56 Novellen⸗Zeitung.
Endlich iſt in Deutſchland Frieden; Seine Söhne ſind darunter: Edle Ritter, Frauen, zarte, Goldnen Haars, mit hellen Wangen 11 Lädt zu ſeinem Feſt nach Mainz Knien ſie vor dem Vater hin, Friedrich mit dem rothen Barte. Sporn und Weihe zu empfangen. Dom und Pfalz umfängt ein Prangen, Auf ſein Blut, die jungen Helden dilh 5 g 9. 4. Verlag Roſen ſchmücken Thurm und Schwelle, Blickt in Stolz der Alte nieder, Sn Stolzen Brauſens nebenbei Segnend ſenkt er Karol's Schwert, I Treibt der Rhein die grüne Welle. Senkt's und hebt es dreimal wieder. in dn üund In der goldnen Au' am Ufer Drauf erſcheint die Zunft der Sänger, verw⸗ Steht ein prächtig Schloß gezimmert, V Daß der Liederſtreit beginne; inme Tauſend Zelte reihn ſich dran, Lieblich preiſt ihr ſüßer Mund. ſd ei Alles funkelt, glänzt und ſchimmert. Muth und Ehre, Huld und Minne.* Roth Lange hielt die Zeit der Kämpfe, Sinnend horcht entzückt der Kaiſer, Wui Welf und Waibling war geſchieden, Wie die Harfen raſch erklingen, jibene Endlich ſind ſie ausgeſöhnt, Und vom Nibelungenhort Aaates Und es herrſcht der goldne Frieden. Heinrich ſingt von Ofterdingen.„ ſcher . der Al Frieſ' und Baier, Sachſ' und Schwabe Aber als zuletzt die Frauen— vilkeru Schaaren ſich um eine Fahne, Sittig nahn mit holdem Neigen, Manch Daß das heil'ge Reichspanier Da erbrauſt die laute Luſt, Cultu Alle an die Eintracht mahne. Das Entzücken zu bezeigen. lich ge thut Brüder eines Stamms ſind alle, Zu dem Kaiſer ſchreitet leiſe des Alpennah' und meerumſchlungen; Sein Gemahl, ihn zu umfangen, NIer ſi Auch der Slave huldigt hier, Und ein ſelig Lächeln ſchwebt NTegiebr Dän' und Welſcher nah'n bezwungen. V Auf des alten Fürſten Wangen.— lichteite Hinter * Hell in Waffen, unabſehbar V Schönes Feſt, beglückte Pfingſten, veiß v Hält die Reihe der Barone, Zeit der Luſt und Zeit der Roſen! xenen Und des Kaiſers Majeſtät Holder Lenz, ſo oft du kommſt, 3 mſie zur Sitzt dazwiſchen hoch zu Throne. Schwelgt die Welt in Blühn und Koſen. urſer ... 1 an, Neigend führt der Dänenkönig Grün noch blinkt der Rhein, von ſüßem Run Ihm das edle Roß zum Zelte, Liederklang umrauſcht, vom jüngſten; zalten Dienſtbar ſeiner heil'gen Macht Doch wann feiert ſtolz zu Mainz. doch Kam der ſtolze Fürſt vom Belte. Deutſchland wieder ſeine Pfingſten? Iviond „;; ter Auch aus Welſchland die Vaſallen Wann umdrängen wieder Baier, ſbe 1 Ziehn heran, willkommne Gäſte; Sachſ' und Schwab dieſelbe Fahne, ds E Montferrat, der Markgraf, trägt Daß der gleichen Farben Pracht de R Hoch das Scepter bei dem Feſte. V Alle an die Eintracht mahne? Abent Und der Herzog von Urbino V Wann?— Wer weiß es!— Doch dann hält das Tla 1 Schwingt, wie immer, vor dem Throne V Roß der Dän' dem Kaiſer wieder, ng rdenſ Und der Graf von Piemont ön Das Lombardenſchwert, der Graf n f— e j. die Kron“' Throne nieder. MMah Von Savoyen bringt die Krone. Legt die Kron' am ſe „* 9 Edle Junker, deren Waffen 3— be b Schon erprobt in Schlachtgewittern,— kach Schlägt des Kaiſers eigne Hand . ⸗ 35 r lan Heut' vor'm großen Hof zu Rittern.


