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Die Kaiſerin zog mit einer ſchnellen Handbe⸗ wegung die Brillantroſe, die ſie im Haare trug und deren Werth den des Dreigeſpannes um das Fünf⸗ oder Sechsfache übertraf, aus demſelben und reichte ſie dem Major. Ein paar Stunden zuvor würde ihn eine ſolche Huld beglückt haben, jetzt beängſtigte ſie ihn ebenſo wie die Andeutungen der Kaiſerin.
Noch zweimal an dieſem Abende ließ ihm Eliſa⸗ beth befehlen, mit ihr zu tanzen. Alle Welt mußte dieſe große Begünſtigung wahrnehmen, Viele benei⸗ deten den Major darum, in Staunen wurde aber eigentlich Niemand verſetzt, denn Alexis Dmitrijew war nicht der Erſte, dem ſeit dem Regierungsantritt der Kaiſerin ſolche Gnade zu Theil wurde.
Der Graf Raſumoffski blickte etwas finſter; von ihm hatte der Major aber wohl am allerwenigſten zu fürchten, denn der ehemalige Kirchenſänger war zwar ein ganz ungebildeter, aber gutmüthiger und edel⸗ denkender Mann, der trotz ſeines Einfluſſes nie heim— liche Grauſamkeiten beging, auch war er ſchon ge—
wöhnt, zu kleinen Extravaganzen ſeiner hohen Geliebten
die Augen zuzudrücken.
Graf Beſtuſcheff, der als ſcharfer Beobachter wohl bemerkt hatte, wie Eliſabeth dem Major die Roſe gegeben, rieb ſich die Hände und war ganz zufrieden, denn er hielt ſich nun für überzeugt, der Major mache der Fürſtin Kokorinow nicht ernſtlich den Hof, ſondern folge damit nur einem Winke der Kaiſerin. Da er meinte, der neue Günſtling werde wahrſcheinlich bald großen Einfluß am Hofe gewinnen, hielt es der ſtolze Kanzler ſogar nicht unter ſeiner Würde, den Major anzureden, und ihm einige Schmeicheleien über ſein ſchönes Tanzen und ſeine vortreffliche militäriſche Haltung zu ſagen.
Alexis vermochte darüber nicht einmal heimlich zu lächeln, denn es wurde ihm angſt und bange davor, daß er bereits für einen Günſtling der Kai⸗ ſerin gelte.
Baſſa Kokorinow war die Einzige, die gegen ihn einſylbiger wurde; er glaubte ſich nicht in ſeiner Bemerkung zu täuſchen, daß ihre Augen ihm öfter mit beinahe wehmüthigem Ausdrucke folgten. Die ſüße Ahnung, daß die junge Fürſtin ihm bereits nach der kurzen Bekanntſchaft ein warme Neigung zutrage, beglückte den Major ungemein; hier war aber um ſo weniger der Ort, ſich deſſen zu verge⸗ wiſſern, als Eliſabeth ihn faſt nicht aus den Augen ließ, und überhaupt die Blicke der meiſten Anweſenden an dem Manne hingen, deſſen Stern vermuthlich bei Hofe aufgehen ſollte.
Erſt mit anbrechenden Morgen war das zuletzt
etwas wild gewordene Feſt zu Ende. Die Kaiſerin ſchen Meerbuſen liege. Der Major konnte ſich dies
vierte Folge. 21
nickte dem Major noch einmal freundlich zu, ehe ſie die Säle verließ, und die Fürſtin Kokorinow verbeugte ſich zum Abſchiede förmlicher gegen ihn, als man es nach ihrer früheren vertraulichen Unterhaltung hätte er⸗ warten ſollen. Sie ſchien den bittenden Blick, den Alexis ihr zuwarf, nicht zu verſtehn.
IV.
Alexis Dmitrijew war ſehr aufgeregt von den Erlebniſſen des Tages in ſeine Wohnung zurückge⸗ kehrt; in dem kurzen Schlummer, den er fand, miſch⸗ ten ſich die Traumbilder der Kaiſerin und der ſchönen Baſſa bunt durch einander. Beide waren ſein erſter Gedanke, als er erwachte.
Seine Gefühle waren auch bei ruhiger Ueber⸗ (legung dieſelben; er fürchtete die Kaiſerin und ge⸗ ſtand ſich, daß er die Fürſtin liebe, wie er noch kein Weib geliebt hatte. Zwar konnte es vermeſſen er⸗ ſcheinen, ſeine Augen zu ihr zu erheben, aber Baſſa ſelbſt hatte einen ſolchen Bann durch ihr gütiges und vertrauliches Entgegenkommen am vergangenen Tage gelöſt; gerade ihre ſcheinbare Kälte beim Abſchiede gab Alexis die Ueberzeugung, daß er ihr nicht gleich⸗ gültig geblieben ſei, da dieſelbe ohne Zweifel nur
Mißbilligung ſeines Verhältniſſes zu der Kaiſerin
und Eiferſucht verbergen ſollte.
Der Major entſchloß ſich alſo, um jeden Preis einen Verſuch zu wagen, Baſſa noch einmal, womög⸗ lich unter vier Augen, zu ſprechen und ihr ſeine Em⸗ pfindungen ganz offen darzulegen; er baute darauf ſchon die kühnſten Hoffnungen. Die Fürſtin war ganz unabhängig, und es konnte gerade nicht als eine Mesalliance erſcheinen, wenn ſie ihm ihre Hand gab;
daß die Kaiſerin einer öffentlich ausgeſprochenen Bitte um den Heirathsconſens widerſprechen werde, ließ ſich
nicht recht denken, und war Alexis einmal verheirathet, dann, hoffte er, würde auch Eliſabeth ihren Launen Schweigen gebieten.
An dieſem Tage kam der Major übrigens nicht zur Ausführung ſeines Planes; theils hielt ihn ſein Dienſt davon zurück, theils eigene Befangenheit. Erſt am nächſten Tage fuhr er mit dem feſten Entſchluſſe, ſein Schickſal auf eine Karte zu ſetzen, nach dem Kokorinow'ſchen Palais, um der zeitigen Beſitzerin ſeine Aufwartung zu machen.
Zu ſeiner großen Beſtürzung erfuhr er von der Dienerſchaft, die Fürſtin habe ihr Haus be⸗ reits am verfloſſenen Abende verlaſſen und ſich für voräusſichtlich längere Zeit auf ihr Landgut begeben, das drei bis vier Meilen von Petersburg entfernt, ſeitwärts der Straße nach Oranienbaum am finni⸗
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