Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
33
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poeſiegen. ihre Degen.

Vierle Folge.

ſelbe ſtarb ſchon im Alter von 20 Jahren im Jahr 1842. Hales war im Verhältniß zu ſeiner Größe ſtämmig, obwohl etwas plump gebaut. Zur Zeit, wo er am kräftigſten war, betrug ſein Umfang um die Bruſt 64 Zoll, um die Taille 62 Zoll, um die Schultern 36 Zoll und um die Wade 21 Zoll. Während der Zeit, wo er ſich für Geld ſehen ließ, beſuchte er verſchiedene Hauptſtädte auf dem Continent und wurde unter Andern auch dem König Ludwig Philipp von Frankreich vorgeſtellt. Das Verdienſt, ihn den Amerikanern vorzuſtellen, erwarb ſich der bekannte Barnum, und der Zu⸗ drang, um den Rieſen aus der alten Welt zu ſehen, war in der neuen Welt ſo groß, daß in Zeit von zehn Tagen ſich 28,000 Perſonen herbeidrängten, um dieſe ungewöhnliche Erſcheinung zu bewundern. Nach ſeiner Rückkehr in ſein Vaterland wurde ihm die Ehre zu Theil, dem Hofe vorge⸗ ſtellt zu werden, bei welcher Gelegenheit die Königin ihm eine goldne Uhr und Kette zum Geſchenk machte, auf die er beſonders ſtolz war und die er bis zu ſeinem Sterbetage ge⸗ tragen hat. Während des letzten Sommers kam er nach Yarmouth, um dort ſeine Geſundheit zu ſtärken, welche durch das enge Einſperren, ſo lange er in der Welt umherzog, um ſich für Geld ſehen zu laſſen, ſehr gelitten hatte. Das ſchöne Sommerwetter ſchien ſtärkend auf ſeinen Zuſtand einzuwir⸗ ken, doch wie der Herbſt voranſchritt, nahmen ſeine Kräfte mehr und mehr ab, und am 23. November, wie geſagt, ſtarb er an der Auszehrung. 9 C.

Eine Waffentrophür in dem Zimmer eines Abbé. DerArtiſte erzählt in den folgenden Worten den Urſprung der Waffentrophäe, aus zwei Degen und einem Dolche beſtehend, im Zimmer des Abbé Carron. Zwei junge vornehme Leute wollten ſich um einer Dame willen duelliren. Am Abend vor dem anberaumten Duell beichtete der Eine von ihnen bei dem Abbé Carron, der ihn zum Diner bei ſich behielt. Als der Abbé ſicher war, daß ſein Gaſt nicht fortgehen werde, eilte er fort, den Gegner desſelben aufzuſuchen, den er ebenfalls kannte. Ich weiß, Sie ſchlagen ſich morgen, ſagte er zu ihm; ich bin Ihr Freund, und Sie werden es mir nicht abſchlagen, bei mir zu diniren. Wir werden ein letztes Mal von Gott ſprechen. Der junge Mann war ein ſtarker Geiſt, aber er wollte ſich am folgenden Morgen ſchlagen, und der Gedanke an den Tod iſt ein großer Schritt zum Himmel. Er nahm die Ein⸗ ladung an. Als die beiden Gegner ſich erblickten, ergriffen ſie ihre Hüte, aber der Abbé Carron bat ſie zu bleiben. Sie werden ſich ſchlagen, ſagte er zu ihnen;ich will Ihren Herzen keine Gewalt anthun, aber ſpeiſen Sie bei mir. Und er war mild und gut; während er ihre Gläſer füllte, entwickelte er jene eindringende Beredſamkeit, welche

beunruhigte Seelen zu Gott zurückführt; endlich gelang es ihm, den Stolz und den Zorn dieſer jungen Leute zu Am folgenden Tage ſandten ſie dem Abbé Carron

Gehen wir jetzt zur Geſchichte des Dolches über. Eine junge Frau, die vor Schmerz und Eiferſucht

lganz außer ſich iſt, kommt zum Abbé Corron. Lir hat

ſſich ganz der Liebe hingegeben, und, die Liebe hat ſie betrogen;

vergebens hatte

ſie von der Kirche Milderung ihres Schmer⸗

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zes erhofft, Gott hatte den Sturm, der ſie verzehrte, nicht geſtillt. Ihre Wunden ſind ſo lebhaft, daß das Leben ihr zur Laſt iſt; ſie will ſterben. Sie hat einen Dolch gekauft in ihren Adern rollte ſpaniſches Blut; aber in ihrem Wahnſinn will ſie nicht allein ſterben; ihr Gemahl, vielleicht auch ihre Nebenbuhlerin ſollen zuvor erdolcht werden.

Der Abbé Carron hütete ſich wohl, ihr den Dolch aus den Händen zu reißen, wohl aber verſtand er in ihr Herz ein⸗ zudringen, indem er ſich an ihrem tiefen Schmerz bethei⸗ ligte, dabei aber auch auf Chriſtum hinwies, der ſelbſt unter den Geißelhieben ſo ſanft und ſo ergeben geweſen ſei, ſo daß ſie zuletzt den Dolch zu ſeinen Füßen fallen ließ.

Der Abbé Carron, welcher für die höchſten kirchlichen Würden beſtimmt zu ſein ſchien, iſt geſtorben, wie Heilige allein zu ſterben verſtehen. Seine letzten Ermahnungen waren zu Gunſten der unglücklichen Familien, die von ſeinen unerſchöpflichen Almoſen lebten und die er ſeinen Brü⸗ dern vermacht hat. C.

Misrellen.

Friedrich der Große hielt ſich mit dem Oberſten von Balby incognito eine kurze Zeit in Holland auf, um die dor⸗ tigen Merkwürdigkeiten zu ſehen. Bald nach der Ankunft des Monarchen in Amſterdam ließ er durch den Oberſten eine holländiſche Paſtete beſtellen, deren Vortrefflichkeit ihm außerordentlich angerühmt worden war. Der Oberſte über⸗ machte den Auftrag der Wirthin in dem Hauſe, worin ſie wohnten. Die Wirthin ſahe den Oberſten auf dies Begeh⸗ ren vom Kopf bis zu den Füßen mit einiger Verächtlichkeit an, und fragte:Wel, myn Heer, as gy wallen een Paſteet eeten, können gy ook betalen? en weeten gy, dat een Paſteet drittig Gulden koſtet? Balby verſicherte, daß dieſer Preis für den Fremden, mit dem er umreiſe, und der ſich in ihrem Hauſe befinde, im Geringſten nicht zu hoch ſey; denn er wäre ein Virtuoſe auf der Flöte, und wenn er ſich nur einige Stunden hören ließe, ſo brächte ihm dies Geld im größten Ueberfluß ein. Die Wirthin erkundigte ſich weiter, was denn ein Virtuoſe wäre. Balby bedeutete ihr mit mehrern Umſtänden, der Fremde ſei ein vortrefflicher Flötenſpieler, der auf ſeine Kunſt reiſe.Wel, myn Heer, rief die Wirthin,ſo mut ik em dech ook hören. Da⸗ rauf lief ſie ins Zimmer des Königs, ſtemmte beide Arme in die Seite, und ſagte zum König:Myn Heer, as gy ſo ſchön pypen können, wellen gy my wel ook wat vorpypen? Der König ward über dieſe Anrede einigermaßen über⸗ raſcht; Balby aber ſagte ihm mit wenigen Worten, was vorgegangen ſei. Hierauf ergriff der König willig die Flöte, und ſpielte darauf ſo meiſterhaft, als er nur konnte, und zwar eine ziemliche Zeit lang, ſo daß die Wirthin, von dem Spiele ganz bezaubert, nicht von der Stelle gehen wollte. Endlich, da der König aufhörte, ſagte die Wirthin zu ihm:Wel, myn Heer, dat is waar, gy können ſchön pypen, en wel eenen Batzen verdenen; nu will ik gy ook eene Paſteet maken. 4

Als König Alfons mit Renatus von Anjou um Neapel ſtritt, boten ein paar feige Verbrecher ſich an, den Feind der Arragonier zu ermorden. Unwillig verwarf Alfons den Antrag.Durch Tapferkeit, ſprach er,nicht durch un⸗ würdige Liſt will ich mit dem Feinde um das Reich käm⸗ pfen. Eine ähnliche Antwort gab er denjenigen, die den

mailändiſchen Herzog Franz Sforza aus dem Wege räumen