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Durch den Ton und die Worte ſelbſt eingeſchüch⸗ tert, warf der Soldat das Gewehr fort und ſank in die Kniee.
Man öffnete die Thür und ſtürmte an ihm vorü⸗ ber durch ein paar Vorzimmer, in denen ſich wenige bis zum Tod erſchrockene Diener befanden, bis in ein matt erleuchtetes und koſtbar drapirtes Gemach, in welchem die Wiege mit dem rechtmäßigen Kaiſer, dem einjährigen Jwan IV., ſtand; eine Kammerfrau wachte bei dieſer Wiege, aber ſie ſank in Ohnmacht, als ſich das Zimmer ſo unvermuthet mit bewaffneten Men⸗ ſchen füllte, die zweifellos in feindlicher Abſicht kamen.
Die Dame ſtürzte haſtig an die Wiege und riß das ſüßſchlafende Kind keineswegs ſanft heraus; ſie hielt es in ihren Armen vor ſich und betrachtete es mit einem Blicke, der tiefen, rachſüchtigen Haß ver⸗ rieth. Die alten Soldaten, die ſie begleitet hatten, hielten die Gewehre gefällt, als warteten ſie nur darauf, den kleinen Körper des unſchuldigen Kindes mit den Bajonneten zu durchbohren; aus aller Augen ſprühte Wuth und Zorn.
Der kleine ſchwarze Mann lehnte ſich lächelnd an die Wiege; in dieſem hämiſchen Lächeln lag der Triumph eines gefühlloſen, böſen Herzens. Nur ein
Geſicht zeigte einen andern Ausdruck als den auf den
übrigen allgemein vorherrſchenden; es gehörte einem jungen Officier an, der die Majorsuniform der Pre⸗ obraſchinskoi'ſchen Garde trug. Er war ſehr bleich geworden, und ſeine ſchönen blauen Augen hingen unverwandt und mit dem Ausdrucke peinlicher Seelen— angſt an dem Antlitze der Dame in der Generals⸗ uniform; Niemand achtete auf ihn.
Auch dieſe Dame war ſchön, ſogar ſehr ſchön zu nennen. Ihre hohe Geſtalt von den üppigſten For⸗ men, die indeſſen nicht die Grenzen des Zarten über⸗
ſchritten, trug ſich ebenſo ſtolz als anmuthig und
erhielt durch die ſie ſehr wohlkleidende Uniform etwas ungemein Kühnes und Imponirendes. Auf dem Haupte trug ſie einen kleinen dreieckigen Militärhut, mit goldenen Treſſen bordirt und an den Rändern mit Flaumfedern garnirt, und unter demſelben quoll eine Fülle braunen, nach ruſſiſcher Mode in Zopfe gefloch⸗ tenen Haares hervor. Sie hatte bei der zarteſten Hautfaͤrbung eine hohe edle Stirn, blaue, ſprechende Augen, im regelmäßigſten Bogen von dunkeln Brauen überwölbt, eine leicht gebogene ſtolze Naſe, einen prächtigen Mund, deſſen Schnitt auf große Entſchloſ⸗ ſenheit, wenn nicht ein wenig Härte, deutete, und ein volles rundes Kinn mit einem Schönheitsgrübchen darin. In dieſem Augenblicke, in dem ſie die Lei—
den ſchaft ſortreißen zu wollen ſchien, hatte dieſes
Vierte Folge. 3
Geſicht allerdings den beſten Theil ſeiner Anziehungs⸗ kraft eingebüßt.
Der kleine Iwan blickte ſich zuerſt etwas lich in dem ihn umgebenden Kreiſe um, dann ſuchte ſein Auge aber wieder die Dame, die ihn hielt, und er lächelte ihr ſo freundlich zu, wie es nur die voll— kommene kindliche Unſchuld vermag.
Man ſagt: Gott ſchützt die Unſchuld; dieſes Mal erwies ſich die Wahrheit dieſer Behauptung. Die ſtolze Dame mußte von dem vertrauungsvollen Lächeln des Kindes ergriffen worden ſein, denn ihr ſchönes Geſicht nahm wieder den natürlichen Aus⸗ druck an, ſie küßte das Kind und legte es ſanft wie⸗ der in die Wiege.
Die gefällten Bajonnete hoben ſich, auch die alten Soldaten ſchienen meiſtens mit dieſem Ausgange zufrieden; der Schwarze lächelte abermals, aber nur leicht höhniſch, und der junge Officier ſeufzte aus erleichterter Bruſt auf.— Mochte die Dame dieſen Seufzer vernommen haben, ſie wandte ſich zu dem Major und ſagte halb gebieteriſch, halb freundlich: „Alexis Dmitrijew, Du bleibſt Uns für dieſes Kind verantwortlich; weiche nicht von ſeiner Seite, bis Du Unſere weiteren Befehle erhalten haben wirſt.“
Der junge Mann verbeugte ſich und trat dicht an die Wiege mit einem Geſichtsausdrucke, der über⸗ zeugend ſagte, dem kaiſerlichen Kinde dürfe unter ſeinem Schutze kein Haar gekrümmt werden.
„Fort, meine Freunde, zur Regentin!“ rief die Dame, in der unſere Leſer wohl ſchon die Prinzeſſin Eliſabeth, die Tochter Peter's des Großen, erkannt haben, ihren Begleitern zu und drang, von ihnen gefolgt, weiter in die inneren Gemächer hinein.
Die Regentin und ihr Gemahl ſchliefen ſanft; man verhaftete ſie in ihren Betten. Die Thronrevo⸗ lution war vollbracht, Eliſabeth Kaiſerin von Ruß⸗ land; Niemand wagte, ſich ihr zu widerſetzen und ihr den Eid der Treue zu verweigern.
Die neue Kaiſerin ſagte in einem am folgen⸗ den Tage erlaſſenen Manifeſte, daß ſie durch die verſtorbene Kaiſerin Anna ungerechter Weiſe vom Throne ausgeſchloſſen worden, daß die Bitten der ge⸗ treuen Unterthanen, beſonders aber der Leibgarden, ſie bewogen hätten, den ihr nach dem Rechte der Ge⸗ burt zuſtehenden Thron einzunehmen.
Wir können uns hier nicht weitläufig auf den ganzen Lauf der Verſchwörung gegen die bis dahin beſtandene Regierung einlaſſen und wollen nur erwäh⸗ nen, daß dieſelbe hauptſächlich aus dem Kopfe des eigenſüchtigen und ehrgeizigen Leſtocq hervorgegangen⸗ war, ſo wie aus dem Neide und der Eiferſucht der
ängſt⸗
Prinzeſſin Eliſabeth gegen die Regentin und deren


