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Vierte
Die Verirrungen eines Miſſionärs
Wir haben uns nie für die Art erwärmen können, wie die meiſten Miſſionäre den armen Wilden die Segnungen des Chr enthums bringen. Die Leſer mögen aus Folgendem erſehn, ob unſere Abneigung gegründet war. 3
Einer der gefeiertſten Miſſionäre iſt der Engländer Livingſtone.
Auf ſeinem Zuge durch Afrika kam er, wie er ſelbſt in der Chronik der Reiſen erzählt, nach Schinte's Stadt. Dort wohnt das ſchwarze Volk der Balonda, und der Häuptling Schinte nahm den weißen Mann ſehr zuvorkommend auf. Auf welche Weiſe ſuchte nun der Miſſionär dem Wilden und deſſen Leuten einen Begriff von europäiſcher Civiliſa⸗ jon und Neigung zum Chriſtenthum beizubringen? Living⸗ ſoone führte eine Laterna magica bei ſich, und zeigte ihm zu⸗ erſt Abraham, wie er bereit iſt, ſeinen Sohn Iſaak als Opfer zuſchlachten, um ſeinem Jehovah gefällig zu ſein. Darin ag, einfach geſagt, eine wahre Barbarei, denn der alte Pa⸗ riarch mit grauem Barte, der ſein Meſſer aufhebt, um ſeinen ligenen Knaben zu ſchlachten und dadurch, wie er meinte, ſeinem Gotte wohlgefällig zu werden, und der in der Laterna magica ungeheure Dimenſionen annahm, erſchreckte die Neger und erinnerte ſie ſofort an Menſchenopfer. Livingſtone arzählt nun recht ausführlich, wie die Schwarzen ſich vor den Geſtalten, welche lebensgroß erſchienen, gefürchtet hätten, als ſie das lange Meſſer ſahen, mit welchem Iſaak hingemor⸗ det werden ſollte. Die Balondamänner hätten gemeint, ſo behauptet der Miſſionär, jener Menſch mit dem Meſſer gleiche doch mehr einem Gott, als die Figuren aus Holz und Thon, welche bei den Balonda verehrt werden! Dann er⸗ zihlte ihnen Livingſtone: jener Meſſermann ſei der Erſte ſeines Stammes, welchem Gott die Bibel gegeben habe, und unter den Kindern des Meſſermannes ſei der Heiland jung geworden!
Aber die armen Negerfrauen— Livingſtone erzählt es ſelber, ohne auch nur zu ahnen, daß er einen Mißgriff ge⸗ macht oder eine Barbarei ſich zu Schulden kommen ließ— dernahmen das Alles mit Staunen und Schrecken. Dann leß er ſie in die Laterna magica ſchauen, und Abraham ſchien das Meſſer nicht gegen ſeinen Knaben, ſondern, in Folge aptiſcher Wirkung, gegen die armen ſchwarzen Weiber zu zücken. Entſetzt ſchrieen ſie:„Mutter, Mutter!“ rannten ſort, ſtürzten durcheinander und waren fortan nicht zu bewe⸗ gen, näher zu kommen!
Misxrellen.
Bekanntlich liegt der ſchönen Dichtung Goethe's:„Her⸗ mann und Dorothea“ die einfache Idee zum Grunde, daß Hermann, ausgeſendet, den jenſeits des Rheins herkommen⸗ den durch die Neufranken Vertriebenen Unterſtützung zu bringen, eine wackere Dirne findet, die ſein Herz im Augen⸗ blick gewinnt. Ob Hermann und Dorothea nur poetiſche Dichtung ſind, ob ſie ſich auf eine wirkliche Begebenheit be⸗ ziehen, iſt nicht näher angegeben, dagegen iſt die Sache faſt uchſtäblich, wie ſie der Dichter uns vorführt, in der Zeit derwirklicht worden, wo die unglücklichen Salzburger Deutſch⸗ lands Gauen durchzogen, am Geſtade der Oſtſee ein Plätz⸗ chen zu finden. Panſe erzählt in ſeiner Geſch. der Auswan⸗ derung d. evangeliſchen Salzburger(1827.) S, 175 den Fall, und man darf ihn nur durchleſen, um die frappante
Aehnlichkeit zwiſchen Wahrheit und Dichtung zu finden.
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Folge. 15
Siebenhundert und funfzig Salzburger waren bereits bis Harburg gekommen, als ſie der preußiſche Commiſſair Göbel einholte und als preußiſche Unterthanen aller Sorge
füberhob.„Als ſie durch Altmühl zogen, fand ſich der Sohn
eines vermögenden Bürgers bei ihnen ein, der durch einen Zauber an ihre Bewegung gefeſſelt zu ſein ſchien. Endlich trat er zu einer ſchönen Salzburgerin und fragte ſie ſchüch⸗ tern, wie ihr das Land gefiele, und ob ſie bei ſeinem Vater dienen wollte. In Eurem Lande, verſetzte ſie, gefällt mir's ganz wohl, und wenn Ihr mich annehmen wollt, ſo will ich Euch treu und fleißig dienen; ich kann das Feld beſtellen, die Kühe melken, Gras mähen und trocknen.— Er führte ſie darauf zu ſeinem Vater und bat ihn, ſie ihm zum Weibe zu geben, und als dieſer von ſeiner Ueberraſchung ſich erholt hatte und ſie fragte, ob ſie einwillige, antwortete ſie: Ihr wollt mich foppen; Euer Sohn begehrte eine Magd, und da will ich mein Brod wohl erwerben.— Als aber Beide auf ihrem Beſchluſſe beharrten und der junge Bürger ihr ein Ehepfand überreichte, griff ſie in ihren Buſen, zog einen Beutel mit zweihundert Dukaten heraus und übergab ſie ihm mit den Worten: Ich will Euch halten wie mein Aug' im Kopfe. Hier nehmt meinen Mahlſchatz!“ Iſt's nicht, als ob die Verſe in Goethe's Dichtung hier nachgebildet wären: Traun, zu ſolchem Empfange hat mich der Sohn nicht bereitet, Der mir des Vatges Art geſchildert.—— Aber, ſo ſcheint es, Ihr fühlt nicht Mitleid genug mit der Armen, Die nun die Schwelle betritt und die Euch zu dienen bereit iſt. Der einzige Unterſchied zwiſchen Dorothea und der Salz⸗ burgerin iſt, daß dieſe einen Mahlſchatz von zweihundert Du⸗ katen gerettet hat. Aber er macht in der Hauptſache nichts aus. Dieſe beruht darauf, daß Hermann, des wohlhaben⸗ den Wirths Sohn, von Dorotheen ſo wenig laſſen kann, wie der Sohn des vermögenden Bürgers von der Salzburgerin in Altmühl.— Sollte Goethe für ſeine Dichtung einen ähn⸗ lichen Fall aus der Wirklichkeit entlehnt haben, der ſich dann wiederholt hätte? Es iſt eben ſo leicht möglich, als daß er die ältere, von uns hier mitgetheilte Thatſache dazu benutzte. In jedem Falle macht aber dieſe dadurch neue Theilnahme rege.
Kleine Kritiken.
Wogen des Lebens, von Guſtav vom See. Breslau, bei Eduard Trewendt 1863.
Unter denen, welche ſeit längerer Zeit dem deutſchen Publicum unterhaltende Geſchichten erzählen, gehört G. von Struenſee(Guſtav vom See genannt) bereits zu den belieb⸗ teren Perſönlichkeiten.
Sein Vortrag hat eine anſpruchsloſe Art, ſein Styl befleißigt ſich gefälliger Correctheit, und trotz einer nicht wenig producirenden Thätigkeit hat der Verfaſſer doch immer löb⸗ lich darnach getrachtet, natürliche Compoſitionen zu erfinden und die überſpannte Romantik zu fliehen.
Gewöhnlich bewegen ſich ſeine nicht zu complicirten Erfindungen in den bürgerlichen Kreiſen und gewinnen an Glauben und behaglicher Antheilnahme von Seiten der Leſer dadurch, daß ſie ſchildern, was Jedem ſelbſt begegnen könnte. Sehr befriedigend waren in dieſer Richtung Struenſee’s „Erzählungen eines alten Herrn“, in welche auch der Humor heitere Pointen brachte.
Die„Wogen des Lebens“ ſchließen ſich im natürlichen


