Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
87
Einzelbild herunterladen

rteten Sache pn... vitain aus⸗ um e, zu gebt OMa⸗ ich er geht... hlüpfen, ie Bou⸗ ſt das

1. Kn! h wede geendigt

ſichere eugung, gen.

in fort. Verſuch äſiſchen ommen, n ſtar Foh⸗ wunicg⸗ intel. lten... r, ſpra⸗

hlüpfen,

nagliſches ll, Hert vackiſen nd Jeuge ſchelih

T fkin d ig ilſt mich

erte dos

Vierte

lein mit feſter Stimme, indem ſie leiſe für ſich hin zufügte:Und dieſer mein Schutzpatron heißt Frangois, mein Geliebter.

Der Burſche wird uns treu ſein?

Bis in den Tod, ſo wahr ich lebe! ſagte Blanca mit ſicherſter Ueberzeugung.

Ein Pilot, ſagſt Du?

Jd.¹

Dient nicht in der Marine?

Er iſt ein Feind des Uſurpators.

La Ferroux rieb, heftig auf⸗ und abgehend, die Hände. Er ließ das Haupt ſinken und verſank in ſeine Pläne und Gedanken.

Und Deine Liebe zu ihm iſt nur Maske, nichts weiter?... Schweig nur... Ich werde ſelbſt dieſen Lootſen aufſuchen und ihn examiniren. Finde ich, daß er Dein Geliebter iſt, ſo ſoll er ſterben, bei St. Denis ſchwöre ich's!

Es war ſehr gut, daß der Marquis in dieſem

Augenblicke ſeine Tochter nicht in's Auge faßte. Ihre

Todtenbläſſe bei dieſer Drohung würde augenblicklich die Wahrheit verrathen haben.

Biſt Du aber diesmal wahr... ach, Blanca, umarme mich, damit ich dieſen ſchrecklichen Auftritt, welcher mir faſt die Beſinnung geraubt hat, abſchütteln kann... biſt Du aufrichtig... welchen Schatz, welches unbezahlbare Kleinod beſitzt dann Dein greiſer Vater in einem Mädchen gleich Dir!

Er umarmte Blanca und drückte ſeine Lippen auf ihre Stirn. Hiernach ſchien er ſich zu ſammeln, ruhiger zu werden. La Ferroux öffnete in der Wand ein geheimes Schubfach und fing an, während er Blanca auf's Genaueſte über Francois befragte, mit großer Raſchheit und einer mit jedem Augenblicke ſichtbarer werdenden heitern Laune eine Maſſe von kleinen Papierſtreifen durchzuſehen, die ganz danach ausſahen, als wenn ſie in den Stöcken, in den Hüten oder den Stiefeln der engliſchen Spione ihren Weg auf franzöſiſchen Boden gemacht hätten.

Zum letzten Mal! rief jetzt der Ci-devant feierlich, beide Hände ſeiner Tochter ergreifend.Was geſchehen ſoll, muß noch heute Nacht geſchehen. Ich bin im Begriffe, ſofort mich dieſem Lootſen anzuver⸗ trauen. Ich gebe ihm meinen Kopf in die Hand... Soll ich gehen, um mich mit ihm zu verſtändigen?

Ja! Kommen Sie! Sie werden ſelbſt ſehen! Ich werde Sie begleiten; Sie würden den Burſchen ſonſt nicht auffinden können! erwiderte Blanca, in⸗

Jolge. 87 Arm, Blanca... Verzeihe mir... Es iſt nicht Zeit... Aber ich werde mich, wenn wir zurückkehren, wie ein Edelmann wegen dieſer Scene»bei Dir revan⸗ chiren.

La Ferroux ſetzte ſein Hütchen auf, ſchlug einen Mantel um und ging mit Blanca zum Hauſe hinaus.

Draußen war es inzwiſchen finſter geworden. Ein herbſtlich kühler Hauch, nach und nach ſich zu einer friſchen Briſe ſteigernd, wehte; der Strand dampfte, und ein weißer Nebel legte ſich über's Meer, ſo daß die Rümpfe der Schiffe im Hafen unſichtbar wurden, während die Maſten, Ragen und Spieren derſelben aus den Nebelwolken emporragten.

Das Fräulein La Ferroux faßte, ſobald eine kleine finſtere Straße, welche auf den Hafenquai mündete, erreicht war, den Marquis bei der Hand, und führte ihn durch ein Labyrinth von Gäßchen und Winkeln. Endlich ſtand ſie vor einem kleinen, ziemlich verdächtig ausſehenden Hauſe ſtill. Durch die Riſſe der Fenſterladen blitzte ein trüber Licht⸗ ſtrahl; die Hausthür ſtand trotz der ſpäten Stunde weit offen; ein Zeichen, daß man ſich hier nicht vor Dieben fürchtete. Die beiden nächtlichen Gäſte tappten ſich zu der Stube im Erdgeſchoß, öffneten und traten ein. Beide befanden ſich in Blanca's Paradieſe.

Hier waren kahle Wändo, ein eichener Tiſch, zwei Stühle, einer war expreß für die junge Marquiſin angeſchafft, mehrere Kleidungsſtücke und Geräthſchaften eines Piloten, und eine alte Lampe, ſonſt aber weiter nichts zu ſehen.

Der Eigenthümer dieſes Stübchens hatte Jacke und Weſte ausgezogen und war nur in einem roth⸗ geſtreiften Hemde und Matroſenbeinkleidern. Mitten in der Stube lag ein alter Hamak, eine Hängematte, und auf dieſer hatte ſich der junge Mann höchſt male⸗ riſch ausgeſtreckt. Er hatte die ſchönen braunen Arme über die Bruſt gekreuzt und hielt eine ſtarke Cigarre zwiſchen den ſchönen Zähnen, in tiefen Gedanken dichte Rauchwolken in die Höhe blaſend, die er dann mit ſeinem rechten Fuße auseinander zu treiben bemüht war.

Als der Marquis und Blanca eintraten, fuhr der junge Lootſe wie vom Donner gerührt in die Höhe. Seine Betroffenheit dauerte jedoch nur einen Augenblick, dann beſaß er wieder jene thatkräftige Geiſtesgegenwart, wovon er dem Gascogner Franceschi eine ſo ſchlagende Probe gegeben hatte.

dem ſie den Hut aufſetzte und einen Shawl umſchlug. Du biſt ein braves Mädchen! ſprach der Ci- devant

nahm einige kleine Pakete unter den Arm und ſteckte die Seekarten in die Taſche.Deinen

Frangois Bart hatte in Blanca's Augen geleſen; er hatte ihre heimlichen Winke verſtanden und hielt ſich in dem Geſpräche, welches La Ferroux mit ihm hatte, ſo gut, daß der Marquis ihm mit lebhafter