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„Diable! Das wird eine halsbrechende Arbeit!“ murmelte Victor.
„Genirt Dich das etwa?“ fragte der Gascogner, den Freund mit ſeinem feinen, ironiſchen Lächeln von der Seite anſehend.
„Ah, nicht im mindeſten!“ rief Victor.
„Alſo!“ ſchloß Franceschi und fing mit Victor an ein zu ihrem Zwecke paſſendes Boot im Hafen zu ſuchen, den ſie ſoeben erreicht hatten.
Etwa anderthalb Stunden ſpäter befanden ſich die beiden jungen Seeleute bereits auf dem Anſtande. Ihr Boot, leicht, elegant gebaut, mit einem Kiel und Schnabel ſcharf wie ein Meſſerrücken, wiegte ſich auf den ſanften Wogen jenſeit der Bänke. Es war voll⸗ kommen Abend. Man bemerkte kaum eine„ſeidene Briſe,“, vom Canale her dem Lande zuflüſternd. Das Meer war eben und wurde nur durch das allmähliche, faſt geräuſchloſe Andringen der Fluth bewegt. Die Bänke zeigten heute Abend nicht die heftige Brandung,
welche geſtern durch die ſtreitenden Gewalten eines
heftigen Landwindes und der ſteigenden Fluth bewirkt war. In langen Pauſen und faſt taktmäßig rauſchte eine Woge nach der anderen über die Dünen. Auf dem Kamme derſelben ſteigerte ſich das rollende Murren der Woge zu einem ſecundenlangen Brau⸗ ſen; dann brach ſie und verlief ſchweigend, bis ihre Nachfolgerin das einförmige und doch ſo unendlich poetiſche Spiel genau auf dieſelbe Weiſe wiederholte. Victor de Ruailles und Joſeph Franceschi hatten
den Schnabel ihres Bootes dem Canale, ihre Geſich⸗
ter aber der Rhede zugewandt. Ihre Doppelflinten lehnten handgerecht an der kleinen Steuerbank am Sterne, welche eine hinreichende Anzahl guter Kugel⸗ patronen trug. ihre Ruder gefaßt; ſie ruderten indeß nicht mehr. Etwa jede zehn Secunden fielen wie auf's Commando die ſchmalen Schaufeln gleichzeitig in's Waſſer, und beide Männer zogen lautlos an, um ſich gegen die Fluth auf ihrem Platze zu behaupten.
Die Freunde ſchwiegen. Victor ſeufzte abwech— ſelnd mit ſolcher Beklommenheit und ſolcher Vehe⸗ menz, daß Franceschi jede dieſer centnerſchweren Her⸗ zenserleichterungen mit einem halblauten Fluche er— widerte. Franceschi aber ſummte irgend eine Melodie ſo laut zwiſchen den Zähnen, daß Victor genöthigt war, ihm durch jeweilige Stöße mit dem Ellenbogen
das Unvorſichtige dieſes Benehmens bemerklich zu machen. Es waren dies die peinlichen Minuten vor einer Schlacht, und die beiden Seeleute, deren Nerven weder durch das Alter noch durch die Ge⸗ wohnheit des Kampfes abgeſtumpft waren, mußten die ganze Wucht dieſer Augenblicke empfinden.
Die jungen Officiere hielten zwar
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„Wird dies noch lange währen?“ murmelte Victor gepreßt.
„Thut mir leid, geben kann.“
„Dies Warten, dies Auflauern droht mich zu
daß ich Dir keine Auskunft
erſticken, Joſeph!“
„Deine hochgeſchätzteſten Empfindungen, beſter
Victor, ſind, bedenke es wohl, in dieſer Stunde mehr als je Nebenſache... Siehſt Du nichts?“
V„Nein!“
„Parbleu! Siehſt Du denn unſre Burſchen zu Deinen Füßen?“ fragte Joſeph mit gedämpfter, jedoch ſehr zorniger Stimme.„Warum ſiehſt Du immer dieſe einfältigen Doppelflinten an?“
„Ah, Joſeph, dieſe Kaninchenjagd wird abſcheu⸗ lich werden,“ erwiderte der Schaluppencapitain.„Es kommt mir vor, als wären wir nicht mehr brave Officiere von der Flotte Frankreichs, ſondern blut⸗ dürſtige Corſaren...“
„Warum nicht lieber gar Piraten? Du, ein Rieſe⸗ von ſechs Fuß Höhe, biſt nichts weiter als ein Kind, ein ſentimentales Kind, das ſich in Aberwitzen ergeht, wenn die vichtigſten Angelegenheiten in der Welt auf dem Spiele ſtehen. Ah, bei Gott, ich könnte
wünſchen, daß ich ſtatt Deiner einen Burſchen von einem Corſaren⸗ oder Piratenſchiffe neben mir hätte,
wüßte ich nicht, daß es nur ein wenig Pulverdampf bedarf, um Dich zu berauſchen und Dich zum voll⸗— kommnen Manne zu machen.“
In dieſem Augenblicke legte Victor, ohne ein Wort zu ſagen, heftig ſeine Hand auf Franceschi'’s Arme. Er bückte ſich raſch und griff nach den Flin⸗ ten, indem er ſeewärts mit der Hand deutete.
„Da ſind ſie,“ keuchte der Gascogner, einen Moment lang ſpähend und dann ſein Gewehr in Be⸗ reitſchaft ſetzend.
Und keine zehn Klafter von dem Boote der Freunde entfernt, ſchoß die ſchlanke Jölle des Loot⸗ ſen mit drei Männern an Bord mit ſauſender Schnel⸗ ligkeit vorüber und der Höhe zu. Drüben ward ein unterdrückter, breiter engliſcher Fluch laut, ein Zeichen, daß man das franzöſiſche Boot bemerkt hatte.
Victor und Franceschi holten aus; ihr Kahn durchſchnitt das Waſſer, als würde es von einem Säbelhiebe getheilt.
„O Schmach!“ keuchte Victor, nachdem das Rennen einige Zeit gewährt hatte.„Wir haben eine wahre Barque-à-Piment, die abſcheulichſte Marie-
Salope(Bezeichnung von langſamen Fahrzeugen) gemiethet. Wir werden dies Boot nimmermehr einholen.“
„Sicherlich!“ erwiderte Franceschi.„Halt eine


