Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
29
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ſie im Jahr 1842 den Poſten des Generalgouverneur von

Dierte Folge. 29

chen Erkrankung die Königin um ſeine Abberufung gebeten und ſeine Functionen proviſoriſch Sir William Dixon über⸗ tragen habe. Die letzten Nachrichten über ſein Befinden datiren vom 16. November, und nach ihnen wurde der Kran⸗ ke immer ſchwächer und man verzweifelte an ſeiner Gene⸗ ſung. Die engliſchen Zeitungen vermuthen, daß Lord Elgin nicht lebend nach Europa zurückkehren wird, doch wenn ſich auch dieſe Vermuthung nicht beſtätigen ſollte, ſo iſt doch je⸗ denfalls ſeine amtliche Wirkſamkeit in Oſtindien geſchloſſen, und da die nähern Angaben über ſein Leben ſehr eng mit der neuern Geſchichte Englands verknüpft ſind, ſo werden dieſelben ſicher auch unſern Leſern willkommen ſein.

Der Stammvater der Familie Elgin iſt der in der ſchottiſchen Geſchichte ſo bekannte Robert Bruce, deſſen Na⸗ men die jüngeren Mitglieder derſelben noch immer führen, da der NameLord Elgin nur dem Familienhaupte zu⸗ kommt. Der bisherige Generalgouverneur von Oſtindien, Lord Elgin, iſt der Sohn des bekannten Lord Elgin, der von Athen die Statuen, welche ehedem den Fries und das Gie⸗ belfeld des Parthenon zierten und die dem Zeitalter des Phi⸗ dias angehörten und theils von ihm, theils von ſeinen Schü⸗ Theile ſehr vortheilhaft herausgeſtellt hat, ein großes Ver⸗ lern gefertigt worden ſein mögen, im Jahr 1814 nach Lon⸗ dienſt um Canada. Die Regierung erkannte ſeine Beſtre⸗ don ſchaffte, wo ſie im Jahr 1816 für die Summe von bungen für das Wohl dieſer Colonie nach ihrem vollen 210,000 Thlr von dem Parlamente für den Staat ange⸗ Werthe an und ertheilte ihm bereits im Jahr 1849 zur Be⸗ kauft und unter dem Namendie Elginſchen Marmors lohnung dafür die britiſche Pairſchaft, die ihm Sitz und (Elgin Marbles) dem britiſchen Muſeum einverleibt wurden, Stimme im Oberhauſe verlieh. deſſen werthvollſten Theil ſie noch jetzt bilden. Der älteſte Im Jahr 1857 wurde dem Lord Elgin wieder eine ſehr Sohn dieſes Lords, der bisherige Generalgouverneur von wichtige Miſſion, nämlich der Geſandtſchaftspoſten in China Oſtindien, wurde am 20. Juli 1811 in London geboren, er⸗ übertragen, mit welchem Lande England in Streitigkeiten hielt ſeine Gymnaſialbildung in Eton und begab ſich von da gerathen war. Auf ſeiner Seereiſe dahin hörte er, daß in nach der Univerſität Oxford, wo er in das Chriſt Church Oſtindien eine Empörung ausgebrochen ſei, und ſo unbeſtimmt College eintrat, wo Lord Bruce dieſen Titel führte er bis auch das, was er darüber vernahm, war, ſo leuchtete ihm die zum Tode ſeines Vaters bereits 1832 zur erſten Claſſe Bedeutung der Kriſis doch ſofort ein, und mit einer Geiſtes in den Claſſikern gehörte und ſpäter in Merton's College gegenwart und Selbſtverleugnung, die ihm die größte Ehre übertrat. Einige ſeiner Studiengenoſſen, die mit ihm zu⸗ machen, ertheilte er ſofort auf ſeine eigne Verantwortlichkeit gleich im Chriſt Church College waren, haben wir bereits den Truppen, die ihn nach China begleiten ſollten, um ihm oben erwähnt. Mit dem Jahr 1841 begann in dem Leben ſeine Aufgabe dort zu erleichtern, den Befehl, ſich ſofort nach des Lords Bruce eine ganz neue Phaſe, und erſt von dieſer Oſtindien zu begeben und ſich dort dem Generalgouverneur Zeit an verdient dasſelbe unſre Beachtung. In dieſem Jahr Lord Canning zur Verfügung zu ſtellen. ämli Er ſelbſt ſetzte ſeine Reiſe nach China fort, und obwohl die Erreichung ſeines Zwecks durch den Mangel an Streit⸗ kräften etwas verzögert wurde, ſo erreichte er denſelben doch und ſchloß mit der chineſiſchen Regierung den Friedensver⸗ trag von Tien⸗tſin ab, der noch jetzt die Grundlage iſt, auf dem die Beziehungen Englands zu China beruhen. Dieſer von ihm erlangte Triumph war ſehr groß, und alle Parteien in England waren darüber in gleicher Weiſe erfreut, und ſelbſt die, welche die von der Regierung befolgte Politik ge⸗ gen China entſchieden gemißbilligt und getadelt, ehrten Lord Elgin für das, was er vort geleiſtet hatte. Bei dieſer Gele⸗ genheit ſicherte Lord Elgin ſeinem Vaterlande noch einen andern großen Gewinn. Er ſegelte nämlich auf ſeiner Rück⸗ reiſe nach Europa mit der Flotte nach Japan und beſtimmte die überraſchte japaneſiſche Regierung mit England einen eben ſolchen Vertrag zu ſchließen, wie ſie einige Zeit vorher mit den nordamerikaniſchen Vereinigten Staaten abgeſchloſſen hatte, durch welchen den engliſchen Handelsſchiffen einige Häfen des Landes geöffnet wurden.

Leider haben die Engländer von der ihnen dadurch zu Theil gewordnen Erlaubniß, ein ihnen bisher feſt verſchloſſe⸗ nes Land betreten zu dürfen, einen ſchlechten Gebrauch ge⸗ macht und England bereits in ernſte Schwierigkeiten mit Japan derwickelt, das durchaus keine Urſache hat, ſich dazu

zöſiſchen Partei ein erfahrner, gewiegter Mann erforderlich war, übertrugen ſie dieſe Stelle dem Lord Elgin, als dem dazu tauglichſten Manne, trotzdem daß derſelbe zu den To⸗ ris und nicht zu den Whigs gehörte. Lord Elgin hat dieſen ſchwierigen Poſten länger als acht Jahr verwaltet und die in ihn geſetzten Erwartungen vollkommen gerechtfer⸗ tiget.

3 Er zeigte bei der Erfüllung ſeiner Pflichten den größ⸗ ten Takt und befolgte, während er ſich den dortigen Parteien gegenüber vollkommen neutral hielt, die verſöhnliche Politik ſeines Schwiegervaters, des Lord Durham. Da er gleich⸗ zeitig ſich beſtrebte, den Wohlſtand des Landes durch die Ent⸗ wicklung des Ackerbaues und des Handels zu heben, ſich mit

ſeiner Vorgänger für die Beſeitigung jedes Streites und für den engeren Anſchluß der canadiſchen Provinzen an das Mutterland gewirkt, und eben ſo erwarb er ſich durch den Abſchluß des ſogenannten Reciprocitäts⸗Vertrags mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika, der ſich für beide

mit ſein öffentliches Leben begann; dann vermählte er ſich in dieſem Jahre mit einer Tochter des Lord Durham, und durch den Tod ſeines Vaters trat er in den Beſitz des Na⸗ mens Lord Elgin, was aber, weil die ererbte Pairſchaft eine ſchottiſche war, keine Veränderung in ſeiner Stellung im Unterhauſe nach ſich führte. Als Mitglied des Unterhauſes ſchloß er ſich den Tories an, die damals unter Sir Robert Peel am Ruder waren. Sir Robert und deſſen Staatsſecre⸗ tär für die Colonieen, Lord Stanley, der jetzige Lord Derby, hatten Beide ebenfalls im Chriſt Church College in Oxford ſtudirt und Beide waren dem Lord Elgin gewogen, und als

Jamaica zu beſetzen hatten, wozu ein ſehr kräftiger Mann rfordert wurde, übertrugen ſie denſelben dem Lord Elgin, der damit in den Staatsdienſt eintrat. In Folge deſſen, daß die in Jamaica durch die Emancipation der Sclaven erzeugte Friſis noch nicht überwunden war, hatte Lord Elgin daſelbſt eine ſchwierige Aufgabe zu löſen, er bewies ſich aber derſel hen vollkommen gewachſen, und als es ſich dann im Jahr 1846 für die zur Macht gelangten Whigs um die Wahl ei⸗ nes Generalgouverneurs von Canada handelte, wozu wegen des feindlichen Gegenüberſtehens der engliſchen und der fran