76 Novellen⸗Zeitung.
Regentſchaft beſchließen moͤge. An demſelben Tage Leb' wohl, mein Freund, und ſorglos freu' da erlitt aber das Miniſterium in einer Frage wegen Des Lebens Dich in jeder Stund'! ni der Civilliſte im Unterhauſe eine Niederlage, in deren Die neue Freundſchaft bleib' Dir treu, 19 Folge es zurücktrat.(Schluß folgt.) Wie ich Dir's bleib' im Herzensgrund'. ube Für Dich des Glückes hellſter Strahl! im n Für Dich der Blumen ſchönſter Sproß!— ſlich
Dich grüßt mein Lied, zum letzten Mal haupf
S 3— 4 Goldſ
Grüßt es Dich heut', mein Sanggenoß! Man
Gedichte von Emil Rittershaus. glum rung
Wiſſen und Können. u
An einen verlorenen Freund... velh
ieh S Wär' noch ſo viel Dir auch beſcheert Ba
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Wir gingen in der Jugendzeit, Vom Wiſſen, gern' will ich Dir's gönnen— nut Im Lebenslenze Hand in Hand; h a hat das Wiſſen hohen Werth, dam Wir litten an dem gleichen Leid Doch Deinen Werth giebt Dir Dein Können! künſt Und glühten in dem gleichen Brand. 5. lis 4
Ja, plünderſt Du auch friſch und dreiſt Den Weisheitsbaum an allen Zweigen, Nur, was Du ſchufſt aus eignem Geiſt, Iſt wahrhaft ewiglich Dein eigen.
Wir rangen um des Ruhmes Glanz Und ſtrebten nach demſelben Licht, Doch griff die Linke nach dem Kranz, Die Rechte ließ die Rechte nicht! Die Gide ineth ſtreut herum,
An Deiner Bruſt, da war mein Platz, Voll Dünkel, ihres Wiſſeus Krumen; Wenn mich umwob des Grames Nacht!
Sie prahlt mit dem Herbarium
Dein Herz, das war mein beſter Schatz, Von fremden, trocknen Geiſtesblumen! 4 Den nie ich zn verlieren dacht'!— ſor Dir ſchloß ich auf des Buſens Thor, Doch wem vom Schickſal Schöpferkraft und .:. d iunerer S fenadr ogehe 4 Und Deine Heimath war bei mir, nnd inn'rer Schaffensdrang gegeben, halt Und wenn ich je mich ſelbſt verlor, Dem dient nur alle Wiſſenſchaft bund . 8.:; 2 2 8 ſ Telle Fand ich mich wieder, Freund, in Dir!— Als Lebenstrank für eignes Streben! 4* Er ſpiegelt nicht wie blanker Stein die Nun frag' ich mich, was ich Dir that, pieg dde — 8 Nur ab der Sonne leuchtend Sprühen, wie Du, meiner Jugendzeit Genoß,.—. Vor .— Verwandelt wird's in ſeinem Sein 3 Daß jene böſe, dunkle Saat 5 19 ate⸗ feru e e Galter Zu friſchem Grün und duft'gem Blühen.— Kir Des Kaltſinns Dir im Herzen ſproß. Kire Ich ſchaue Dir ins Angeſicht, Wär' noch ſo viel Dir auch beſcheert ſa 3—., äch Doch nicht die Freundſchaft ſchaut mich an— Von Wiſſen, gern will ich Dir's gönnen. en Und doch, bei Gottes ew gem Licht, Wohl hat das Wiſſen hohen Werth, un Ich weiß nicht, was ich Dir gethan!— Doch Deinen Werth giebt Dir Dein Können! örpe ſchmi ehe e 1lse u Li ☛◻.271 arbeit teuilleton 8 * en u — t Kunſt und Luxus in Gold und Silber. ſchen Hauptſtädte wandert, ſo wird man zwar des Glänzen⸗ 8 Die Erzeugniſſe der Goldſchmiede- und Juwelierkunſt den und oft Künſtlichen nicht wenig finden, aber die eigent⸗ d ſpielen noch immer eine bedeutende Rolle und werden ſtets lich ſchönen Arbeiten aus freier Hand, das wahrhaft Künſt⸗ b eine unentbehrliche Zierde der häuslichen Einrichtung und leriſche ſpielt eine ſehr zurückgedrängte Rolle. At des Luxus der eleganten Mode bleiben. Beſonders wird es auch die Damenwelt intereſſiren, d Doch heutigen Tages iſt faſt alles in die maſſenhafte, etwas über das hohe Alter und den früheren gediegenen) blendende Fabriktechnik übergegangen, und wenn man durch Glanz der Goldſchmiedekunſt zu vernehmen. b die vornehmſten Salons von London, Paris oder der deut⸗ Auf einer ſehr hohen Stufe ſtand ſie im dreizehnten


