem der Uebermuth einer hochfahrenden Ariſto⸗ kratie und die Unterdrückung und Zurückſtoßung des Volkes dem unglücklichen Lande bringen mußten. Die Hiſtoriker ſagen:„Der Mangel jedes volksthümlichen Geſammtgefühls, die volle Zerſetzung alles deſſen, was ſonſt einen Staat oder eine Geſellſchaft ausmacht, Verrath und grobe Beſtechung ſind ſelten ſo grell hervorgetreten, wie in den letzten Tagen Polens.“ „Es ſchien dies Land von der ewigen Vorſicht zum warnenden Beiſpiel auserſehen, wohin die ungezügelte Herrſchaft von Junkern und Prieſtern ein Volk füh⸗ ren muß.“
Das wirklich Hiſtoriſche nimmt gut zwei Dritt⸗ theile des vorliegenden Romans ein, wodurch der Werth deſſelben für gediegene Leſer und in Bezug auf die Aufgabe des Gegenſtandes nur erhöht wird. Schwach und mangelhaft muß man dagegen die eigent⸗ liche Compoſition, das Romantiſche des Romans nennen, die Intrigue, die Führung der Handlung. Der Uebergang von Stimmungen zu Stimmungen, von äußeren Anregungen zum Entſchluß, und endlich zur Action der einzelnen Figuren iſt faſt immer zu kurz und macht oft den plötzlichen Eindruck eines Sprunges, der unnatürlich wirkt. Es werden dem Leſer die innern Seelenvorgänge und Wandlungen nicht deutlich genug gezeigt, und es fehlt daher häufig an der nöthigen pſychologiſchen Motivirung. Manche der Charaktere ſind mißrathen und erſcheinen thea⸗ traliſch übertrieben; auch bei ein paar weiblichen


