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er von dem Kaiſer zum Senator ernannt.
Vierte
bei Oſtronow und Mohilew auszeichnete und dafür im Sep⸗ tember zum Diviſions⸗General ernannt wurde, als welcher er in der Schlacht an der Moskwa die ganze italieniſche Ca⸗ vallerie befehligte.
Bei dem ſchrecklichen Rückzuge der franzöſiſchen Armee aus Rußland war er nahe daran das Leben zu verlieren. Gefährlich verwundet, würde er unfehlbar umgekommen ſein, hätte der Kaiſer ihm in dem einzigen Wagen, der ihm übrig geblieben war, nicht einen Platz eingeräumt. Er vertheidigte das Kaiſerreich bis zu deſſen Ende, und in dem Feldzuge von 1814 in Frankreich und bis unter die Mauern von Paris zeichnete er ſich als einer der Unerſchrockenſten aus.
Nach der Rückkehr des Kaiſers von der Inſel Elba im Jahr 1815 war Graf d' Ornano Einer der Erſten, die ſich demſelben anſchloſſen, weshalb er nach der zweiten Reſtau⸗ ration verhaftet und dann nach Belgien verbannt wurde. Im Jahr 1818 wurde ihm die Kückkehr nach Frankreich ge⸗ ſtattet, doch blieb er dem Dienſte und der Politik fern.
Nach der Julirevolution im Jahr 1830 ſchloß er ſich der Regierung wieder an und wurde nach und nach Befehls⸗ haber der vierten Militär⸗Diviſion und franzöſiſcher Pair. Die Revolution im Jahr 1848 entſetzte ihn ſeiner Stel⸗ len; aber er ſchloß ſich den Männern an, die den Traditio⸗ nen des Kaiſerreichs ergeben waren. Seine Beziehungen zu dem Prinz⸗Präſidenten gaben die Veranlaſſung, daß die Wähler im Departement Indre und Loire ihn zu ihrem Ver⸗ treter wählten. In Folge deſſen ſaß er als Deputirter in der conſtituirenden und ſpäter in der geſetzgebenden Ver⸗ ſammlung, und er ſchloß ſich mit der anhaltendſten Energie der Politik an, welche zur Herſtellung des zweiten Kaiſer⸗ reichs führte.
Im December 1851 war er Mitglied der berathenden Commiſſion, und gleich bei der Errichtung des Senats wurde Nach dem Tode des Generals Arrighi, Herzogs von Padua, ernannte der Kaiſer ihn zu deſſen Nachfolger als Gouverneur der Invaliden. Seine Ernennung zum franzöſiſchen Marſchall datirt vom 2. April 1861. Seine Beerdigung fand am 19. October in Paris mit allen militäriſchen Ebren ſtatt.
Wir fügen dem Obigen noch Folgendes hinzu, was der Baron de Bazancourt in der Nummer der France vom 20. October über ihn mittheilt:
In dem ruſſiſchen Feldzuge ſtand der General Ornano unter dem Befehle des Prinzen Eugen, Vicekönigs von Italien, der ihm eine ganz beſondere Zuneigung bewies, und in der Schlacht an der Moskwa ſpielte der General eine glänzen de Rolle. Aber bald blies man zum Rückzug, zu jenem unglücklichen verhängnißvollen Rückzug, und unſ're ſchönen, ſo lange Zeit ſiegreichen Legionen wurden von jenen uner⸗ bittlichen Feinden, der Noth und der Kälte, decimirt. Von allen Seiten fällt auf die von wüthenden Stürmen aufge— häuften Schneemaſſen von jenen tapfern Soldaten, welche von den Kugeln verſchont geblieben waren, Einer nach dem Andern. Ornano ſelbſt entgeht dem Tode nur durch einen providentiellen Zufall.
Man iſt auf dem Marſche nach Krasnoe, und der Feind drängt die auf ihrem Rückzuge befindliche Armee. Von ſei⸗ ner kürzlich noch ſo prächtigen Cavallerie⸗Diviſion bleibt dem
eneral Ornano nur noch eine kleine Zahl Reiter; er ſtellt ſich mit der kühnen Entſchloſſenheit, die ihn charakteriſirt, an ihre Spitze und will der Infanterie einen Weg eröffnen.
Eine Kugel wirft ihn nieder. Auf der Erde ausgeſtreckt, giebt der General kein Le⸗
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benszeichen mehr; ſein Geſicht zeigt bereits die Bläſſe des
Todes. Der Prinz Eugen will dem Feinde dieſe traurige Trophäe nicht laſſen; auf ſeinen Befehl wird eine Grube in den Schnee gegraben, und dieſes kalte Leichentuch hüllt den Leichnam des Generals Ornano bald ein und bedeckt ihn. Alle die, welche dieſer traurigen Ceremonie beiwohnen, wer⸗ fen dem tapfern Soldaten, den der Tod ihnen entriſſen hat, ein letztes Lebewohl, zu und dann entfernt ſich Jeder. Aber der Capitain Delaberge, Adjutant des Generals, kann den Gedanken nicht ertragen, den Leichnam ſeines Chefs ſo zu verlaſſen; er kehrt an den Ort der Beerdigung zurück, ent⸗ fernt mit großer Mühe den Schnee, öffnet das eiſige Grab, legt den lebloſen Körper quer über ſein Pferd und ſetzt ſei— nen Ritt fort. Kaum hat ſein Pferd einige Schritte gemacht, als es von einer andern Kugel durchbohrt wird, und der Capi⸗ tain Delaberge rollt mit ſeiner koſtbaren Laſt beim Nieder⸗ ſtürzen des Pferdes auf die Erde. Der Capitain iſt unver⸗ letzt; als er aufſteigt, glaubt er einen leichten Seufzer zu vernehmen, der aus der Bruſt des Generals kommt. Seine Ergebenheit hat einen noch Lebenden dem Grabe entriſſen. Einige Leute eilen herzu, zwei Unterofficiere der Dragoner legen ihn über ihre Pferde und erreichen das kaiſerliche Hauptquartier, dem ſich anzuſchließen dem vierten Armee- corps gelungen war.
Auf Befehl des Kaiſers, den die Nachricht von dem Verluſt eines ſeiner glänzendſten Cavallerieofficiere tief ergrif⸗ fen hatte, eilt Larrey(der berühmte Generalarzt) zu Ornano, dem er ſeine ganze Sorgfalt widmet. Ein Wagen iſt zum Transport des Verwundeten unumgänglich nothwendig, und
ſes iſt nur noch der Landau des Kaiſers übrig.
„Man lege Ornano hinein,“ ſagt Napoleon,„ich werde zu Fuße gehen.“
Der General Ornano war damals 29 Jahr alt, und im folgenden Jahre machte er den Feldzug von 1813 an der Spitze einer Diviſion der kaiſerlichen Garde mit.
Ein anderer Zug beweiſt noch die tiefe Achlung, welche der Kaiſer für die glänzenden militäriſchen Eigenſchaften des Generals Ornano fühlte. Die Erinnerung daran konnte der alte Marſchall ſich nie ohne die tiefſte Rührung zurückrufen.
Der Kaiſer ſtellte ihn der Kaiſerin Marie Louiſe vor.
„Es iſt ein ſehr junger General,“ ſagte die Kaiſerin, welche von der jugendlichen Miene, die ſich in allen ſeinen Geſichtszügen ausſprach, ſichtbar ergriffen war.
„Ja,“ entgegnete der Kaiſer,„er iſt ein junger General, aber ſchon ein alter Soldat.“
Ein ſolches Lob in dem Munde des Kaiſers war für
den, der ſich desſelben würdig gemacht hatte, ein Anrecht
auf einen unvergänglichen Ruhm. C.
Der Masraret.
Mit dieſer eben ſo ſeltnen wie großartigen Naturerſchei⸗ nung beſchäftigen ſich jetzt alle franzöſiſchen Blätter, und da die⸗ ſelbe in Deutſchland wenig bekannt iſt, ſo dürfen wir mit Gewiß⸗ heit annehmen, daß unſern Leſern die folgende Mittheilung darüber willkommen ſein wird.
Unter Mascaret verſtand man in Frankreich früher blos die Anſchwellung der Garonne, wenn die Fluth des Meeres mit Ungeſtüm den Fluß hinaufſteigt und ihn aus ſeinen Ufern treibt, was wir mit dem Namen Springfluth bezeichnen. Dieſelbe Erſcheinung in der Seine nannte man früher in


