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Cambridge im Unterhauſe gewählt wurde. ſelben Jahr ſtarb Lord Robert Gifford, J. S. Copley folgte Stellung als Master of the Rolls, behielt aber in Folge einer ausnahmsweiſen Uebereinkunft auch in dieſer Stellung ſeinen Sitz im Unterhauſe bei. Master of the Rolls hielt er am 6. März 1827 ſeine berühmte Rede gegen die von Lord Canning bean⸗ tragte Emancipation der Katholiken. So unange⸗
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Als
Folge.
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In dem neuen Miniſterium, das, mit Ausnahme der Lords Canning und Eldon, aus denſelben Ele⸗ menten wie das Cabinet Liverpool zuſammengeſetzt war, behielt Lord Lyndhurſt natürlich ſeine hohe Stellung, der als Staatsmann jetzt eine bedeutende Stellung einnahm, deſſen Rath der König Georg IV.
und der Herzog von Wellington in gleicher Art in
nehm ſich Lord Canning auch von dieſer Oppoſition
Sir J. S. Copley's berührt fühlte, ſo bot er ihm dennoch, als ihm einige Monate ſpäter in Folge des Todes des Lord Liverpool ertheilt wurde, ein neues Miniſterium zu bilden, die ſeit 25 Jahren von Lord Eldon bekleidete Stellung als Lordkanzler, mit welcher gleichzeitig die Präſident⸗ ſchaft im Oberhauſe verknüpft iſt, an. Sir John nahm das Anerbieten an, wurde, um im Oberhauſe einen Sitz einnehmen zu können, von dem König zum Baron Lyndhurſt of Lyndhurſt ernannt und nahm als ſol⸗ cher am 20. April 1827 ſeinen Sitz auf dem Woll⸗ ſacke ein.
Mit ſeinem Eintritte in das Oberhaus begann in dem öffentlichen Leben nunmehrigen Lord Lyndhurſt eine ganz neue, ſehr wichtige Phaſe. Wäh⸗ rend der zehn Jahre, welche er im Unterhauſe ge⸗ ſeſſen hatte, war es ihm in demſelben, trotz ſeiner Thätigkeit und der unleugbar von ihm geleiſteten Dienſte, doch nicht gelungen, eine eigentlich hervor⸗ ragende Stellung in demſelben zu gewinnen. ruhige, lichtvolle und würdige Sprache im Laufe einer Debatte eignete ſich weit mehr für das Oberhaus als für das Unterhaus. Allerdings erfreute er ſich auch in dem Oberhaus als Lordkanzler nicht ſofort des Rufes, der ihm ſpäter zu Theil wurde, wohl aber machte er ſich den Lords ſehr bald als eine politiſche Notabilität bekannt.
Mit dem Premierminiſter Lord Canning handelte er bis zu deſſen Tode, der bereits im folgenden Auguſt erfolgte, in vollkommener Eintracht. An den Ver⸗ legenheiten, mit denen das Cabinet des Lord Gode⸗ rich während ſeiner kurzen Dauer zu kämpfen hatte, ſoll Lord Lyndhurſt nicht ohne Schuld geweſen ſein, der auch weſentlich dazu beigetragen haben ſoll, dem Herzog von Wellington die Stelle als Premier-Mi— niſter wieder zu verſchaffen. Es iſt vollkommen ge⸗ gründet, daß Lord Lyndhurſt ſich von da an eng an den Herzog von Wellington anſchloß, es liegt aber kein Beweis vor, daß er das Miniſterium Goderich unterminirt habe, das auch ohne ſeine oder eine andere Einmiſchung bald zuſammenbrechen und durch ein lebensfähigeres Cabinet erſetzt werden mußte.
des
Seine
vom Könige der Auftrag
Anſpruch nahmen. Perſonen, ſchen Lage zu jener Zeit genau bekannt ſind, ver⸗ ſichern ſogar, der König würde anſtatt des Herzogs von Wellington den Lord Lyndhurſt zu ſeinem Pre⸗ mier-Miniſter ernannt haben, ſobald derſelbe ſich nur dazu verſtanden hätte, die Verpflichtung zu über⸗ nehmen, den Anſprüchen der Katholiken auf Emanci⸗ pation ferner Widerſtand zu leiſten. So entſchieden er ſich aber auch noch am 6. März 1827 gegen dieſe Maßregel ausgeſprochen hatte, ſo erklärte er jetzt doch ganz im Einverſtändniß mit dem Herzog von Welling⸗ ton, daß die Ausführung derſelben im Intereſſe des Landes nicht länger verſchoben bleiben dürfe. Natür⸗ lich wurde ihm von den Gegnern der Emancipation der Katholiken Unbeſtändigkeit vorgeworfen und da⸗ bei auf ſeine Reden am 10. Juni 1828 und 2. April 1829 hingewieſen, doch er ließ ſich von ſeiner neuen Ueberzeugung nicht abwendig machen und begab ſich mit dem Herzog von Wellington und Sir Robert Peel nach Windſor, um dem König, der ſich über die ‚Catholic Relief Bill“ plötzlich ſehr beunruhigt fühlte, ihre Entlaſſung einzureichen. Der König nahm mit großer Faſſung und Güte von ihnen Abſchied, drückte Jedem von Ihnen einen Kuß auf jede Wange und nahm ihre Entlaſſung an. Die drei Miniſter kehrten hierauf nach London zurück, um ihren Collegen, welche bei Lord Bathurſt bei einem Cabinetsdiner verſammelt waren, die überraſchende Nachricht von der Annahme ihrer Reſignation mitzutheilen. Noch denſelben Abend und ehe die Miniſter ſich von einander getrennt hat⸗ ten, kam indeſſen ein Brief des Königs an, worin die Miniſter gebeten wurden, ihre Demiſſion zurück⸗ zunehmen und mit ihren Maßregeln voranzugehen, und damit hatte die ganze Farce ihr Ende erreicht.
welche mit der politi⸗
Die wichtigen Discuſſionen, zu welchen dieſe Maßregel im Oberhauſe die Veranlaſſung gab, boten dem Lord Lyndhurſt vielfache Gelegenheit, ſeine Fähig⸗ keiten als Staatsmann und parlamentariſcher Redner zu zeigen und dadurch ſein Anſehn zu ſteigern. Auch in Betreff anderer Maßregeln entwickelte er eine große Thätigkeit und unter Andern ſtellte er am 15. No⸗ vember 1830 den Antrag, daß das Parlament für den Fall, wenn der Prinzeſſin Victoria die Krone während ihrer Minderjährigkeit zufallen ſollte, die erforderlichen Maßregeln wegen der Einſetzung einer


