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Tavernen der Hehler, Einbrecher, Brandſtifter und Raubmörder unternahm. Alle dieſe Perſonen ſind zum Theil nur verdächtig und nicht überführt, andern⸗ theils haben ſie ihre Strafzeit hinter ſich, und da ſie ſich in den Colonieen einige Jahre gut aufgeführt, hat ihnen die Londoner Polizei unter ſtrenger Beauf⸗ ſichtigung geſtattet, in die ungeheure Metropole des britiſchen Reichs zurückzukehren. Es braucht kaum erwähnt zu werden, wie gefährlich dieſes Syſtem iſt, indem die Verbrecher nur die gute Gelegenheit be⸗ nutzen, auf's Neue ihrem Handwerk nachzugehn.
Die Leſer, welche ſich mit dieſen intereſſanten,
Noyellen⸗
Zeitung.
lehr lebendig geſchriebenen Darſtellungen bekannt machen, werden auf unterhaltende Weiſe eine ſehr genaue Kenntniß von demjenigen abenteuerlichen Ma⸗ terial empfangen, welches in den engliſchen Romanen aller Art als Nervenerreger benutzt wird und von dem der Laie oft nicht weiß, in wie weit es ein hohles Product der Einbildungskraft oder ein wirklich realer Gegenſtand iſt.
Die Schreibweiſe dieſer culturhiſtoriſchen Skiz⸗ zen iſt in der That weit friſcher und angenehmer, als man ſie in manchen andern Editionen des Autors antrifft.
Feuilleton.
Admiral ſamelin.
Am 16. Januar c. ſtarb in Paris in Folge einer lan⸗ gen, ſchmerzlichen Krankheit der frühere Marineminiſter und bisherige Großkanzler der Ehrenlegion, Ferdinand Alphons Hamelin. Derſelbe wurde am 2. September 1796 geboren und von ſeinem Oheim, dem Contreadmiral Baron Hamelin, einem der berühmteſten Marine⸗Officiere des erſten Kaiſer⸗ reichs, erzogen. Im Alter von 11 Jahren ſchiffte er ſich am Bord der Fregatte Venus, auf welcher er mehreren merkwür⸗ digen Gefechten beiwohnte, als Seecadet ein und 1812 nahm er, nachdem er zum Schiffsfähndrich ernannt worden war, an der Schelde⸗Expedition Theil. Am 22. Auguſt 1821 wurde er zum Schiffslieutenant, am 31. December 1828 zum Fre⸗ gattencapitain, im Jahr 1836 zum Linienſchiffscapitain, 1842 zum Contreadmiral und 1848 zum Viceadmiral ernannt, und es wurden ihm in ſeiner Laufbahn zahlreiche Commandos übertragen, in denen er die Eigenſchaften eines vollendeten Seemanns entfaltete.
Sein Name iſt beſonders eng mit dem merkwürdigen Feldzug in der Krim verknüpft.
Er bekleidete den Poſten des Marine⸗Präfects in Toulon, als er 1853 den Befehl über das franzöſiſche Geſchwader im ſchwarzen Meere erhielt. In dieſer Eigenſchaft leitete er in dem Krimkriege das Bom⸗ bardement von Odeſſa, die Landung der Truppen in der Nähe der Alma und den Angriff gegen die Forts von Seba⸗
Pr der für immer merkwürdig bleiben wird und in dem
franzöſiſche Marine ſich mit Ruhm bedeckte. In allen dieſen Unternehmungen zeigte er eine bewundernswürdige Kaltblütigkeit, großen Muth und Hingebung. Bei dem An⸗ griff am 17. October 1854 ſprang auf dem Hinterdeck des Linienſchiffs Ville de Paris, auf welchem der Admiral ſeine Flage aufgehißt hatte, eine Granate, tödtete an ſeiner Seite den zu ſeinem Generalſtab gehörigen Schiffslieutenant Somme⸗ lier und warf ihn ſelbſt zu Boden. Hamelin ſtieg wieder
auf und fuhr mitten unter den Wurfgeſchoſſen, welche von
den Ruſſen auf ſein Schiff gerichtet wurden, zu commandi⸗ ren fort.
Für ſein tapferes Benehmen erhielt er von dem Kaiſer zur Belohnung den Grad als Admiral, der ihm durch ein
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Admiral Hamelin zum Großkanzler der Ehrenlegion ernannt
am 2. December 1854 datirtes Decret verliehen wurde. Kurze Zeit nachher verließ er das ſchwarze Meer, nachdem er den Oberbefehl über das franzöſiſche Geſchwader dem Viceadmiral Bruat, der unter ſeinen Befehlen gedient, über⸗ tragen hatte.
Nach dem Tode des Marineminiſters Theodore Ducos wurde der Admiral Hamelin zu deſſen Nachfolger ernannt, welchen Poſten er vom 19. April 1855 bis zum 24. No⸗ vember 1860 bekleidete. Kurze Zeit nachher übertrug der Kaiſer ihm die Würde als Großkanzler der Ehrenlegion.
Bei einem rechtlichen und loyalen Charakter war der Admiral Hamelin einer der ausgezeichnetſten Marine⸗Offi⸗ ciere unſrer Zeit. Er hinterläßt eine ehrenwerthe Familie, welche ſeinen Namen würdig trägt. Sein älteſter Sohn iſt jetzt Fregatten⸗Capitain und Stabscapitain auf dem Dampf⸗ linienſchiffe Bretagne, ſein zweiter Sohn iſt Referendar
am Rechnungshofe, ſeine Tochter iſt ſeit kurzer Zeit mit ei⸗
nem in der öffentlichen Achtung ſehr hochſtehenden Manne vermählt.
Die Hochzeit war auf den 5. Januar c. anberaumt, doch der Admiral, welcher ſein nahes Ende voraus ſah und der Hochzeitfeier ſeiner Tochter, die er ſehr liebte, beizuwohnen wünſchte, drang darauf, daß die Vermählung bereits im Monat December ſtattfinden mußte.
Der Admiral zeigte in ſeinen letzten Augenblicken einen friſchen Muth; er ſtarb als Chriſt und gleichzeitig als tapfe⸗ rer Soldat. In der Marine hinterläßt er ein tiefes Be⸗ dauern und ſeiner Familie eine koſtbare Erbſchaft der Loya⸗ lität und Ehre, die er ſich in ſeiner rühmlichen Laufbahn er⸗ worben hat.
Um das Andenken des Admirals Hamelin in einer ganz beſondern Art zu ehren, beſchloß der Kaiſer, daß die ſterbliche Hülle deſſelben in der Todtengruft des kaiſerlichen Invalidenhotels beigeſetzt werde. Das Leichenbegängniß fand am 21. Januar mit großem militäriſchem Pomp im Invalidenhotel ſtatt.
Man war in Paris in einer gewiſſen Spannung, welche Perſönlichkeit von dem Kaiſer an Stelle des verſtorbenen
werde. Martſch muthete! ſtal pl alb dieje diſe Ste uuch dies von ihn haiſerlich Flahau Flahar 79. 1 zur 3 ner T eine? thier, 1813 ral enn emyonge bagleiet vor ihn ſeine Ar
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