Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
70
Einzelbild herunterladen

Marquis und das Fräulein La Ferroux ſpielen mir

Novellen⸗Jeitung.

Das geſteh ich! habe, dennoch eine geraume Zeit währen, bevor ich Ich bin Capitain... hoch lebe der Kaiſer!... nur zum Commando der letzten franzöſiſchen Fregntte und die Bedingung iſt erfüllt, unter welcher der Mar- gelange. Ich ſtehe ferner allein, ohne mächtige Ver⸗ quis La Ferroux mir die Hand Blanca's zugeſagt wandte, Freunde oder Beſchützer... Was willſt Du? hat. Sie iſt die Meinige! Blanca, o Blanca! Lau⸗ Wo iſt hier Nutzen von mir zu ziehen?

niſche, capriciöſe Göttin! Jetzt wird dein kleinesO, halt doch, Victor! dieſe Emigranten 3 Schmollen und deine reizende, angſtvolle Schüchtern⸗ 4 4 1 1 zeinde, Angltne LuchlrIch komme ſchon darauf. Der Marquis, obgleich

heit zu Ende ſein! Dein letzter Einwand als wagteſt.. Du de deühneigene eines Soldaten 3 adi 1 ſücher neden memenn Bater in vi nder lümpfte nimmer treu gemeint ſeien, nicht zu vertrauen, iſt 3. ſ n vonr alet Politit abgewwandt. Er iſt fneg ehaeae, din den ee Aheeee, ſee iin, dh deee. en gewen de anitoin d nninrt und wirbt offen und feierlich Phlegma aufgebracht hat. Er liebt den Kaiſer nicht, als nizon n ich dld. 1.2, e 1 wahr; aber er haßt dieſe Engländer, bei denen er Biſt Du vie eicht bald zu Ende? fragte der im Exil war, von Herzensgrunde. Wäre er aber auch Ensfenner enich annahig decſe himmlt ein Genoſſe Cadoudal's und Polignac's, ſo würde Angeſdſit. det wrh e Saethennie hinmuiſen E deitäih n udr verzweifeln. Er weiß, daß ich der 1... geſchworne Feind dieſer bourboniſchen und ariſtokra⸗ Ich bemerke ſehr demüthig, ſagte Franceschi, tiſchen Factioſen und bis zum Tode Frantreich und daß Du Dir ſehr Glück wünſchen kannſt, wenn Dir meinem Kaiſer ergeben bin. Was meinſt Du nun bei Deinen ruhmreichen Empfindungen ſonſt nichts Freund Joſeph, wo ſollen die Intereſſen des Mar- als meine unſchuldigen Anmerkungen in die Quere quis La Ferroux zu ſuchen ſein? kommen. Noch einmal Victor: Du biſt ein charman⸗ Ich meine nichts! ſagte Franceschi ſehr auf ter Burſche, aber Du biſt etwas ſchwer von Begriffen. gebracht⸗ Kann ich deau(Buad i den Ko 5 Ich, ein Gascogner, dem der Teufel nicht zu ſchlau ſehen? Meinetwegen morbleu! thn was Du wiln iſt, ich ſage Dir: Du wirſt dupirt! Ich habe dieſen Aber macht dieſer inffere ei⸗devant G dieſer dend Ci-devant nur einmal geſehen; aber ich ſchwöre Dir, Frankreichs Dich, einen braven Franzoſen vnd daß er es nicht ehrlich meint, daß er auf Verrath meinen beſten Freund, mit Hülfe ſeiner Tochter

ſinnt. Und nun gar erſt ſeine Tochter Wie kannſt elend: ſo werde ich beiden Schurken den Schädel zer⸗ Du nur bei dieſem Fräulein Blanca an Liebe den⸗ ſchmettern! ken? Bei dieſer Schoͤnen, die in Deiner hochgeſchätz⸗

ſer Schöͤnen, 1 hochgeſchätz Victor erſtarrte.

ten, angenehmſten Gegenwart immer ausſieht, als 4 hielte ſie Wermuth und Rhabarber im Munde?Mp. jetzt gehſt Du mit mir nach unſerem Franceschi, erwiderte Vietor ſehr niederge⸗ dohruden Ahin dnden kene deind ſen Wenen ſchlagen,Du weißt nicht, wie ſchlecht Dir, dem Arm!¹ fuhr Fi hi entſchieden forr. a offenſten Herzen in der Welt, dieſe ewigen Verdäch⸗ 1 tigungen ſtehen. Du haſt falſch geſehen, Freund...Ach, ich muß nothwendig zu La Ferroup gehen, Ja, und Du biſt total blind... murmelte Victor, der, wenn Franceschi ſo auftrat, Aber ich bitte Dich, ſei doch nur einen Augen⸗ gewöhnlich die Segel ſtrich.Ich kann ja ſonſt blick unbefangen, beſter Joſeph. Du glaubſt, der meine Dispoſitionen wegen der Linie nicht machen... Wie? rief der Gascogner höchſt erſtaunt.

Dieſer La Ferroux ſoll Dir vielleicht ſagen, wo

gegenüber eine Rolle, um ihre eigenen, mir fremden, vielleicht verderblichen Intereſſen und Zwecke zu ver Du Deine Kanonierſchaluppen am beſten aufſtellſt...

folgen...Ich habe meine Karten vom Hafen, von der

Weiter, weiter! Vortrefflich! Jetzt wirſt Du Rhede und den beiden Küſtenſtrichen bei ihm liegen vernünftig! rief Franceschi. gelaſſen! bemerkte Victor kleinlaut.

Aber wo in aller Welt willſt Du dieſe Inter⸗Deine prächtigen Karten, die Du mir nicht eſſen und Zwecke ſuchen, wenn Du darauf beſtehſt, einmal leihen wollteſt, als ich vor 8 Tagen die Bou⸗ daß La Ferroux mich hintergeht und täuſcht? Ich logner Untiefen ſtudiren mußte? vin ein armer Teufel, meine väterlichen Güter ſindVergieb, es iſt eine Einfältigkeit... unwiederbringlich durch die Revolution verſchlungen.Ja, das glaube ich Dir, Jüngling! Und was Ich bin ein bedeutungsloſer Subalternofficier, und macht dieſer Ci-devant mit Deinen Seekarten, wenn es wird, ungeachtet ich heute zwei Grade erhalten! Du ſo gütig ſein willſt?*

Kal⸗

Man mein und

Wei

zo

aut bei

G