Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
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Wagſtück unternehmen konnten. Solche Männer ſind dem tapferſten Gegner furchtbar.

Franceschi ſchien irre zu werden. förmlich mit den Blicken in den Zügen des Alten, welche eine wahrhaft olympiſche Ruhe athmeten.

Eh bien, Sie fürchten ſich ebenfalls; ich meinte, Sie hätten vorhin Ihre Thür verbarricadirt gehabt.. Du irſt Dich wohl! brummte Victor.

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Sie, junger Herr, eingedrungen, um mir das i. unle Ihrer Geſell⸗ V ſchaft zu ſchenken! antwortete La Ferrond höhniſch.

Das bin ich, Joſeph Franceschi, theuerſter Mar⸗ quis! Da ſteht aber zum Beiſpiel noch Jemand draußen; ein Lootſe, wenn ich nicht irre... Ein kleiner ſchwarzer Burſche, ein wahrer Mordkerl... V

Ein Lootſe? Eine Art von Matroſe? Es be⸗ finden ſich in dieſem Augenblicke über zehntauſend dieſer Leute draußen, mein Lieutenant! antwortete der Ariſtokrat auf der Stelle.

Franceschi fing ſeinO Pavillon tricolore! zu ſummen an, und Victor, welcher ungeachtet der Wuth, die er gegen den Marquis und gegen Blanca empfand, die ſchöne Treuloſe noch immer nicht wenig liebte, begann dem Herrn von La Ferroux mit großer Sanft⸗ muth bemerklich zu machen, daß er mit ſeinem Freunde eine Jagdpartie in den benachbarten Sandbergen an⸗ zuſtellen gedenke.

Ja, eine Jagdpartie! ſprach Franceschi.Und wir kommen, um Doppelflinten zu borgen, deren Sie ſo ausgezeichnete beſitzen. Wir wollen Kaninchen, vielleicht auch Füchſe ſchießen, Herr Marquis.

La Ferroux griff mit einer wahren Herzenser⸗ leichterung nach zwei Flinten in der Zimmerecke und übergab ſie den Freunden, die er auf dieſe Weiſe am ſchnellſten loszuwerden hoffte.

Wirklich ſteckte Franceschi ſeinen Degen ein, hing das Gewehr über die Achſel, nahm Victor an den Arm und empfahl ſich dem Ci-devant mit hämiſchem Grinſen.

Als die Freunde das Haus verließen, bemerkten ſie den Lootſen am Rande des Gehölzes.

Guten Abend, mein Burſche! ſagte Franceschi.

Das iſt er alſo? keuchte Victor, unwillkuͤrlich das Gewehr von der Achſel nehmend.

Der Strohhut des Schiffers verſchwand raſch in dem Gebüſch.

Tranquille! ſagte Franceschi zu dem Freunde. Die Kaninchenjagd hat noch nicht begonnen. Was ſagſt Du übrigens von dieſem La Ferroux?

Ah, Du haſt Recht, wie immer.

Du biſt ſehr höflich!

ſind ja trotz dieſer Barricaden Unvorſichtigkeit zutrauen der Kerl war zu ſicher,

endi heide Hauch bei dieſem Elenden, eine zweideu tige Bewegung, ein unoillkürliches, verrätheriſches

ſie wieder fortzuſchaffen...

Novellen⸗Feitung.

Dieſer Chouan, Joſeph, hat bei dem Verſuche

dieſer engliſchen Emiſſäre, die Magazine aufzuſprengen, Er wühlte und bei unſerm ewig ſchändlichen Unglück die Hand im Spiele gehabt.

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Ich glaube, dieſe Unholde ſtecken

in ſeinem Hauſe...

Das Erſte iſt richtig; aber die Engländen ver⸗

virgt er nicht! erwiderte Franceschi mit Beſtimmtheit. La Ferroux iſt zu fein, als daß man ihm eine ſolche

ſollte. Und außerdem.. zu ruhig. Haſt Du einen:

Zucken ſeiner großen ſtieren Augen bemerkt? Er war ſicher, ſeine Sache ſtand und ſteht ſo, daß er, mag eintreten was will, nichts zu riskiren hat. Machte er ſich nicht förmlich über uns luſtig?

Aber dieſer Burſche da im Wäldchen! erwi⸗ derte Victor.Er hat dieſe Engländer während unſeres Gefechts an's Ufer gelantſcht, und ich ſchwöre, daß er ſicherlich heute Abend den Verſuch machen wird,

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Ja, den Verſuch, murmelte Franceschi, auf eine J d

Flinte ſchlagend;denn, mordious! ſo lange ich noch einen Tropfen Blut in den Adern habe, wird's ihm dem

nicht gelingen!

Aber was beginnen wir denn, Victor.Meiner Meinung nach müſſen wir Meldung machen, obgleich das den Vater Blanca's ach, ich kann ſie nicht aus meinem Herzen reißen! wahr ſcheinlich noch heute an den Galgen bringen wird.

Was willſt Du denn melden? Willſt Du Dich lächerlich machen, Deinich denke, ich meine, ich glaube dem Commodore vorzuſchwatzen? Wir haben nöthig, uns wegen unſrer reſpectiven Dummheiten gefälligſt zu revanchiren. Uns iſt ein Sieg noth⸗ wendig, und wir müſſen uns jedenfalls vor morgen früh ausgezeichnet haben, wollen wir nicht vor der ganzen Flotte an den Pranger geſtellt werden.

Aber ich verſtehe Dich noch immer nicht... willſt Du...

Das iſt einmal Deine Sache nicht; iſt übrigens auch gar nicht nöthig! ſagte der Gascogner.Wir werden einfach den Mund halten, ein Boot miethen, uns hinter den Bänken aufſtellen. und Kaninchen ſchießen. Das iſt alles! Marchons, camarade!

Wie aber, Meiſter Joſeph, kommen wir nach Deiner höchſt weiſen Meinung über unſre Linien mit dem Boote hinaus?

Eh bien, ganz auf dieſelbe Weiſe, wie jener Lootſe geſtern Nacht hinausgekommen iſt. Wir wer⸗ den uns den Teufel um die Wachtſchiffe und um ihre etwaigen Kugeln kümmern.

Joſeph? fragte

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