Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
22
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um ſo weniger erklären, als er wußte, daß Baſſa

in ihrer Eigenſchaft als Hofdame an die Perſo der Kaiſerin gebunden war. Weg er nun einſchlagen ſolle, kehrte er in ſein Wohnung zurück.

Sein Leibdiener überreichte ihm ein vor Kurzem durch einen unbekannten Boten abgegebenes Billet.

Er erbrach es mit einer böſen Ahnung.

Der Inhal lautete:

Man wünſcht, den Major Alexis Dmitrijew B vertraulich zu ſprechen, und erwartet ihn heute Abend um zehn Uhr an der kleinen Pforte, die von der ſtraße in den Garten der Eremitage führt; er kann ſich der Führerin, die dort zur Stelle ſein wird, voll

kommen anvertrauen.

Unterzeichnet waren die wenigen Zeilen mit L. Der Major hatte die Handſchrift wiedererkannt, die er in dem erſten ihm anonym zugegangenen Briefe für die Leſtocg's gehalten hatte. Daß dieſer Brief von der Kaiſerin kam, unter⸗ lag keinem Zweifel mehr; alle Befürchtungen Dmitri⸗ jew's hatten ſich vollſtändig erfüllt. Er hätte jetzt dieſer Einladung nicht mehr folgen mögen, ſollte er ſich dadurch auch der größten Gefahr ausſetzen. Eine Weile war er ganz rathlos, wie er ſich benehmen ſolle, um den ihm wegen ſeines Ungehorſams drohenden

2. 7.. Sturm abzuwenden, dann efiel ihm ein Mittel ein,

durch das er wenigſtens Aufſchub zu erlangen hoffte.

Er legte ſich zu Bett und erheuchelte ſelbſt vor ſeinen Dienern bedenkliches Unwohlſein; dann ließ er den Arzt rufen und meldeteſſich krank bei ſeinem Regimente. 2 2

Der Arzt fand die Symptome ſeiner Krank⸗ heit nicht ganz normal; wie konnte er aber daran denken, daß ſich der Major nur verſtelle? und welchen Grund hätte er dafür finden können?

Vielleicht wurde Alexis Dmitrijew ſchärfer beob⸗ achtet, als er wünſchte, denn gegen Abend erſchien ein Leibarzt der Kaiſerin ohne alle Aufforderung von ſeiner Seite bei ihm und erkundigte ſich im Auftrage Leſtocq's ſehr angelegentlich nach ſeinem Befinden.

Glücklicherweiſe gelang es ihm, auch dieſen nicht ſehr gelehrten Herrn zu täuſchen, und derſelbe ent⸗ fernte ſich wieder mit bedenklichem Kopfſchütteln, nachdem er ihm verſchiedene Mittel verordnet hatte. Der Major warf alle eigenhändig zum Fenſter hinaus und gratulirte ſich, dieſen Ausweg gefunden zu haben. Daß die Kaiſerin ihn an dieſem Abende nicht mehr erwarten werde, da ſie von ſeiner plötzlichen Krank⸗ heit bereits in Kenntniß geſetzt ſein würde, ſchien ihm gewiß. Was

4 inzwiſchen Baſſa Kokorinow be⸗

hatte

Novellen⸗Zeitung.

Unentſchloſſen, welchen

hatte in der Nacht weniger geſchlafen, als wach

wogen,

ſo plötzlich Petersburg und den Hof zu v ſtaͤndli n laſſen?

Verban An dem Vormittage nach der Schlittenpar verſan e und dem Ballfeſte hatte ſie den Dienſt beim Leſ große

der Kaiſerin. Noch ein paar andere Damen ſnn

Kammerfrauen waren dabei zugegen. B

Eliſabeth ſaß in leichter Morgentoilette vord ſie dr t koſtbaren venetianiſchen Spiegel und ließ ſich gen vor d ſchminken und die Schönheitspfläſterchen auflegen; in ginne rauen hatten ſich drohend zuſammengezogen und ſchien recht übler Laune zu ſein. Alle, die ſie u gaben, zitterten; die Fürſtin war die Einzige, (ruhigen Antlitzes dem Unmuthe der Monarchin 4

ſie m

bot, denn einmal hatte ſie bisher ſtets für eine en ſondere Günſtlingin derſelben gegolten, der nie e N böſes Wort zu Theil wurde, dann fühlte ſie heß 13 ſeinen gewiſſen Trotz der hohen Frau gegenüber, 28

4 4 liebel ga ſie als ihre Nebenbuhlerin betrachten mußte. I edeuta

Baſſa hatte die Nacht faſt ebenſo zugebracht, r

. Be der Major, und war ſich darüber klar geworden, anss A .... Ales ſie in wenigen Stunden ihr Herz an ihn verlon

habe; vielleicht war es gerade die Gefahr geweſt(i

die ſie lief, ihn ſich durch die Kaiſerin entriſſen der Ka ſehn, die ihr die Gefühle ihres Herzens ſo ſchme ſegann, offenbarte und ihre Leidenſchaft erregte. A Die Fürſtin gab, ihrem Dienſte gemäß, d wiel Kaiſerin eben den Pudermantel um, als dieſe eine Atauts

langen mißtrauiſchen Blick auf ſie warf; Baſſa Gbit und merkte es wohl, aber ſie zwang ſich zu unbefangenesde Lächeln.Ich

Du ſiehſt blaß und leidend aus, Kokoriuon, ſichſt, we

ſagte die Kaiſerin. Jc Daß ich nicht wüßte, Majeſtät; ich habe naſ kuen 5 dem Feſte vortrefflich geſchlafen. Aan

Baſſa ſah allerdings etwas blaß aus, denn f

an den Major Dmitrijew gedacht; nicht, wo die Kaiſerin hinaus wollte.

Du ſtrengſt Dich offenbar in unſerem Die zu ſehr an.

Bewahre, Majeſtät, er iſt mir noch nie ſch geworden.

Ich möchte Dir einen guten Rath geben, Ko rinow, fuhr die Kaiſerin hartnäckig fort, währe ſich ihre Brauen noch finſterer zuſammenzogen.

Majeſtät beglücken mich hoch durch Ihre The Buſ nahme. ſang in

Du haſt ja ein Landgut nahe bei Oranienbau achdenti Es würde Deiner Geſundheit ſehr zutraglich ſeiſhren 8 wenn Du dort einige Monate in Muße zubrächteſßnit den wenn Du wieder bergeſtellt biſt, werde ich Dich onnte 89 Freuden von Neuem an meinem Hofe empfangen.

ſie ahnte n

den, nac der Ma Tllrten Als Seine 8 Betufbas eſuſcef

te Rüͤck Ungen.